tagesflattern.

tagesflattern.

d en kuss uns weiß die wolken setzt
die röschen sacht mit tau benetzt.

in allen facetten das grün in den bäumen
auf rindenrau liegen manche träume.

dann pulsiert das leben,
tagfalter schweben.

nun dreht die strassenbahn neue runden
werden aus grauen gestalten –  kunden

und einen *guten morgen*
aus aller munden

in diesen tag, der hier
so ruhig begonnen hat.

© Chr.v.M.

https://christinvonmargenburg.blog/tagtaglich-neues/

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Man geht sehr leise…

M an geht sehr leise
Über Kopfstein Pflasterwege.

Man atmet tief das Grün
Unter den hohen Kiefernstämmen.

Man fängt die Leuchtzeichen auf Grasspitzen
die dankbar sich verneigen.

Man lehnt erstaunt
an alten Mauersteinen.

Man fühlt den Wind wie er vermischt
Vergangenheit und nahe Zukunft.

Man steht dazwischen staunend
im Jetzt und hoffnungsfroh.

© Chr.v.M.

Stolpersteine

Tagtäglich :

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Anderssein…

Bild von Vilius Alvydas Bulotas auf Pixabay

U ngeboren, ungeschoren –
trotz Anderssein nicht abgetrieben.

Liebeslust, Leibesfrucht –
der Berater Glaubensfrust
überwiegend weltverrucht –

hin und her Moralgeschiebe
verhindert selten Fleischestriebe.
Und wenn ein Kind die Welt erblickt
wohl jedes Mutterherz beglückt –

wenn nicht ihre Mit und Welt
verächtlich denkend gegenhält,
und mit ätzend spitzem Munde
„behindert“ schickt in Hörers Runde.

Wer so verhält sich, und auch denkt,
der fährt auf einem falschen Gleis –
wurd‘ irgendwann verkehrt gelenkt
und labert nur gequirlten Scheiß –

denn Andersein ist unser Schicksal –
jeder Mensch ein Unikat.
Der eine trägt ein Kainesmal,
den and’ren quält das Zölibat …

drum sollt‘ ein Jeder sich besinnen,
auf sich und auf sein eig’nes Fehl,
dann würde Miss und Gunst verrinnen
wie durch die Finger feines Mehl

© ee

Tagtäglich : NEUES

https://christinvonmargenburg.blog/tagtaglich-neues/

und wieder…

l eise
den wind einfangen
in eine tüte.

mit beiden händen.

wie er erschrickt
bei dem darauf klatschen
über das LAUT.

© Chr.v.M.

lichtnah.

D ein Balsamgarten umgegraben
auf meinem Schreibtisch.
Zwischen den Furchen der Stirn
blüht die Zuversicht hoffnungsfroh.

Versinkt das Wenn und Aber
unter der Gartenbank
und hinter dem WIR

– lichtnah –

küßt uns ein
Vergiß Mein nicht.

© Chr.v.M.

Lichtbögen.

Lichtbögen.

Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

W enn rundliche Formen
sich mit länglichen schattieren
spalten sich Grautöne
durch bunte Vorstellungen.

© Chr.v.M.

Fernes DU.

fernes DU,

a us dieser poesie
die fäden spinnen

ein immer dich einfangen,
egal wo du bist

gegen die kraft der lyrik,
gibt es für mich keine weite

ausgenommen die tiefen und höhen,
das auf und ab,

um mich stets richtig
bewegen zu können.

© Chr.v.M.