Jetzt.

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Jetzt bunte Masken tragen
dem Winterkalt
ein Schnippchen schlagen

bald sprießt
auf Erdenskragen
ein fröhlich neues blühn.

Das Trommeln und Pfeifen
wird Herrn Winter vertreiben
im Faschingstrubel

werd ich dir
das Frühlingband

suchen.

© Chr.v.M.

Schneelos…

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Schneelos…

Schneelos taumeln Wintertage
in Kinderaugen stand die Frage
wann endlich ist es denn so weit
Schlitten fahren,Schneemann bauen
dem Weihnachtsmann die Rute klauen
der Popo tut sonst Kindern weh
das Weihnachtsfest-
blieb ohne Schnee

Jetzt fliegen wieder Tannenbäume
aus allen Fenstern allen Räumen
und Schneelos bleiben Wintertage
es rieseln nur Lamettaträume
der Schlitten landet stumm im Keller
die Tage werden wieder heller
das neue Jahr noch ohne Klage

nur Weiss fehlt – kommts noch ? –

Neue Frage…

© Chr.v.M.

Im endenden Licht des Jahres.

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Im endenden Licht des Jahres

w enn dem blassen mond flocken wirbeln
samtweich um sein einsames gesicht
und ein schneesternchenblühen
hinter den dunklen tannenkronen
die welt erhellt
bis die letzten tage des jahres tanzen

dann nur als abschied für zugvögel
denn sie haben längst
den stummen wald verlassen
auch die farben hat der winter
mit dem letzten grünen lichtzeichen
weit weg geschoben

erstarrte wurzeln
krumm verbogen
an dem die zeit kristalle klebt
zum abschied
eine blauweiße sehnsuchtsstimmung
für den jahreswechsel

nur zwischen meinen finger
und an den stiefeln
tropft mir die welt
immer noch
im uralt sekundentakt.

© Chr.v.M.

Im Alter.

Im Alter.

Wenn du mit schweren langsamen schritte
zu mir kommst
dein rücken tief gebeugt und angelehnt dann
an den meinen

wenn deine faltigweichen hände
meine eingegefallenen wangen streicheln
deine junggebliebenen graublauen augen
lächelnd auf mir ruhen

wenn dein kopf in meinem schoß liegt
ich über dich geneigt
meine silberlocken
deine geheimratsecken verdecken

du mir geschichten erzählst
leise von früheren zeiten
wenn erinnerungen in uns klingen
deine seele die meine küßt

unsere tiefe liebe mein DU
leuchtet uns dann am himmel

zwischen den sternen.

Chr.v.M.

dein Foto…

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dein Foto

d ie welt um mich ist so flach
wie auf deinem foto der stummen ferne…
die kirchturmspitze sie lächelt wie hier
die wenigen häuser sind fast alle leer…

die einsamkeit steht auf hoppelstrassen
vor verlassenen häusern
der verfall ist unsichtbar
an den fenstern geheftet

wildvögel nur bahnen
sich den weg durch die wolken
und lassen den ruf
nach wiederkehr hier

im säuselwind spalten windräder
meine tage
ich erlerne
das biegen der birken

halte es in aquarell fest
bis alle farbtöne
auch auf meinen notenblättern liegen
buntgewürfelt

der herbst hat sie vergessen
und mich
zwischen dem einsetzenden
schneetreiben

leise ich.

© Chr.v. M.

NOVEMBER atem

NOVEMBER atem

S chwer zittert Nebeldicht Novemberatem
Baumfinger greifen blattlos durch das Grau.
Schattenrisse silberweiß Astverzaubert eingehängt
bebend auf Berührungssuche.

Tränendicht funkeln Eisperlen im Spinnennetz
es glitzert mir ihr Wintertraum.
Laub raschelt dem Igel feuchtkalt
sorgsam seine Nahrungssuche.

Gold war Herbstabschied
im Lichtraum der Novembertage silbern
nun naht in Weiss der Winter.

© Chr.v.M.