wie nur ohne Dich ?

wie mein herz erschrocken
zwischen deinen ungeschriebenen
worten klebt

wie meine liebe
mit staubbedeckten schuhen
nach dir sucht

wie der sehnsuchtsschmerz
an unserem
seelenfaden rinnt

wie mein fehlender stern
nachtmahnend
die erinnerung verstreut

wie die tiefe
die höhe verliert
und ertrinkt in dem uns

wie liebe die nicht fasten will
zwischen all den dürren tagen
durstend nach dem wir

wie die sprungfeder verrostet
in der fehlenden
gemeinsamkeit

wie die zeit verrinnt
unhaltbar
in unserer wunderwelt

wie falkenfedern
blutig gebunden
hinter unseren fensteraugen

wie durchgestrichene zukunft
unter
flugworten

wie gleiten über
sehnsuchtsbrücken
fehlend mir

dein landeplatz.

© Chr.v.M.

Abschied vom Nordland.

E s zieht mich nach Norden
es zieht mich nach Haus
die Schönheit des Landes
macht trunken.


ich stehe an Deck
in des Sturmes Gebraus
hab`oft schon vergebens gewunken


die Sonne
sie will nicht versinken
am Horizont hält sie sich fest
einmal muß ich noch winken
bevor mein Traum mich verlässt


um mich herum nur die Wellen
um mich herum Einsamkeit
im Wasser – dem mittsommerlich`hellen
macht meine Sehnsucht sich breit


ich weiß nicht
wie soll ich`s beschreiben
durch mein Herz
geht ein schmerzhafter Stich
ich lasse mich einfach nur treiben


und denke
und denke an dich.

©ee

Ewiges gefühlt.

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Ewiges gefühlt.

T ag für Tag
habe ich deine Worte gezählt
zwischen den Zeilen
deine Liebe gesucht
die du maltest mit leisen Worten.

T ag für Tag
habe ich deine Lippen geküsst
und die Melodie gefaltet
die du mir sangst
bis der Wind die Töne verwehte.

T ag für Tag
haben unsere Zeiten gewechselt
wurden Stundenblumen zu Eisgewächsen
fiel der Schnee auf Sonnenblumen
blätterte das Bunt in den Jahresbäumen.

T ag um Tag
bis der vorgezeichnete Weg verbaut war
mit Worten, mit Tönen, mit Küssen
und die Ferne noch ferner wurde
doch im Herzen bist du mir geblieben.

© Chr.v.M.

Abschied …

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Abschied …

Abschiednehmen – nur ganz leise,
wie vom Leben wohl bestimmt –
Abschiednehmen auf eine Weise,
die nicht dem Tod die Würde nimmt.

Lass‘ sie ihrer Wege ziehen
denn alle Seelen haben ein Ziel –
unsere Zeit ist nur geliehen,
das Hiersein immer nur ein Spiel.

Lasse Deine Trauer gleiten
in die Erinnerung hinein –
denn dann wirst auch Du beizeiten
seh’n des Lebens neuen Schein.

© ee

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Ich muß gehen …

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Ich muß gehen . . .

Zeit ist immer allzu flüchtig –
egal wie sie lange sie auch währt,
müht man sich auch noch so tüchtig –
die Zeit ist das, was weiterfährt.

Ich wäre gerne noch geblieben –
bei Euch war es viel mehr als schön,
ich werde von der Zeit getrieben –
bestimmt werden wir uns wiedersehen.

Irgendwann in diesem Leben –
irgendwo auf dieser Welt,
werden wir wieder zueinander streben –
das Schicksal hat es so bestellt.

Die Wunden werden sich dann schließen –
man sieht nicht mehr das Herzeleid,
Blumen werden wieder sprießen –
für uns – und für den Rest der Zeit.

© ee