Weihnachtslieder.

Weihnachtslieder.

Unter einem Tropfenteppich gefroren
aus den Tränen der immer noch Flüchtenden
schwebt ein Klagelied über dem Hoffnungspfad.

Leise Töne von schmerzenden Hunger,
nach Mitgefühl und Menschlichkeit,
in dieser besinnlichen Weihnachtszeit.

© Chr.v.M.

nicht zu erfassen.

windgefüttert
der atem des herbstes
schub bereit für alle ängste
wo sind die verträumten
kosewörter für heimat geblieben

schimpftiraden zwischen
fallengelassenenen hoffnungen
vor empfindlichem mißverstehen
nicht zu erfassen
diese not hier, dieses elend

ihre und unsere
traurigkeit
und bis der schnee
auf die felder fällt
ist es nicht weit

nebelgedrungen
setzt sich der tag
mit mir
hilflos erstarrt
auf das land.

© Chr.v.M.

Bild von Caro Sodar auf Pixabay

im weiteren…

im weiteren…

  

was für ein glück

d as die giftbomben
andere trafen
das zeitungseilmeldungen
morgen verblichen sind

was für ein glück

das die gleichgültigkeit
kleine ohren hat
sie hörte sich das gewissen an
und bleibt taub

was für ein glück

im weiteren
das der zeitfinger
über alles wegstreicht
als gäbe es uns nicht.

was für ein glück….

© Chr.v.M.

Zur Gegenwart :

Ein FÜR im Begegnen

Genau Gegenüber
die ungenaue Gegenfrage
in der Gegenerklärung.

unter der Gegenrede
generell ein Gegensatz
zur Gegenseite.

zum Gegenmittel
den Gegenstoß
welch Gegenschlag !

darum Gegenwehr
mit DAGegenworten
die Gegenmaßnahmen :

ohne Gegenstimme
keine Gegenwirkung.
also immer Gegeneinander ?

in der Gegenklage
die Gegenforderung
ohne Gegendruck

nicht Gegeneinander
denn ohne Gegenangriffe
kein GEGNER.

© Chr.v.M.

nicht zu erfassen.

w indgefüttert
der atem des lebens
schub bereit für alle ängste

wo sind die verträumten
kosewörter für heimat geblieben
schimpftiraden zwischen
fallengelassenen hoffnungen
vor empfindlichem mißverstehen

nicht zu erfassen

diese not, diese armut, dieses elend
ihre und unsere traurigkeit
und bis der schnee
auf die felder fällt
ist es nicht weit

nebelgedrungen
setzt sich der tag mit mir
hilflos erstarrt auf das land.

© Chr.v.M.

Leuchtzeichen.

M an geht sehr leise
Über Kopfstein Pflasterwege.

Man atmet tief das Grün
Unter den hohen Kiefernstämmen.

Man fängt die Leuchtzeichen auf Grasspitzen
die dankbar sich verneigen.

Man lehnt erstaunt
an alten Mauersteinen.

Man fühlt den Wind wie er vermischt
Vergangenheit und nahe Zukunft.

Man steht dazwischen staunend
im Jetzt und hoffnungsstark.

© Chr.v.M.

Stolpersteine in meiner Herzstadt