Einfaches Glück …

Rose

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Einfaches Glück …

D ie Luft ist ein einziger lieblicher Hauch,
jeder Atemzug ist süßes Geben.
Jeder Augenschlag ist wie blühender Strauch,
er schenkt dir ein Wissen um Leben.

Ein Wissen um Leben der lieblichsten Art,
ein Wissen um Leben in Güte –
es ist dir, als hättest du um dich geschart
des Lebens berauschende Blüte.

Das Licht ist ein einziger strahlender Raum,
ein strahlender Raum in der Weite –
das Licht ist die Frucht am blühenden Baum,
ich wünsch’ daß es dich ewig begleite.

Das Fühlen ist süßer traulicher Schmerz,
das Fühlen des Ich in dem Ander’n –
das fühlen ist stürmisch klopfendes Herz,
wenn du es fühlst, dann lasse es wandern.

© ee

Der Silbermond …

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Der Silbermond …

Du dicker runder Silbermond ,
da in der tiefen schwarzen Bläue –
sag’ uns, was Dir innewohnt,
mach schlau uns in der Menschseinschläue.

Der Mann im Mond, so denken wir
mit uns’rem winzig’ Menschverstand,
hat keine Last mit Querverkehr,
dieweil es unbewohnt, sein Land.

Dabei haben wir man grade Ahnung
von einem Pünktchen aller Wahrheit –
von Tidenhub und Insellahnung,
bis hin zur Stein- und Eiseszeit.

Wir wissen um unsere Verdauung
und wie man Bomben baut und mehr –
dabei ist Menschens Weltanschauung
ein Furz – und der sitzt auch noch quer.

Du wirst jetzt deine Nase krausen,
du lieber bleicher Mondesmann
und sagen, lasst ihn einfach sausen –
im Weltall stört sich niemand dran.

© ee

Foto von Herrn Horst Dauth

dankeschön

Keine Frage …

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Keine Frage …

D as Heute ist ein Unikat
das ist gar keine Frage
doch wer das Gestern vergißt
und das Morgen anzweifelt
der drüselt nur so durch die Tage

er redet bloß Mist
und hat bald nur noch Salat
denn im Gestern wurde der Samen gelegt
für das heutige Wachsen
und das morgige Blühen

wer nämlich nicht
sein Denken bewegt
dem fällt das Sein auf die Haxen
so daß ihm beim laufen
die Gefühle verglühen

nach kurzer Zeit
ist er nur noch Gerippe
auf dem der Wind ein Totenlied pfeift
riskiert als Skelett noch ’ne große Lippe
selbst wenn man ihn schon zur Grabstelle schleift.

© ee

Küstendörfer …

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Küstendörfer …

D örfer wie Perlen aufgereiht
auf grünem Band – an Deiches Fuß
im Groden hell der Kiebitz schreit
es klingt wie froher Göttergruß

Mit Tönen wie aus fernen Tagen
die Brandung an die Dünen schlägt
man sieht die Wellenkämme nagen
an Strand und Deichen – unentwegt

Der alte Hafen ist Geschichte
du spürst sie auf marodem Kahn
wenn du im fahlen Abendlichte
verlierst dich in des Mondes Bahn

Es riecht nach Teer und heißen Gläsern
gefüllt mit Rum und Ingwerwein
der Wind, er spielt in harten Gräsern
wenn abends fällt die Nacht herein

In dem Krug am Hafentore
ein alter Maat die Quetsche zieht
er singt von Sehnsucht und Amore
ein herzergreifend’ Liebeslied

Alles lauscht gebannt den Tönen
und fühlt die Zeit im Raume steh’n
wenn er erzählet von den Schönen
die er in aller Welt geseh’n

Der Mond zieht weiter seine Runde
am Hafen löscht das letzte Licht
zum Abschied tönt aus Wirtes Munde
gut’ Nacht ihr Leut’ – vergeßt mich nicht

© ee

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Lied TEXT bei Ewald Eden.

Unser Leuchtturm.

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Unser Leuchtturm …

F ünfundfünfzig lange Jahre
hielt er die Wacht bei uns im Watt
dann machten ein paar nicht ganz gare
ihn über Nacht ganz einfach platt

er stand noch nicht einmal im Wege
bei dem was dort als neu entstand
und mit ein klein bißchen Pflege
wär er ein Schmuckstück für das Land

doch leider hat man ihn vernichtet
als zu gering fürs Gnadenbrot
obwohl er gerne noch berichtet
von Seemannsfreud und Wassersnot

einzig den Kopf mit der Laterne
den findet man weitab vom Meer
in Münchens weiter Baziferne
wiegt das Interesse nicht sehr schwer

drum lassen wir sie hoch und leben
die hohlköpfige Beamtenschar
denn taube Nüsse wird’s noch geben
wenn wir schon lange nicht mehr da.

© ee

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im Feingefühl.

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b erühr’n sich ihre Äste sacht
im Feingefühl des sich wohl mögen
schwingen sie in bunten Bögen
durch die sternenklare Nacht.

Jedes zärteln, jedes streicheln –
jeder sternefunkelnd’ Blick
ist ein zartverliebtes schmeicheln,
ist wie golden leuchtend’ Glück.

Badend in der Augen Gründe,
die lockend wie des Bergsees Fluten –
fern der Menschen Erbfallsünde
fühlt man nur der Liebe Gluten.

© ee

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Traumgärten

die nacht schlägt königsblaue falten
im balsamgarten plätschert der fluß.

der himmel atmet mondträume aus
das sternenzelt fängt mir ein lächeln ein.

im schirm der lampe
erkenne ich sanftträumende augen.

du hauchst herzen
auf das eis deines fensters .

du bist mir mein leben
tief in mir ist glück.

© Chr.v.M.

kein Gedicht.

GEDANKEN an Dich.

Eine wunderbare Wandlung.

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Eine wunderbare Wandlung.

D er Himmel hat andere Farben bekommen
er scheint nicht mehr blau,
gräulich und schwarz
er hat einen anderen Ton angenommen
er glüht jetzt wie goldenes
bernsteinsches Harz

die Wolken sie haben ein and’res Gesicht
sie scheinen nicht mehr
wie Berge und Hügel
sie strahlen in warmem
leuchtendem Licht
glaszart wie schwirrende Engelsflügel

der Regen er ist nicht mehr
feuchtkalt und naß
er schauert nicht mehr
wie eiskalte Tränen
er schleiert in einem rosigen Blaß
und singet in lieblichsten Tönen

der Wind windet nicht mehr
wie Sturmes Gebraus
er zerrt nicht mehr an den Gedanken
er füllet der Liebe liebliches Haus
umspielt es mit duftenden Ranken

die Sonne sie hat sich türkisen gewandet
sie schwimmt inmitten blühender Rosen
der Mond ist in
grasgrünen Sternen gelandet
die zart Deine Seele liebkosen

der Morgen streut
hellblaue Morgenfleckchen
auf nächtliches Dunkel
in werdenden Tag

in jedem Eckchen
ist Lichtergefunkel
und das alles ist Zukunft
in die ich Dich trag

in eine Zukunft prallvoll mit Leben
in eine Zukunft voll berstendem Glück
ich werde Dir all meine Liebe geben
Vergang’nes mein Schatz

kehrt nie mehr zurück.

© ee

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