Grosse Worte …

Grosse Worte …

Großer Worte heller Glanz
das ist oft Truges Schein
bau deinem Fühlen eine Schanz
schon verblasst er von allein

wenn er das Kleid gewechselt hat
erscheint als bunter Gasballon
dann piekse ihn nur mal ganz zart
die Luft entweicht mit lautem Ton

dich störts nicht dieses rumgetöse
du lässt ihn platzen diesen Wicht
du bist ihm nicht mal richtig böse
für diesen unsensiblen Knall

lässt ihn allein in dem Gekröse
bleibst hinter deinem festen Wall.

© ee

Tagessplitter.

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Tagessplitter 23.01.2019

Gerissen der boden eisrau überzogen,
das letzte blatt am ast, braundürr vergessen.

Hingehaucht auf weiß, läßt atem erstarren,
nebelig verwaschen ein wintergesicht.

Im licht der bäume die neue zeit,
in trockenen farben, hinter geröteten augen

und knisterndes gehen, auf unsichtbaren wegen,
ausbalanciert, über dem verwunschenen januartag.

© Chr.v.M.

Tagessplitter

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Tagessplitter.

über der erdhaut meiner heimat
dehnen sich weit lebendige tiefen

grün die täler die das auge schaut
blühende gärten von frauen bebaut

dort rauschen die bäche in blaugrün
und stolz weiße schwäne die dort ziehn

es lacht der Wind der frech wolken jagt
zur kirchenglocke die im tal dort klagt

besänftigend nicken die bäume hier
und an der felswand dicht hinter mir

pflücke ich das schüchterne blümchen dir.

© Chr.v.M.

Zuhause…

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Zuhause…

D er weiße Samt des Wolkenhimmels
schiebt überdeutlich Falten auf Blau.

Darunter franst ein Gänseblümchen
wirft nackt das Gelb ins Sonnenlicht.

Im Flug der Fäden
klebt eine Spinne erwartungsvoll
an zart begrünten Blütenkelchen
um des Tages bunte Hand zu ergreifen.

Auf jedem Blütenblatt
winkt ein Zuhause.

© Chr.v.M.