Die eigene Nase . . .

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Die eigene Nase . . .

Ein jeder kehr’ mit strammen Besen
um sich herum und vor der Tür
dann hat er keine Zeit zu lesen
wie andre sich – und auch wofür

Hat selbst in hohem Lebensalter
der Besen noch recht neues Haar
so kann man sagen – dieser Falter
weiß nur wie es bei andern war

Hat hohe Wälle nicht gesehen
die rings um ihn getürmet sich
kann nur immer aus sich gehen
auf andre zeigen sicherlich.

© ee

Foto auf https://pixabay.com/de/

thanks

Des Oeldrahts Licht . . .

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Des Oeldrahts Licht . . .

Des Oeldrahts Licht wirft lange Schatten
die Mutter still am Spinnrad sitzt
die Kinder flechten bunte Matten
das Kleinste unterm Tisch ‘rum flitzt

Es riecht nach Torf und leckerem Braten
Flusen schweben in der Luft
die Kinder können’s kaum erwarten
sie schnüstern hin zum heißen Duft

Geschlachtet ist das fette Schwein
in nächtlicher Verdunklungsrunde
ganz still und heimlich mußt’ es sein
schwarzschlachten – das Gebot der Stunde

Auf dem Ofen in der Ecke
Rüben köcheln vor sich hin
in langer glasgeblasener Schnecke
ist was mit Prozenten drin

So ist die Mutter stets beschäftigt
daß es den Ihren an nichts fehlt
sie ständig und auch stets bekräftigt
daß ihr nicht hingeht und was stehlt

Macht alles nur mit eigenen Händen
auch wenn es nicht ganz koscher ist
irgendwann wird das Blatt sich wenden
und Gott verzeiht so manche List.

© ee

BALD, sehr BALD…

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BALD, sehr BALD…

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Bald, sehr bald, die Zeit sie rinnt
wie ein Blatt uns fliegt im Wind.

Wünsche werden jetzt erwachen,
Mancher wird zur Weihnacht lachen.

Andere zum Fest sehr Einsam
wünschen, hoffen auf Gemeinsam.

Lasst uns auch an Diese denken
mit Gedanken Sie beschenken.

Mit dem Mut der Herzlichkeit
bald mein Freund, ist Weihnachtszeit…

© Chr.v.M.

mein DU

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mein DU

es wird noch zärtlichkeiten geben
wenn alle zeiten sich verschieben
wenn sonnen sich verdunkeln
und nachtumfangen dich
und mich umarmen

es werden unsere tränen sein,
wenn zeitverweht die träume klingen
die leergefegte wege sprengt
die wir durchrennen einsam
dann zum uns

es wird noch liebe geben,
wenn windverweht mir leere zeiten
den klang nehmen,
ewig unkaputtbar bleibt sie
zwischen DIR und mir.

© Chr.v.M.

Herbststurm . . .

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Herbststurm . . .

D er Himmel zieht kräftig die Stirne kraus –
der Unmut trübt ihm schier den Blick.

Er schickt den Sturm mit viel Gebraus –
zieht seine schützend’ Hand zurück.

In kahler Bäume Zweiggeäst
streicht er des Windes Töne –

das Meer, es wird im Kopf ganz irr –
schickt seiner Wellen Söhne.

Die gehen mächtig ins Geschirr –
und rollen mit Gedröhne.

Die Wolken fangen an zu weinen –
Tränen schleiern ihr Gesicht,

die Sonne sitzt im All zu greinen –
und geizt mit ihrem Sonnenlicht.

Natur ist in sich reingekrochen –
sie wartet ab in ihrer Hütte,

sie schläft die langen Winterwochen –
bis der Frühling kommt –

mit leisem Schritte.

© ee

Foto auf https://pixabay.com/de/

thanks

Am falschen Ort . . .

Am falschen Ort . . .

I ch stehe hier an Meeres Säumen
mein Innerstes ist weit von hier
ach – könnt’ ich endlos Sehnsucht träumen
ach – wär’ mein Sein ohn’ End’ bei dir

Ist mir als ob ich hüllenlos
wohl über Welten schwebe
der Zwang in mir wird riesengroß
flieg’ übers Meer und lebe

Ich kann mich wenden still und dreh’n
will alles das vergessen
muß immer wieder rückwärts geh’n
von Nordlands Weiten sinnbesessen

Mein Traum der harret der Erfüllung
durchdringt mich bis ins kleinste Haar
ist weit entfernt von jeder Stillung
fesselt mich – so Jahr auf Jahr.

© ee

Frauen.

Frauen …

w as wären Männer ohne Frauen

sie wären Besen ohne Stiel

sie wären federlose Pfauen

sie wären Wege ohne Ziel

Frauen …

sie kennten nicht das sich verschenken

sie würden treiben ohne Wind

sie würden nicht an Liebe denken

sie wären taub und stumm und blind

Frauen …

was täten Männer ohne Frauen

sie schlügen Tag und Stunden tot

sie sähen nicht den leuchtend blauen

Himmel und der Rose Rot

sie fühlten nicht der Tränen Feuchte

sie spürten nicht der Seele Licht

sie fänden nicht des Herzens Leuchte

wenn die Kraft in ihnen bricht

© ee

Herzlich willkommen in der Welt . . .

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Herzlich willkommen in der Welt . . .

L illy-Johanna, das klingt poetisch –
wie Sommerwind in grünen Auen,
das weht so herrlich meeresfrisch –
als wenn wir von den Dünen schauen.

Lilly-Johanna, das klingt wie Musik
in wunderschönen Stunden –
Kerstin und Jörg ihr großes Glück
hat endlich in die Welt gefunden.

Gott wird sie behüten – wo der Weg sie auch führt,
die Taufe ist ein Gottwillkommen.
Habt ihr nicht alle den Engel gespürt
der extra durchs Meer kam geschwommen.

Mag’ auf den Wegen nicht zuviel Gestein
den Lauf ihres Lebens beschweren –
Mama und Papa begleiten sie fein
um Unbill und Trübsal zu wehren.

Die Paten stehen am Wegessaum –
begleiten sie durch das Leben,
erfüllen vielleicht so manchen Traum
um ihr die Freude zu geben.

© ee

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