Oben Hui und unten Pfui …

 

 

 

 

Oben Hui und unten Pfui …

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Der Krieg, das ist die Schüssel aller Waffen
in der man Welt den Tod serviert –
die Kellner haben alle schwer zu schaffen,
damit nicht Blut zu Eis gefriert.
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An reichgedeckten Tafeln wird getafelt,
oft wohlbeleibt und schon des Lebens satt –
mit vollen Mündern intensiv geschwafelt,
weil Lust auf Macht noch nicht orgastet hat.
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In der Sicht nur weißbehandschuht‘ Hände,
denn ohne sie wär’n sie vom töten rot –
sie löschen nicht, sie fördern Weltens Brände –
ergötzen sich an vieler Wesen Tod.
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Nach langer Nacht die Tafel aufgehoben –
den dräuend’ Morgen ekelt der Gestank
der Leichen, die man hat verschoben –
und füllt erneut des Teufels Waffenschrank.
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©ee
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Gegen das Vergessen…

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Gescheitert, Willkommen, Kultur –

 

 

Gescheitert, Willkommen, Kultur – 

von Eintracht und Wohlklang gibt’s da nicht die Spur,

weil Einklang voraussetzt zuerst guten Willen,
wie Streben nach Ruhe und Frieden im Land.
Stattdessen fertigt man bomb’große Zwillen

und gibt sie den „Hasstreibern“
direkt an die Hand.

Die setzen sie ein wo immer sie können,
zerstören der Menschen urstämmig’ Gebiet –
bewirken dass Massen uns hier überrennen,
weil der, der’s noch kann der Hölle entflieht.

So herrschen sie dort über gnadenlos Wüste,
mit nur noch Ruinen soweit der Blick geht –
machen besetzen hier Landschaft und Küste,
über die dann der Atem des Hasses hinweht.

Gescheitert ist das verzweifelt versuchen
aus vielen Farben zu mischen ein Bunt –
Willkommen als Gruß wendet bald sich zum Fluchen,
weil alles nur schartig und nicht mehr glattrund.

Hiesig’ Kultur als das Erbe der Ahnen –
das Teuer uns sein sollt’ auf alle Zeit –
erlieget der Wucht von Fremdkulturs Bahnen
weil sie schwächelt im Kern

und nicht
zum Bewahren bereit.

Erkennt nicht das Viel der trojanischen Pferde,
hält sich selber für Teil dieser trügerisch’ Herde –
schuldüberfrachtet und denkensgelähmt,
nur noch die eig’nen Vergehen betrachtet,

und sich gar für die Taten
der Wahrtäter schämt.© ee

ewaldeden2018-10-05

Der „ehrliche “ Bischofsprotest …

 
 

 Wenn ich die „Marxens, die „Wölkis“ und die Schwadron der anderen „Würdenträger“ anläßliich der aktuellen Bischofskonferenz über die Selbstgerechtigkeit (Thema sexueller Mißbrauch von Schutzbefohlenen im kirchlichen Raum) und die Willkür der Kirchenfürsten schwadronieren sehe und höre, dann frage ich mich ernsthaft wie die Steigerung von Speiübel heißt …Ewald Eden.

 

 

 

Der „ehrliche “ Bischofsprotest …

und das ‘kanonische Recht’

Die Feistgesichter, Sagenstrichter
spucken hehre Worte aus –
sie tun als wär’n sie Geisteslichter,
dabei sind sie nur Glaubens Graus.
Grell betuchte bunt’ Gewänder,
Glitzergold wohin man schaut –
kein Blick fällt auf Gesellschafts Ränder,
das Einzige, man betet laut.
Man betet laut, das man bedauert,
das solches Untun Regel war –
bis auf den Umstand, daß man mauert
sei doch alles Sonnenklar.
Die Täter wurden „amtsverschoben“,
gar möglichst noch im Nahbereich –
mit einem dichten Netz umwoben,
so lauernd auf den nächsten Streich …
Die „Opfer“, oft alleingelassen,
steh’n am Rand‘ der Zer’monie –
das fasse doch wer es kann fassen,
ich für mein’n Teil, ich kann es nie.
 © ee
ewaldeden2018-09-28

 

 

schwarz – weiß.

W o der Glaube nach lässt,
zwischen dem Wechsel des Alten in Neues
– im Wir schaffen das –
und es genau dort nach Frauenangst riecht
die sich Löcher bohren
durch den Nachrichtensturm

Schießen schwarzweiß Gedanken
mit ballenden Fäusten splitterscharf
auf Trugschlüsse in vermeintlich Hoffnungsvolles
bis sich die Ketten der Angst lösen
in Menschlichkeit, Liebe, Verständnis
in den Herzen.

+ Werden wir warten müssen +
sagst du
und das Neue
wird wieder Alt.
Wir hatten DAS
schon mal.

© Chr.v.M.

dare to do something…

dare to do something…

H alten wir das Feuer an
die Angst sie hält die Herzen warm

und die Natur erstrahlt in Weiß
und in den Augen brennt es heiß

um still den Schrecken zu bedecken
als würde Alles sie verstecken

Nachrichten laut in diesen Tagen
sie sagen, wir klagen, erstarrt im wagen.


Weinend begreifen wir

erschrocken
im Glasgarten. © Chr.v.M.