Wir eilen durch’s Leben….

Bild von Carola68 auf Pixabay

Wir eilen durch’s Leben….
ohn’ Rasten und Ruh’n,
als hätten wir ausser Hasten
nichts and’res zu tun.

Wir seh’n nicht die Schätze die uns begleiten –
wir seh’n nur Gewetze und endloses Streiten.
Endloses streiten um Macht und um Geld,
als w
är es das einzige Gut in der Welt.

Man scheut dabei nicht blutige Hände –
kein Opfer zu groß für die geldige Gier –
es können nicht hindern selbst himmelhoch Wände
das gnadenlos mordende Menschengetier.

Sie benennen sich selbst als selbstlose Retter
die abwenden wollen jeglich’ Gefahr,
dabei sind sie nur schlagende Ungewetter,
die schlimmer noch wüten
als es je zuvor war.

Die Schneisen die sie in die Welten geschlagen
mit flammendem Schwert
und mit blitzendem Tod
die werden lang’ zeugen von unmenschlich Plagen
und darbendem Leben in bitterster Not.

Und über allem wehen die Zeichen,
die künden sollen von friedvollem Sein –
doch kennen die, die sie führen
kein Herzerweichen,
weil ihre Seelen so hart wie verkarsteter Stein.

© ee

Grosse Worte …

Grosse Worte …

Großer Worte heller Glanz
das ist oft Truges Schein
bau deinem Fühlen eine Schanz
schon verblasst er von allein

wenn er das Kleid gewechselt hat
erscheint als bunter Gasballon
dann piekse ihn nur mal ganz zart
die Luft entweicht mit lautem Ton

dich störts nicht dieses rumgetöse
du lässt ihn platzen diesen Wicht
du bist ihm nicht mal richtig böse
für diesen unsensiblen Knall

lässt ihn allein in dem Gekröse
bleibst hinter deinem festen Wall.

© ee

Zwischenwelt . . .

Zwischenwelt . . .

Der Himmel um mich
wurde blasser ,

mich zog es –
ich weiß nicht warum –
ich mußte ans Wasser ,
mein Fühlen war krumm
.

Natur mußte mich
mit Natur erschlagen –
ich konnte den Alltag
nicht mehr ertragen .

Die Wellen der See –
sie nahmen mich fort –
sie trugen mich endlich
an den seligen Ort.

Die Farben des Himmels,
sie stimmten mich leise,
ich sah die Beschwernis
auf andere Weise.

Doch plötzlich
da zog ein Nebel davor,
und ich stand wieder kalt
in des Lebens Tor …

… ich für mein Teil
liebe nichts wohl so sehr
wie eine wildbewegt‘ See –
wie ein lebendes Meer.

© ee
ewaldeden

Natürlich Natur . . .

Natürlich Natur . . .

Bären und Wölfe
sind in PIPPI LANGSTRUMPFS Land
seit langen Jahren nicht mehr bekannt –
nun hat sich die Natur die Freiheit genommen
und Raubtiere sind von Norden gekommen.

Ein Schrei der Empörung aus menschlichen Kehlen –
erledigt die Biester – sie morden und stehlen.
Es ist den Menschen nicht offenbar
wie es von Anbeginn vorgeseh’n war.

Gott hat zwar verkündet – und da ist was dran –
macht euch die Erde untertan.
Doch wie dies gemeint das ist häufig vergessen –
der Mensch ist zu oft auf’s Alleinrecht versessen.

Für alle ist Platz auf dem Erdenrund
für Mensch Wolf und für Bär,
für Katze und Hund.
Und wenn einer dem andern mal Schmerzen zufügt
dann bitte nur so
daß er dem Naturtrieb genügt.

Der Wolf reißt sich Nahrung,
der Mensch möchte schrei’n –
doch des toten Wolf’s Partner bleibt auch allei
n.

Drum lebt miteinander –
akzeptiert wie ihr seid,
dann seid ihr von vielen Lasten befreit.

© ee

Eine Vision …

Eine Vision …

oder des Teufels lange Nase

Ob da wohl noch jemand ist auf dem Globus der so recht begreift was da weltenweit zur Stunde abgeht mit Corona und so?

Ich muß es eingestehen – ich mit mit meinem kleinen Denkapparat begreife es nicht – nicht von vorn und nicht von hinten.

Förmlich im Minutentakt erscheinen auf allen Kanälen der häuslichen Fernsehgeräte, der Smartphones und der sonstigen technischen Errungenschaften neue, andere und bis zu dem Moment ihres Auftauchen den Menschen im Lande bisher unbekannte Gestalten, um irgendwelche Vermutungen ihrerseits oder noch häufiger Ihr fundiertes Nichtwissen in die Welt zu schnauben und zu pusten.

Mein Großvater hatte zu seiner Zeit bereits erkannt, dass diejenigen, die über uns in den Regierungen und Institutionen in der Regel mit Klauen und Zähnen ihre Positionen verteidigen, irgend welche Erforder- bwz. Geschehnisse den einfachen Menschen plausibel zu erklären nicht imstande sind, dass sie es entweder nicht wollen, nicht können oder, dass sie es auf irgendjemandes Weisung hin, gar nicht dürfen.

Um das alles zu kaschieren jagen sie dann einfach „de griese Katt, wie Opa es benannte – schwadenweise Nebel übers Land, so dass die Bürger nichts mehr wahrnehmen, nichts mehr sehen können.

Die oftmals selbsternannten oder auch sogenannten „Experten“ die plötzlich und fast überfallartig aus dem Schlagschatten der Reihen der Großkopfigen auftauchen schwadronieren dann  in der Regel eine Menge Worte und Sätze in das gleißende Licht der Studiolampen, aber wirklich etwas erklären tun sie auch nicht.

Manchmal denke ich, was wohl wäre wenn ich in der Frühe vom Schlafe erwachen würde, und es wäre wieder so wie es vor Corona war … und aus irgendeiner dunklen Ecke würde uns der Teufel mit einem Grinsen zwischen den Hörnern eine lange Nase drehen … und offenbaren dass er alles nur inszeniert hätte um uns in Angst und Schrecken zu versetzen, um uns zu zeigen dass er noch da wäre …

©ee

ewaldeden2020-03-16

Eden meent …

Ov dor woll noch well is up de Eer, de so recht begript wat dor weltenwiet up Stünns ovgeit mit Corona ov so? Ikk mit mien lütten Brägen mutt mi ingestoahn – ikk begriep dat nich – nich van vörn un ok nich van achtern. Aal Minüt düken in de Billerkist van Tellewischen neeä, anner bit to de Momang de Minschen in d‘ Land unbekennte Gesichten up üm wat van Vermoden ov bäter van hör Nichweeten in de Gägend to schnuven un to pusten.

Mien Opa sää all jümmers dat de, de boaven us in d‘ Regeern un Institutschonen hukeln, irgendeen Belangen de eenfach Minschen in d‘ Land nich verkloaren köänt, ov ok woll nich willt ov villicht ok nich dürsen, denn joagen see eenfach de griese Katt dör de Gägend, un de Lüü köänt tomoal niks mehr kieken.

De „Fachlüü“ de dor tomoal ut de Schka van de Riech van Grodkoppigen updüken röädeln tomeist een heel büld Worden in de Lücht van de Studioluchten, oaber verkloaren doon see ok rein ganniks.

Mennichmoal denk ikk so bi mi, wat woll is, wenneer ikk mörgen froo upwoak un allens is wedder su as dat oahn Corona west is – un ut irgendeen Hörn dreit us denn een Düvel mit Hörns een langen Nöäs … un verkloart us dat he us doch blods ähm düchdich in d‘ Trillern joagen wullt har üm to wiesen dat he noch dor is …©ee

ewaldeden2020-03-15

Nicht mehr Herr der Lage …

Nicht mehr Herr der Lage …

Grenzenlos führerlos …
Unbekümmert stellt man bloß
dass die EU ‘ne Farce ist,
die nichts erzeuget ausser Mist.

Einzig drucken Bankesnoten
kann sie besser noch als Kühe koten.
Gebt der EU eins auf die Nase
damit sie platzt die schillernd‘ Blase –

besinnt euch wieder eures Können,
laßt Fachleut‘ wieder an den Start.
Gewinnet einfach wieder Rennen,
wie es seit Alters deutsche Art.

Denn ob des Brüss‘ler Machtgeplänkel –
und allgemein Verarscherei –
haut Erdogan sich auf die Schenkel,
erfreut dass er erneut dabei.

Reicht euch ja nicht mehr die Hände –
weil, so steckt Jeder Jeden an –
errichtet um euch hohe Wände
und fügt euch Kapitales Bann

Wenn „Brüssel“ sagt, das dürft ihr nicht –
ihr dürft nicht dies und das herstellen
dann löscht man hier des Geistes Licht
auch wenn man kriegt die Pimpernellen.

© ee

ewaldeden2020-03-04

Gehörloses

Gehörloses

diese dünne schutzlose haut der erde
wie aufgeworfene pickel
vereitert durch den aufprall
eurer raketen

mutterboden heißgeliebt
ausgeliefert hilflos
umkämpft im erzittern
unter euren schweren kriegsungeheuern

dieses aufeinanderschlagen
staubbedeckter stiefel
an blankgeputzten gewehrkolben
hängt der tod grinsend

das der mond erblasst – zerbricht
vor angst um eure seelen
sonnenstrahlen abgebrochen
abgeschoßen wie pfeile
in die herzen eurer feinde.

es spiegelt sich
der blutige schmerz
eurer mütter und kinder
in weitgeöffneten pupillen.

grausamkriegerisch
brutaler wahnsinn
zwischen brüdern
ihr speist die luft voll blut
und werdet darin ertrinken

erstarrte züge
in gottes gesicht.
rammt einen pfahl ein
einen einzigen nur
und hängt zwei friedensfahne auf.

© Chr.v.M.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay Thanks.

das bin ich

das bin ich

das bin ich
mit bunten farben
in dunklen ecken
bewegte bilder
ich die malerin

den vögeln lauschen
mit ihnen singen
in schiefen tönen
die sängerin
mit gespitztem mund

ich

mit tinte klecksen
buchstaben sortieren
gedichte schreiben
nur für mich
die schreiberin

ich

den mond betrachten
die sonne anlachen
regentropfen
mit den lippen fangen
schneeflocken ins haar mir pudern

ich die träumerin

gedankenverloren
in traumwelten schweben
auf dem regenbogen
die farben zählen
den himmel verrücken

wolken benennen
meine tage und wochen streicheln
die monate als geschenk verpacken
um die jahre
eine rosa schleife binden

das bin ich

im tanzen mich finden
das runde gesicht
der tickenden zeit
streicheln
in ihre augen fallen

einsinken – versinken
um neues zu entdecken
kindliches mitspielen
sekunden haschen
einatmen im lachen und leben

ja

auch das
bin
ich.

© Chr.v.M.