ein Herbstmorgen.

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ein Herbstmorgen.

H erbstmorgen zwischen
den Häuserblöcken
die Sonne zersplittert
im rauchigen Dunst

schläfrige knittrige
Menschen eilen
mit hastenden Schritten
um schartige Ecken

aus schnörkelnden Träumen
in Alltag geschmissen
Pflicht drängt sie – Pflicht drückt sie
Pflicht beutelt sie arg

was sie versäumen
die wenigsten wissen
so irren sie
durch den zerrissenen Tag

bis abends die Sonne
die Scherben einsammelt
ein mühsam’ Geschäft
für das strahlende Licht

gebeugte Gestalten
die Türen verrammeln
wofür sie gelebt
das wissen sie nicht
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©ee

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Foto auf https://pixabay.com/de/Herbst

MAItage.

freut Euch wir haben MAItage…

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u nd dann zeichnet
wind
wolkenweich
tausend herzen
himmelleicht

und dann bebt
und schwebt das samtblau
über wiesengrüne halme
rau im beugen, fruchtkornwippen
tausend samen die nun nicken

und dann ist es
zart ein summen
und im tanzen schmetterlinge,
und sie kreisen, tanzen,
fliegen,

bienen, hummeln,
die dort brummen
mit der leichtigkeit des lebens
arbeitsam, summend,
entschweben.

© Chr.v.M.

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Morgengrüße …

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Morgengrüße …

Zeit nähert sich der Zeitenwende –
ich spür’ es deutlich Nacht für Nacht.
Kaum das ich mich im Schlafe wende
schon wieder Himmels Sonne lacht.

Sie tut dann stets so unbefangen,
als hätt’ sie nächtelang pausiert –
dabei war sie erst grad zu Bett gegangen,
als sie erneut ums Eck rumpliert.

Die Vögel schein’n es zu begrüßen –
das frühe Licht in Gottes Raum,
ihr Singen scheint herauszufließen
aus Apfel-, Kirsch- und Birnenbaum.

Ihr trällern nimmt scheint’s gar kein Ende –
es steigert sich zum Tremolo,
und Star klatscht fröhlich in die Hände –
denn “ König “  ist er sowieso.

© ee

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Die eigene Nase . . .

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Die eigene Nase . . .

Ein jeder kehr’ mit strammen Besen
um sich herum und vor der Tür
dann hat er keine Zeit zu lesen
wie andre sich – und auch wofür

Hat selbst in hohem Lebensalter
der Besen noch recht neues Haar
so kann man sagen – dieser Falter
weiß nur wie es bei andern war

Hat hohe Wälle nicht gesehen
die rings um ihn getürmet sich
kann nur immer aus sich gehen
auf andre zeigen sicherlich.

© ee

Foto auf https://pixabay.com/de/

thanks

Des Oeldrahts Licht . . .

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Des Oeldrahts Licht . . .

Des Oeldrahts Licht wirft lange Schatten
die Mutter still am Spinnrad sitzt
die Kinder flechten bunte Matten
das Kleinste unterm Tisch ‘rum flitzt

Es riecht nach Torf und leckerem Braten
Flusen schweben in der Luft
die Kinder können’s kaum erwarten
sie schnüstern hin zum heißen Duft

Geschlachtet ist das fette Schwein
in nächtlicher Verdunklungsrunde
ganz still und heimlich mußt’ es sein
schwarzschlachten – das Gebot der Stunde

Auf dem Ofen in der Ecke
Rüben köcheln vor sich hin
in langer glasgeblasener Schnecke
ist was mit Prozenten drin

So ist die Mutter stets beschäftigt
daß es den Ihren an nichts fehlt
sie ständig und auch stets bekräftigt
daß ihr nicht hingeht und was stehlt

Macht alles nur mit eigenen Händen
auch wenn es nicht ganz koscher ist
irgendwann wird das Blatt sich wenden
und Gott verzeiht so manche List.

© ee

BALD, sehr BALD…

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BALD, sehr BALD…

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Bald, sehr bald, die Zeit sie rinnt
wie ein Blatt uns fliegt im Wind.

Wünsche werden jetzt erwachen,
Mancher wird zur Weihnacht lachen.

Andere zum Fest sehr Einsam
wünschen, hoffen auf Gemeinsam.

Lasst uns auch an Diese denken
mit Gedanken Sie beschenken.

Mit dem Mut der Herzlichkeit
bald mein Freund, ist Weihnachtszeit…

© Chr.v.M.

mein DU

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mein DU

es wird noch zärtlichkeiten geben
wenn alle zeiten sich verschieben
wenn sonnen sich verdunkeln
und nachtumfangen dich
und mich umarmen

es werden unsere tränen sein,
wenn zeitverweht die träume klingen
die leergefegte wege sprengt
die wir durchrennen einsam
dann zum uns

es wird noch liebe geben,
wenn windverweht mir leere zeiten
den klang nehmen,
ewig unkaputtbar bleibt sie
zwischen DIR und mir.

© Chr.v.M.

Herbststurm . . .

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Herbststurm . . .

D er Himmel zieht kräftig die Stirne kraus –
der Unmut trübt ihm schier den Blick.

Er schickt den Sturm mit viel Gebraus –
zieht seine schützend’ Hand zurück.

In kahler Bäume Zweiggeäst
streicht er des Windes Töne –

das Meer, es wird im Kopf ganz irr –
schickt seiner Wellen Söhne.

Die gehen mächtig ins Geschirr –
und rollen mit Gedröhne.

Die Wolken fangen an zu weinen –
Tränen schleiern ihr Gesicht,

die Sonne sitzt im All zu greinen –
und geizt mit ihrem Sonnenlicht.

Natur ist in sich reingekrochen –
sie wartet ab in ihrer Hütte,

sie schläft die langen Winterwochen –
bis der Frühling kommt –

mit leisem Schritte.

© ee

Foto auf https://pixabay.com/de/

thanks