am Morgen.

am Morgen.

D er Himmel zeigt die erste Röte,
verschämt noch und erst zögerlich –
ein Vogel zwitschert gleich ’ner Flöte,
es klingt verhalten heimatlich.

Tautropfen blinken tausendfach,
sind wie das Heer der Sterne –
wohl in dem grünen Blätterdach,
in armesweiter Ferne.

Der Nebel steigt in breiten Bahnen,
aus tiefen Schluchten licht empor –
das sind des Nachtgeist’s Heeresfahnen,
sie streben zu des Himmels Tor.

Sie ziehen auf zur letzten Schlacht,
bis sie ermattet fliehen –
und weichen dann der Sonne Macht,
die sie friedlich läßt

des Weges ziehen…

© ee

nieselsanft.

i n stummer weite – blass gedreht
ein regenbogen
vom wind verdreht
das bunt,wolkenverschoben.

im gold der bäume – augusttage
regendurchweicht, sonnenbelebt
die birnensüße webt uns träume
und stille sucht sich neue räume.

in lauter nähe – grell erstarrt – der herbst
er naht mit großem schritt
und durch die wege hier in zerbst
reißt mich sein lachen mit.

© Chr.v.M.

BALU.

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BALU

Balu, du kleiner ‘Immerzu’
in „Froankreich“ lebten deine Ahnen.

Auf vier Pfoten bist du himmlisch’ Ruh’,
dein Sein das sind lebendig’ Bahnen.

Ich schau dein lieblich’ Knuffgesicht
mag jedes Gramm deiner Natur –

du bist der „Merkel’s“ Himmelslicht
und für mich bist du das Leben pur.© ee

ee2018-12-04

dankeschön  mein lieber Freund Ewald Eden !

Früh am Morgen.

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Früh am Morgen…

D ie Luft, sie atmet Morgenkühle –
noch schläfrig von der langen Nacht.
Mach deine Sinne frei und fühle
wie einer über alles wacht.

Von Osten kommt ein gold’ner Schimmer –
kündet uns den neuen Tag,
so läuft es schon – von einst bis immer
begleitet nur vom Stundenschlag.

Wolken auch mal Schatten werfen –
die Welt mal grau in grau erscheint –
Wechsel uns die Sinne schärfen –
die Trauer uns auch mal vereint.

Doch größer sei die Heiterkeit,
wachsend stets aus frohem Herzen,
besiegt sie immer alles Leid .
So sanft wie warmes Licht von Kerzen.

© ee

Foto hier auf https://pixabay.com/

Sonntagsklänge.

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Sonntagsklänge.

W enn der Tag neu grau umfangen
neblig feucht aus Wäldern steigt
und die Sonne blass verhangen
gähnend noch am Himmel weilt
wenn der Glockenturm nicht sichtbar
dröhnend guten Morgen schreit

dann erwachen Mensch und Tier.

Lös ich dir dann Worte “ dichtbar „
nütze die Gelegenheit
um mit Freude zu gestalten
Stund um Stunde zu verwalten
Buntes in den Tag zu bringen
fangen Vögel an zu singen

farbig wird der Tag dann mir.

© Chr.v.M.

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Zeichnung bei der jungen begabten Künstlerin Kenny Anders