Freundschaft.

für einander
da sein
mein freund
so ist freundschaft

und vertrauen
mich fallen lassen
und wissen du fängst mich
geliebter freund
so ist freundschaft

entspannen
zuhören
rat geben
trösten
du
das ist freundschaft

die tränen auffangen
trösten
leben lassen
und miterleben
freund
DU

das ist freundschaft

konflikte lösen
stärke zeigen
sie zart zu vermitteln
hörst du ?


d
as ist freundschaft

auch vergessen können
verkraften lernen
und tolerieren,
akzeptieren
freundschaft

gemeinsam lachen
auch streiten
versönen
und weinen
dann wieder klein sein
dann reifen
du
das ist freundschaft

zusammen träumen
realisieren
wünschen
erfüllen
und träume freilassen
deine und meine
das ist freundschaft

dein freund sein
leise und laut
hasserfüllt und liebevoll
starr und beweglich
müde und lebhaft
falsch und wahr

“ Freunde sein „

traurig und fröhlich
flatterhaft und ernst
oberflächig
und
tiefgründig
schwach ganz schwach
dann stark
und kräftig
exessiv
und auch vernünftig

und manchmal
loslassen
freilassen
und wieder zugreifen
einfach

* Freundschaft *

wie
unsere

deine Freundin
Christin

© Chr.v.M.

Geliebtes DU

Geliebter

Sie fallen hinter die sterne
worte aus buchstaben

sinken ein
und sprießen neu

wartend
das ich sie pflücke
sie drängeln sich
im stehen
wachsen

nach meiner bittenden hand
fallen

nein

stürzen vom himmel
wenn du nach ihnen rufst

und ich
sortiere sie dir neu
und streue sie wieder aus

über unsere liebe
das sie in dich einsinken
wieder und wieder
worte

wie :

ich liebe dich !

© Chr.v.M.

der Weg.

der Weg

tief fällt der Schatten in uns
grauumschleiert
auf den Lippen das Lied.

Die Melodie zwischen dir und mir
ist nicht verloren.
unser Tanz mit Schmetterlingsflügeln.

Wind hängt kopfüber
in den Ästen
goldbraun klatschen Blätter den Takt

welch` Ohr hört den Gesang der Sterne
die Melodie ein Sehnsuchtströsten:

Freund Baum wachse mit unserer Hoffnung.

Über all die Jahre
trug ich mein Herz zu ihm
wie zerbrechlich

sind unsere Schmetterlingsflügel.

© Chr.v.M.

Ein kurzes Verhalten…

Ein kurzes Verhalten der flüchtig’ Gedanken
Hand greift nach Schatten der gar nicht mehr da
Die Seele gerät in schlingerndes Schwanken
Sie schlägt Kapriolen – macht Kopfstand sogar

Die Augen schleiert ein blitzender Nebel
Die Ohren trübt ein singender Ton
Die Stimme stummt ein drückender Knebel
Gefühle werden Bilder – die kennt man lang schon

Da hilft nur ein kräftiges heftiges Rucken
Da hilft nur ein schütteln des eigenen Ich
Nach einem kurzen schmerzhaften Zucken
Erkennst du das Leben und fühlst endlich dich.


©ee

********

Wahrheit

Wenn die Wahrheit mit Schleiern behangen
und ihre Konturen versteckt,
dann ist die Klarheit im Nebel gefangen,
und das Leben im Dunste verreckt.

Wenn die Wahrheit erfährt nicht die Ehre,
die höher gewichtet als der Lüge Gebein –
wenn selbst der Gott’sdiener Heere
erliegen manch’ trügerisch Schein,

dann ist es um Welt wohl geschehen,
dann hilft auch kein Lutherkonvent –
weil selbst durch die Gott’shäuser wehen
die Schwaden von „Wahrheit
verpennt“.

Da mag man sich arg echauffieren,
wenn Wahrwelt nicht folget dem Schein –
da mag man das Tun insistieren,
und ändert doch nichts an dem Sein.

Selbst bischöflich wohlgesetzt’ Worte
von Gesten final unterstützt –
klingen wie aus der Retorte
die am Ende dann keinem genützt.

©ee

laubwälder entflammt

laubwälder entflammt

zitronen oder honiggelb,
in rost, ocker, orange die welt
dazwischen in purpurrot
und tiefem burgunder
fachwerkhäuser, ziegelbauten
staunend mir als tageswunder

reedgedeckt geduckte dächer
pilzgeruch der mich umfächert
samtgrün die hügel
es ruht dieser morgen
taufunkelnd schläfrig
und noch ohne sorgen.

© Chr.v.M.