Töne am Morgen.

Das Lied der Lerche
von lebendiger Fülle,
eine Feder tanzt .

© Chr.v.M.

Ein neuer Morgen …

Ein neuer Morgen …

Leichter Flügelschlag des Windes
treibt lautlos uns’res Lebens Kahn
ein Rufen – leis’ , ein sehr gelindes
zieht uns vom fremden Ufer an

die Zukunft ist’s die uns erwartet
das Morgen – noch in Kindeskleid
wir fühlen uns im Heut’ geborgen
das Gestern liegt zumal ganz weit

Stärke wächst in unser’m Denken
Vertrau’n bestimmt den nächsten Schritt
wie spür’n des Schöpfers Hände lenken
und gehen ohn’ Bedenken mit
.

©ee

am Morgen…

Die Sonne bricht durch dunkle Wolken,
sie bahnt sich krachend ihren Weg –


ihr Strahlen schmeckt wie Sahne,
frisch gemolken,
nach der Katze sich
die Schnute schleckt.

Mit den Enden ihrer Lichtefinger
berührt sie was im Weg ’rumliegt,
ob’s dicke oder krumme Dinger
die jemand g’rad gerade biegt.

Sie teilt in ihrem hellen Wahn
nicht ein in Gutes oder schlecht –
sie zieht gemächlich ihre Bahn
und macht es damit allen recht.

©ee

Bild von Dimitri Houtteman auf Pixabay

Morgenschübe.

Morgenschübe.

mit dem staccato
von gähnenden wachlauten
über noch abgedunkelte nachterinnerung
gestolpert

dann die übergabe der töne
durch gekippte fenster
ins morgenlicht
entlassen

brötchen und kaffeduft
umgerührt in die tageserwartung
bis das jetzt den uhrzeiger
von uns weg rückt

als hätte es
das erwachen
eben
nicht gegeben.

© Chr.v.M.