Inventur der Gedanken Teil 3

Der Behörden Eigenmacht …

Der Druck, er steigt von Fall zu Fall,
es wächst die Wut auf „die Behörden“ –
wann kommt der große Bürgerknall
gegen deren Drohgebärden?

Wann ist der Siedepunkt erreicht?
Wann müssen diese „Macher“ zittern,
dass durch ihr Amt ein Sturmwind streicht –
ähnlich reinigend’ Gewittern?

Der sie dann treibet in die Wüste,
wo sie ihr Leben können darben –
fern der zerstörten heimisch’ Küste
die verschandelt sie, durch tiefe Narben.

Wann ist des Unmuts Fasse voll –
wann steht Volk auf und zeigt Courage?
Längst überschritten ist das Soll
und mehr als schief die Rechteslage.

© ee

Das deutsche Geschirr

D ie „Tassen“ in unser’m Berliner Schrank

sind alle gesprungen –

und wären sie Menschen, dann wären sie krank

wir haben partout dort kein „Vorzeig-Geschirr“

alles ist rissig und abgestoßen

das ganze Service erscheint nur noch irr

ohn’ Makel ist nur die Sauciere für die billigsten Soßen

eine Tafel, mit diesem Schrott eingedeckt

die zeigt doch wess’ Geistes des Hauses Mamsell

honorig’ Besucher werden nur noch verschreckt

und suchen das Weite ganz schnell …

© ee

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Notwehr …

S chickt den Euro in die Hölle,
die Banker jagt gleich hinterher –
und das nicht zögernd, sondern schnelle,
sonst betrügen sie noch viel mehr.

Sie bauen himmelhohe Türme
aus Marmorweiß und Schwermetall –
zertreten Menschen wie Gewürme,
bei uns im Land und überall.

Sie haben Null Moralbedenken,
einzig weiß ist ihre Weste –
und die Vertrauen ihnen schenken,
denen bleiben nicht mal Reste.

Sie greifen sich der Staaten Macht
und geben sie in korrupte Hände –
doch hört nur, wie der Teufel lacht,
wenn er vergoldet seine Wände.

Rings um uns her und mittendrin
sieht man die geldesgierig’ Fratzen –
sie lecken mit Zerstörersinn
sich die blutverschmierten Tatzen.

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Eine Bruchbude …

E uropa ist ein schlechtes Haus,
gebaut aus bröselndem Gestein –
erweist sich mehr und mehr als Graus,
wann wird der Abriß fällig sein?

Die Mauern zeigen tiefe Risse,
die Decken hängen alle schief –
im Bau bekommt man kalte Füße,
vermüllter Keller stinkt und mieft.

Der Wohngemeinschaft Hausvorstände
woll’n das krampfeshaft kaschieren,
sie füll’n mit Giftmüll rissig’ Wände –
und künden, es wird nichts passieren.

Drum bleibt, es bald – vielleicht schon Morgen –
abzureißen,
und als Sondermüll

dann zu entsorgen.

© ee

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Nach dem Tag des offenen Hofes

E in Minister war auf uns’rem Hof –
ich fand den aber ziemlich doof,
sagt Klein-Frieda, Heinis Schwester –
für mich bist Du mein Allerbester.

Was haste gegen diesen Mann,
fragt Heini seine Schwester dann –
ach weißte, kann sie ihm nur sagen,
der stellte nur so blöde Fragen.

Der wusste nix von Bauernsachen,
war immer nur verdreht am lachen.
Froh war ich, als er wieder weg,
denn so’n Besuch hat keinen Zweck.

© ee

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