Das Geschenk…

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Das Geschenk …

 

A uf der anderen Seite der Schleuse lag schon seit dem Julimonat ein Schiff. Eines Mittags, als Harm von der Schule auf dem Weg nach Hause war, hatte er das Schiff zum ersten Mal gesehen. Morgens, auf dem Weg zur Schule hin, hatten da in Ufernähe noch nur die beiden Dukdalben gestanden.

Und jetzt hörte er plötzlich Musik, nein, nein – keine Trommeln und Trompeten, nein – gaaanz fein klang es über dem Wasser – die Töne zogen über die blinkernden Wellen dahin, wie im Morgendämmern der feine Nebel über das nachtfeuchte Land zieht.

Der Moorkanal mit seinem schwarzbraunen Kabbelwasser lag nicht mehr so nackend im Land – es schien geradeso, als wenn ihm jemand einen feinen seidenen Umhang übergeworfen hätte.

Jeden Morgen freute Harm sich, wenn er die Musik hörte – dann wußte er, gleich bekam er das Boot zu sehen – es war noch da.

Nach zwei Wochen hatte er sich endlich getraut, jeden Tag ein wenig näher an das Boot heranzugehen, um mutig Moin zu sagen. Und sieh an, der Mensch, der oben auf dem Kajütdach saß und so schöne Musik machte, nahm die Mundorgel aus dem Mund und sagte mit ganz tiefer Stimme: „Moin, mien Jung“.

Das war es denn auch vorerst. Er setzte wieder seine Pustmusik an und Harm hörte ihm zu.

Das hätte er stundenlang können, wenn er nicht schnell nach Hause zu mußte. Er mußte zuhause den Schweinekoben ausmisten und die Hühner füttern.

Seitdem er mit seiner Mama alleine war, mußte er einen Teil der Arbeit auf dem kleinen Bauernhof verrichten.

Alles dagegen lamentieren nützte nichts – sie mußten ja irgendwo von leben.

So eine Mundorgel … jaaaa, die hatte er schon ein paarmal auf seinen Weihnachtswunschzettel geschrieben – erfüllt worden war ihm dieser Wunsch nicht. Zum letzten Weihnachtsfest hatte er diesen Wunsch schon gar nicht mehr geäußert – er wußte ja nur zu gut, wie leer es in Mamas Geldbeutel aussah.

Heute Morgen hatte er dem Spielmann noch zugewunken – was hatte der ihm nachgerufen? Adschüß Harm? Er hatte die Worte nicht so recht verstehen können – der Wind lief so schräg dagegenan.

Heute Mittag wußte er es genau – das Schiff war weg.

Zwei Tränen blinkerten in seinen Augen. Die Musik war weg – der seidene Umhang des Moorkanals war weg. Aber was war daaaas?

Oben auf dem Anbindepfahl lag, in der Sonne blinkernd, eine kleine blanke Mundorgel. Darunter lag ein Zettel, auf dem mit Bleistift geschrieben stand:

„Für Harm, meinen dankbarsten Zuhörer.“

Wenn es dem Kalender nach auch erst Frühherbst war – für Harm war es Heute das schönste Weihnachten seines Lebens.

© ee

Ein Stück lebendiger Vergangenheit …

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Ein Stück lebendiger Vergangenheit …

 

Ich will jetzt nichts von Museumsbesuchen oder Kostümfesten in den Trachten unserer Großeltern erzählen. Mit dem Kulttumult um alte Fortbewegungsmittel hat meine Geschichte auch nichts zu tun. Gleichwohl ist das was ich in den letzten Tagen erlebt habe für mich wie ein Stück wieder auferstandener kostbarer Vergangenheit.

Es begann mit dem Ruf meiner Frau: Das Mittagessen steht auf dem Tisch. Es war mit dem Essensruf etwas später geworden, weil der Kartoffelvorrat in der Speisekammer irgendwie Schaden genommen hatte. Meine Frau hatte deswegen aus einem Geschäft, in dem sie sonst selten einkauft, noch schnell einen Beutel Erdäpfel besorgt.

Und was hat das mit lebendiger Vergangenheit zu tun? fragt jetzt sicher der eine oder andere. Es wird zwar schon seit alten Zeiten in vielen Haushalten zu Tisch gerufen – aber was ist daran das besondere.

Das war auch nicht das Besondere. Das Besondere war erst einmal, daß ich diesem Ruf sofort folgte. Sonst dauert es auch schon mal, weil es ja immer etwas Wichtiges gibt das noch erst zu Ende gebracht werden muß. Wer kennt das nicht – mal ehrlich.

Auf der Tafel im Esszimmer stand ein ganz normales Mittagsmenü. Fleisch, Gemüse, Kartoffeln und Soße. Jeder weiß ja wie es geht – man packt sich von allem etwas auf den Teller und legt mit dem Essen los. Wenn man das Besteck beiseite legt, weil man satt ist, hat man in der Regel von allem etwas gegessen.

Diesmal war es anders. Als ich nämlich mein Besteck zur Seite legte und mir zufrieden über den vollen Bauch, strich hörte ich von der anderen Seite des Tisches ein erstauntes: Bist Du schon satt? Du hast doch nur Kartoffeln gegessen. Ein bißchen Beleidigtsein über die Missachtung von Braten, Gemüse und Soße klang unüberhörbar durch.

Erst da bemerkte auch ich, daß ich mich tatsächlich an den Kartoffeln satt gegessen hatte. Mein Denken war nämlich während des Essens ganz tief in die Vergangenheit gerutscht. Ich saß plötzlich als kleiner Junge zuhause am Küchentisch und verzimmerte Kartoffeln mit Butter die meine Mutter zuvor vom eigenen Acker geerntet hatte. Das war mir ja schon eine Ewigkeit nicht mehr passiert.

Und noch etwas hat der einzigartige Geschmack und die ‚gewisse Körnigkeit’ dieser Kartoffeln bewirkt:

Ein altes Rezept meiner Mutter war plötzlich wieder gegenwärtig. ‚Zuckzack’. Auf Zuckzack waren wir als Kinder immer ganz wild. Ganz gleich ob er Mittags frisch auf dem Tisch stand oder die Reste abends in der Pfanne gebraten wurden.

Eines steht auf jeden Fall fest:

Unsere Kartoffel ist für alle Zubereitungsarten nur noch die ‚Leyla’ vom Lilienhof in Marx.

©ee

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Empfehlungen : Die Nachteule

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für Euch :

Die Nachteule (Die Nachteule / Bildtexte)

Gebundene Ausgabe – 1. April 2016

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Wer mit allen Sinnen in die Welt der Nachteulentexte eintaucht
entdeckt auf jeder Seite ihm, dem Leser, bisher unbekannte Dimensionen der lyrischen Betrachtungsweise.
Lyrisch gewandet erscheint selbst das hässlichste Wort plötzlich gesellschaftsfähig auf der Bühne –

bekommt selbst unaussprechliches Geschehen in allen Dimensionen ein erträgliches Gesicht,
und menschliche Handlungsweisen – und seien sie noch so unmenschlich – werden durch die lyrische Aufbereitung
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Wer sich auf das „Abenteuer Nachteule“ einlässt,
der sollte darauf gefasst sein, alle Höhen und Tiefen des des menschlichen Seins
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Die Reise ins Zuckerhutland.

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Die Reise ins Zuckerhutland.

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Ein Wort vorweg …

 

Laßt euch entführen. Fahrt einfach mit ins Zuckerhutland. Wundert und freut euch mit den vielen märchenhaften Bewohnern über das Leben in einer anderen Welt.

Klettert schnell rein in den wunderlichen Zug. Die Fensterscheiben sind geputzt, und die Plätze schon angewärmt. Vielleicht entdeckt ihr auf der Reise irgendwo eigene Wünsche wieder, oder ihr findet sogar ganz neue Träume – vielleicht möchtet ihr am Ende der Reise sogar im Zuckerhutland bleiben.

 

In den Reiseberichten aus dem Zuckerhutland malt der Schreiber den Hörern und Lesern seiner Geschichten das Gegenbild ihrer wirklichen Welt. Richtig kunterbunt und kopfständisch geht es oftmals zu, doch selbst dann wird niemand die Reise abbrechen, und das Geld für die Fahrkarte zurückverlangen. Wenn ihn manchmal auch nur die einfache Befürchtung daran hindert, dass er im nächsten Reisabschnitt etwas verpassen könnte. In diesen Erzählungen wird jedem die Gelegenheit geboten, seine eigenen Illusionen zu erleben, auch wenn er dabei selber auf dem Kopf stehen müßte.

Ein Taschenbuch mit ausdrucksstarken , kindgerechten Illustrationen von Kensise Anders und Gabriele Lange, geschrieben von Herrn Ewald Eden  für große und kleine Leser

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Die Reise ins Zuckerhutland

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Courage . . .

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S chschscht – – – – – Theo – – – – sie kann sich bald selbst nicht hören, so leise ruft sie ihren Theo.

Man – sie liegt ja auch steif im Bett. So sehr hat sie sich erschrocken, als es plötzlich irgendwo im Haus schreck-lich polterte.

Sie versucht es noch einmal – diesmal etwas lauter.

Theo – – Theo – – dabei kriecht ihre Hand millimeterweise zu ihm hin.

Es dauert fast fünf Minuten, bis sie ihn an der Schulter zu fassen hat – und dann noch einmal genauso lange, bis sie ihren Arm bewegen und Theo schütteln kann.

Dabei hat sie mehr Energie fürs lauschen ins Haus gebraucht, als für die Bewegung zu seiner Schulter hin.

Ihr steht der blanke, kalte Schweiß auf der Stirn. Wie kann man bloß so fest schlafen. Wieder muß sie seine Schulter vorsichtig hin und her bewegen.

Sie traut sich nicht, laut zu werden – und meint, daß man schon ihr Herzklopfen bis zum Nachbarhaus hören kann.

Oh man – wenn diese Angst nicht wäre. Sie würde ihm schon zeigen was es heißt, nicht auf sie zu hören.

Er hat sowieso noch eine Rechnung offen bei ihr – von gestern abend. Wenn es auf der Geburtstagsfeier des Arbeitskollegen auch nichts Vernünftiges zu essen gab – er hätte sich nicht so zu betrinken brauchen.

Nun liegt er da und tut grad so, als wenn er mit der großen Zugsäge zugange ist, und Winterfeuerung sägt.

Schnarcht und liegt, und liegt und schnarcht, und kriegt vom Poltern und Klötern unten im Haus nichts mit.

Sie ist vor Angst am zittern, und kann ihr Nachtzeug bald auswringen. Sie bekommt ihn mit aller Gewalt nicht zu Verstand. Die Einbrecher räumen sicher schon das ganze Haus leer. Sie zittert, als wenn sie mit bloßen Füßen im Schnee steht.

Plötzlich kommt ihr die Erleuchtung!

Draußen am Balkon da steht doch noch die große Leiter. Der plötzliche Regenschauer hat Theo gestern Nachmittag beim Weinranken schneiden vertrieben – und die Leiter ist da stehen geblieben. Weil sie denn ja auch nötig losmußten – zum Geburtstag.

Immer wieder kommt dieser Geburtstag mit dem wenigen Essen und der vielen Sauferei ins Spiel.

Sie kann vor Angst schon keinen klaren Gedanken mehr fassen – sie muß etwas tun.

Raus aus dem Bett. Auf nackten Füßen – damit man unten im Haus bloß keine Schritte hört. Ihr Plan steht fest!

Der Stuhl – wo ist der Stuhl – ahhh, da steht er. Gleich neben der Tür. Theo hat heute Nacht seine Kleider da einfach so drüber geschmissen. Sie legt sein Zeug geräuschlos auf den Fußboden. Wenn Theo das mal tat, wurde er von ihr gleich gehörig angepfiffen – aber dies war ja eine Notlage.

Komisch – denkt sie – was einem Menschen in so einer gefährlichen Situation alles durch den Kopf geht. Manch einer hat ja schon erzählt, daß man in solchen Sekunden sein ganzes Leben an sich vorbei sausen sieht. Sie sieht im Moment aber nur das Donnerwetter an sich vorbeisausen, auf das Theo sich morgen früh gefasst machen kann.

Den Stuhl mit der Lehne unter die Türklinke – damit die Einbrecher nicht ins Schlafzimmer können, und Theo vielleicht totschießen. Wenn sie draußen war – und den Nachbar zu Hilfe holte.

Theo brauchte sie noch – mit wem sollte sie denn sonst ‘rumnörgeln – wenn er plötzlich nicht mehr da wäre.

So – das saß! Da kam niemand ‘rein. Fuß vor Fuß durch das Schlafzimmer – die Balkontür im Zeitlupentempo aufziehen.

Man gut, daß Theo die Türen letzte Woche noch alle geschmiert hat. Zu irgendwas war er ja doch noch zu gebrauchen.

Es ärgert sie im Stillen, daß sie ein Nachthemd angezogen hat – angezogen in der Hoffnung auf Theos gute Taten. Die Hoffnung war Hoffnung geblieben – und klettern könnte sie viel besser mit einer Nachthose an. Verwundert ist sie, daß sie so leise sein kann – im normalen Leben fällt ihr das nämlich bannig schwer.

Bbbbbrrrrrrrrrrrrrrrr….. barfuß im nassen Gras – und das morgens um vier! Aber jetzt – als wenn der Teufel hinter ihr her ist – quer durch den Garten. Beim Nachbarn ums Haus zu – und an das Schlafzimmerfenster geballert. Der Nachbar ist gleich am Fenster. Er hat ein Jagdgewehr in den Fäusten – als wenn er damit geschlafen hat. Sie erklärt ihm hastig die Situation – und dann hasten beide, wie Indianer auf dem Kriegspfad, los. Sie schleichen um das Haus herum – aber seltsam – kein Fenster ist geöffnet, und keine Tür steht offen. Keine Scheibe ist zerschlagen. Was tun? Einen Schlüssel hat sie ja nun leider nicht im Nachthemd – also, der Nachbar mit seinem Püster rauf auf die Leiter, über den Balkon, durch die Schlafkammer. Stuhl weg – Tür aufgemacht – und horchen.

Da sind Geräusche zu hören. Ganz vorsichtig die Treppe runter. Aus der Küche fällt Lichtschein in die Diele. Die Küchentür aufreißen – und lachen – das war eins.

So ein Lachen hat sie ihr Lebtag noch nicht gehört, wie es ihr jetzt aus dem Haus entgegenschlägt.

Als der Nachbar die Eingangstür öffnet, und sie herein läßt, kann sie auch nicht anders – sie muß sich festhalten vor Lachen – und kann nicht verhindern, daß es ihr warm an den Beinen hinunterläuft.

Die Nachthose wäre jetzt klatschnaß gewesen.

Ihren Theo hat der Hunger wohl noch an Kühlschrank getrieben, und in seinem Dunas hat er die Tür nicht wieder richtig zugemacht.

Nun sitzen Katze und Hund einträchtig vor dem hellen Viereck der offenen Klappe, und haben den Inhalt des Eisschrankes unter sich aufgeteilt.

Da sieht man mal wieder, was so ein Geburtstag ohne Essen doch alles anrichten kann.

©ee

 

foto dank https://pixabay.com/

Föör Plattschnakkers … Hannower up Platt

Gesellschaft

Sää mien Grootvoader villicht de Woahrheit, wenner he meen, dat ut Hannower noch ni nich wat Goodes föör de Minschen hier bi us koamen is?

Hannower reep – ov bäter man har mi dor henstüürt. Ikk bün losklabastert as dat hier noch aal schleep, dormit mi dor een Dokter in d’ Lääven keek.
Dat har so een moie Vertelleree worden köänen, wenn ikk dor an denk, wat mi hier in de Tied an Goodes tomöötkoamen is, sietdem ikk süük bün.
De Dach leet sükk good an un dormit, dat mi twee Schandarms, de hoast noch hör Eierschilln achter de Oorn harn, mi in de Willemshoabener Konsumtempel, de sükk ‚Nordseepassage’ nöömt un in de ok de Iiserboahn ünnerkoamen is. Noadem unkünnich Minschen oahn Middelschkott in d’ Nöäs hör de Boahnhoff ünnerd Mors wäch ovrääten hevvt. Oahn dat to mooten, hulpen see mi dör de Leechten van de Foahrschienautmoatenwelt.
Mit Billjetschkalter un frünnelk Iisenboahners dor achter is dat nu joa all laang niks mehr – un hier an d’ Ennen van d’ Welt wor sükk Knien’n un Vossen good Nacht särgen doch all gannich.
De Boahn hannelt jümmers noch netso as to Hartmut Mehdorns Tieden, wor he stilkens sää, de Foahrgasten helpen sükk all up irgendeen Oart sülven – un wenner see ut Nod –weil see mit de Deerten van Automoaten nich trechtkoamen sünd – oahn Foahrschien instiegen, denn griepen wi to un kriecht hör bi d’ Mors wiel see schwaartfoahrn sünd. To dat dübbelt ovkasseern kann de Boahn denn ok noch luut bölken, wat de Lüü doch föör Schoojakken sünd un de Boahn bedreegen, wor de dat doch su all so noar geit.
So ov hoast so is wiers dat Denken in de Woaterkopptoorns dor bi de Boahnverwalters. Bispilln dörföör givt dat joa een Hüüpen.

Noa de de Seesüük utlösend Schkaukelee van de Noordwestboahn kunn ikk mi in Ollnbörch komodich in de Polster van d’ Regionoalexpress hukeln, de mi noa Hannower brengen wüür. Mien krüdeligen Buuk kunn sükk wäär inkriegen – un ikk har Tied un Wiel de anner Foahrgasten bi hör Doon to beluuren.
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Mit de veelen verscheedenhöchtigen Footdeelen in de Waggons föör dat eenfach Volk mach ikk mi nu överhaupts nich anfrünnen. De Boahntuuren van Güstern ween föör mi jümmers wunnerboar – allenich all wäägen dat in de Foahrt lopen köänen up glatten Footdeel oahn Winkel un Hörns.
Winkel un Hörns fabrizeern de Foahrgasten nu oaber joa ton grooten Deel sülven dör de Reev, de Jeden vandoagen mit sükk dör de Gägend pukkelt – un dat schiens ok, wenner he blossich föör een half Stünnen noa sien Schweegermoder ton Koffidrinken will.
Ikk säch woll liekrut Koffidrinken, denn jedeneen, de een moi Köpke Tee vöörtrekken deit, de deit sowat nich, wiel he joa meist üm meist noch een Middelschkott in d’ Nöäs hett.
De Bakkbeesten van Rullschkappen, de de Lüü vandoach stilkens mit sükk rümschlääpen sünd joa dääch so groot as to de blau Engels Tieden de Överseekuffers. Un wiel de nich mehr in de lüütji Gatten över de Sitzbanken passen, loaten de Minschen hör Sakk un Pakk eenfach in d’ Padd stoahn. Van dat kummt schiens ok de Utdrukk, dat is een Stoa in d’ Padd.
As de Toch in Ollnbörch van de Fleutenkeerl, mit de rode Mütz (Rotkäppchens hevvt wi de fröer nöömt) Freefoahrt kreech schunk mi de Tofall – wenner dat hüm överhaupts givvt – een besünner Schlikkerstükk – twee Riegen günntsiet van mi ween twee jung Mannslüü düchdich över dit und wat anners an fabuleern. See leeten oaber ok niks ut bi hör Olldachsbekiekeree. Froo Möller ut de Rezepschon muß dor netso an glöven as de Soak mit de Deern van Direktor Wüppsteert noa de letzde Betriebsfierderee.Tüschein juchhei denn ov un to de een Fendt sien Deert van Büksentaaschkenschnakkfatt, wiel een van buter de Toch ähm gau wat weeten wull.
Un aal dat speelde sükk ov in Auerker Platt – in de Sproak ut mien Haartbloodkuntrei. Woarschiens glöövten de Jungkeerls, wiel see platt schnakken deen, kunn hör nümms van de anner Foahrgasten verstoahn.

Föör mi wee dat sowat as een Upföörung van een nedderdüütschen Koamerbüün, de ikk heel allenich geneeten kunn. Mi hett dat düchdich spiekt, dat dat Spill in Brämen all to Ennen wee, wiel de beid Speelers dor mit Sakk un Pakk utstäägen sünd.
Ikk hevv mi oaber nich wiider argert, un mi vöörnoamen bit Hannower denn son bietji to dusseln. De Boahnhoff verschloapen kunn ikk joa nich – de Foahrt wee in d’ Welfenstaddje joa to Ennen.
Twee Statsjons wiider, in Achim – de Röäk van de groode Brodbakkeree dor in d’ Staddje kiddel mi jüüst in d’ Nöäs – jachterden tomoal Jichterluuden dör de Woagen – dat Kabinett fung wäär an to lääven – mit Lääven dat noch frischker wee as de Speelers van Ollnbörch noa Brämen. Deerns un Jungs de man jüüst över de Dischkant rutwussen ween hukelden sükk up de free Stääen üm mi to.
Tweemoal lüchthoalen loater keem een jung Wichtje as son Bottervöägel anschweeft. Rein achter d’ Puust leet see mi, as see saacht vöör sükk hennschnakkend de Kinnerkoppen tellde – bit dor erlichtert keem: Alle Flöhe sind schon da“

Mit „Flöhe“ meen de krägel Maid dor mirdenmanken de halfwussen Halfwussenen jüüstemang disse Kring van Dartklassler ut de Auerker ‘Finkenbörchschool’, de üm hör to ween as Kükens üm een Klukkhäen de hör ton eersten Moal de Welt buten dat Nüst wiesen deit.

De Koamerbüüns tweede Deel fung an. Niks wee mit dusseln bit de Schaffner kummt. De Vöörhang gung ton tweeden Moal na boaben föör de näächste Vöörstellung. Ditmoal ween de Schauspeelers oaber keen plattschnakkende Jungmanager ut mien Haartbloodkuntrei – dit moal ween dat in d’ Gröönte scheetende Schachgenies – villicht sogoar moal “Großmeister der Zunft”, de all veel Ehr un sülvern Lorbeer van so mennich Turnier in dat Keunichliche Spill mit noa Huus pukkelt harn.
Dör dat komodige un plietsche Verholln van aal de lüütji Oostfreesen üm mi to har mi in mien Besinnen so up Schlach achunfüfftich Joahr noa achtern stuukt – stuuv rin in een Toch van de domoalich Willemshoabener Marinboahn up de eerste un woahrschiens ok eenzige Utfluch van us Voslapper School, bi de aal Kinners un ok de Öllern tohoop ween.
Dat wee säker nich blods föör us Kinner sowat as een Reis ut Dusend un Een Nacht. Nägentein Iiserboahnwoagens achternanner an – vöörn un achtern elks een groodet schwaartet Iisenpeerd vöörspaant – un denn gung dat los. Van d’ Voslapper Boahnhoff (de geev dat wüggelk) över Saan un Voarel up Neenbörch to mit sien Urwald, de de sülvige Noam hett.
Ikk weet nu nich wuveel Koppen dat domoals wäst sünd – ikk weet blossich, dat dat “Flöhe” tellen van use Uppassers een büld mehr Tied fördert hett.
As dat nu ut de Luutsprääkers anfung to räärn: “Hannower – de Toch foahrt nich wiider” dor seet ikk mit mien binnerwendich Denken noch in denn „rökernden Werftblitz“ van d’ Marinboahn ut de füfftiger Joahren irgendwons mirden in dat freeschke Geestland

Dor stunn ikk nu – as ikk ut de Toch klautert wee – in mien kört Hemdje up d’ Boahnhoff – Perron elben, Süüdersied – van d’ Neddersassenmetropol mit dat dreeblodrich Kleebladdje in d’ Staddwappen in de köölige Mörgenlücht. Üm mi to küseln woll Minschen genooch dör de Dach – oaber van Waarmte un van een haartlich Mitnanner kunn ikk niks spöären. Hier hett sükk an dat Ümto woll een büld ännert, hevv ikk bi mi dorcht – dat Minschengood is oaber dör de Tieden dat glieker blääven. Un dat de Hannoweroaners mi dör hör Gedoo künnichmoken dat dat so is – dor bruks ich wüggelk nich laang up tööven.
An anner Iiserboahnploatzen in anner Kuntreien har ikk jümmers glieks – ok wenner ikk frömmd wee – de Waarmte van een Mitnanner spöärt. Dor kunn ikk hier överhaupts niks van föölen.
Sülvst de Biller ut de verleeden Tieden, de ikk van heel ünnern ut mien Weeten ovreep, kunnen mi nich helpen. Ikk wee – ovwoll ikk joa eelich blods retuur koamen wee – up een frömmden Stää laand.
Niks leet mehr so, as ikk dat kennde – blossich de Koal un de hooge Nöäs van de Minschen, dat wee blääven. Dat wee noa Joahrteinden jümmers noch dat sülvige Doon, wenn nich noch düdelker worden.
De mi ut mien Weeten herut vertroode Boahnhoffsvöörploatz, de Kröpke mit de groode Klokk, de Äegi … so as ikk disse Stäen in mi verpakkt har – niks wee mehr so as miene Koppbiller – aalns dat wee kollt un nich to griepen – eenfach steril, so as in Sagrotan düükt – oahn wüggelk Lääven spören to loaten.
Ikk seech blods Prunk un Protz – wor mien Ooch ok henfull.
Stroatenmuskanten seeten woll up de Grund un klömten sükk de Liev ov, Staddstriekers – Minschen oahn Dakk boaben hör Kopp gooten sükk un de Dach üm sükk to mit Fusel un Wermut vull, Schikkimikkitanten ween up Inkoopstuur, schniegelt Mänädscher britschden dör de Vöörjoahrslücht as wenn see Karbid in d’ Achtersten harn – aal dat wat Residenz utmoakt wee dor, blods de Minschen harn nettegroad so good Puppkers weesen kunnt. De kann man foaker noch mehr Föölen ansehn, wenn see in de Dach kieken.
Aal dat, wat ikk to kennen glöövt har, wee joa nu nich mehr. Na joa – moakt ok niks hevv ikk mi sülvst Moot moakt – froachst Du eenfach de Minschen de di tomööt koamt, noa de Richt un de Padd. Schnakken kunn ikk joa noch.
Dat Weeten, wat ikk denn dordör wäär nee dortokräägen hevv, dat har ikk bäter nich to weeeten krägen.
Van söben Minschen de ikk froacht hevv, hevvt mi twee antert, dat see ok keen Hannoweroaners weesen.
Fiefmoal hett man mi blods ankeeken, as wenner ikk de Minschkes fuule Schüldschiens van de Lehmann Broers andreien wull. Een tweedet moal Henkieken wee ikk hör all gannich mehr wert.

Hoapnung gröönte in mi, as ikk, an een Stää in dat wiede Rund vöör de Boahnhoff, een griesed Veerkant to sehn kreech. Ikk hevv dorbi glieks an de veerkantige Steen in Mekka dorcht, un mi föör de Muselmanen bi us in d’ Land hööcht, dat see nu villicht nich mehr in dat wööste Mörgenland pilgern mussen.
Mit dat Denken leech ikk denn oaber joa woll sowat van vöörbi, as us Regeren van de Woahrheit wäch is – un dat is heel moi wiet.

“TICKETT-POINT Üstra” stunn näämich in groode Bookstoavens an de Siedelsmüürn upmagelt.
Dat een Foahrkoartenschkalter as “TICKET-POINT” beteekend ward harr ikk in een noordüütschen Provinzkuntrei nu wüggelk nich verwacht. De Hannoweroaner Dichtbiverkehrsfürsten kunn ikk dat oaber so een bääten noasehn. Wullen see de Besöökers doch säker blods up disse Oart beliekteeken, dat dat joa ok noch denn adeligen Rüpel glieken Noams givvt – un dat de joa Rechten up de ingelsch Kron hett, un mit heel veel Glükk een ingelschen Keunich warden kunn. Liekers moot denn ernstigen August denn all heel veel Glükk un veerhunnerdfüfftich Oknochberechtigten mooten aal mitnanner heel veel Pech hemm’n – denn de veerhunnerdeenunfüfftichste in de Riech to weesen – dat is doch eelich wat van Nümms.
De Tosatz “ÜSTRA” de sää mi tominnst noch wat ut mien Domoalsweeten rut. ÜSTRA hett de Bedrijf all heeten, as de Onibussen in Hannover noch mit Holtgas andreeven wurn un up Haartgummireifens leepen.
Vöör de veerkantige Foahrschienbud seech dat ut as dat in Honeckers DDR vör een HO Loaden utsehn hett, wenner dat dor Banoanen geeven schull.. De Lüü stunnen woll dartich Meter wiet Buuk an Mors üm een Koart to lösen.Wiel ikk oaber joa keen Koart kopen wull – ikk har joa mien Utwies föör Freefoahrt in d’ Taaschke – har ikk solaang tööven mußt bit de anner aal bedeent weesen, wiel anners joa hör Onibus ov hör Stroatenboahn wächwee.
Dat mien Tied denn ok bold wäch wee un mien Termin bi d’ Goodkieker ganz flink güstern wur, dor hett mi nümms noa froacht.
Een ok woll jüüst ut de Provinzi rinkoamen jungen Keerl, de tägen mi stunn, har woll een Oahnung van mien Vertwieflung kräägen, as ikk aal wat ungedüürich hen- un hertrappel.
Villicht stunn mi mien Brast ok all in d’ Gesiächt schrääven -.up jederfall mook he mi up de „Service-Punkt“ in d’ Boahnhoffshaal upmerksoam. Dor wür man mi woll wiiderhelpen – glööv he. He keem joa ok van d’ Land mit sienen Gloven.
Ikk har de jung Kerl as Bedankt för sien Hülp up de Stää am leevsten een Sööten upschnullert – oaber dat harn de Hannoweroaners woll in d’ verkeerde Halslokk kriegen kunnt. In Hambörch ov Berlin is man in dat Denken joa all een bääten wiider in de Waarmte tüschen Broers ovglitscht.
Dat wee in disse Momang ok joa överhaupts nich mien Sörch – mien Sörch wee, dat ikk up Tieds mien Termin inhollen kunn, oahn vöördem noch een Hüpen Doalers föör een Droschke utdoon to mööten. De Roat van de frünnelke Jungkeerl, de ok nich in Hannower to Huus wee, leet mi hoapen, dat disse Bääker mit de suure Klukk an mi vöörbigoahn wüür.
Ikk hevv mi so up mien Stäävelskanten ümdreit un bün in de Boahnhoffshaal trüchbösselt. De Lüü keeken mi all noa, ov ikk woll wat utfräten har un nu föör d’ Schandarms utrieten wull.
Tweedusend Foot har ikk säker all achter mi brocht, sietdeem ikk up Perron elben hannowersched Rebett beträäden har. Ikk bün oaber liekers nich up Kneen fulln un hevv de Grund knutscht.
De „Service-Punkt“ van d’ Boahn wee in de Haal nu wüggelk nich to översehn – ikk weet ok nich, woneem ikk dor een poar Minüten vöördem eenfach so an vöörbischuffelt bün.
Dat Deert seech noa sien Boo-Oart hoast so ut as de Dischen de in d’ Gerichtssoalen de Koppsieden utkleeden.
De sitten dor moi hoch un moi drööch – well dor boaben sitt, de kann de Minschen so richtich van boaben raff ankieken. Dat wee mien eersted Denken as ikk dorvöörstunn.
Vöör dat Dischlerwaark ut bestich Hollt wee ton Glükk vöör mi rein niks los –dat heet, de fief Iiserboahners de boaben up d’ Podium hukelden, harn niks anners to doon as mit sükk sülven wat antofangen. Un dat deeän see denn ok figelinsch. Jüüst dat Mannsbild, dat an häntichsten mit een Kolleechin an rümtütern wee, hevv ik mi denn utkeeken, üm mien Froach lostowarden. Wiel – he seet stuuv in d’ mirden van de Galerie un seech mit sien Seehundsboart so ut, as ikk mi mennich Gerichtspräsidioalen so vöörstellen do.
Mien frünnelk Grööten un mien präziis Froach noa de rechte Padd föör mi dör Hannowers Stroaten wee man nettegroad in sien Bräägen ankoamen, as he ok all van dat Froominsch an sien Siedelskant ovleet, un up mi doalkeem as son Hoabicht, de een Krei de Muus klauen will.
‚Ikk schull gefällichst sehn, dat ikk föör mien Weetensschmacht in de Frömmdeninfo dor buten irgendwons wat to futtern kreech.’
Dorbi weih he mit sien Aarms aal wat dör de Gegend un üm sükk to, as son Elvis Presley Ovklatsch – blods dat de Gummiknoakenkeerl van d’ Mississipi keen Seehundsboart har.
‚De Lüü van d’ Stadd wüürn joa dorföör betoalt, üm sükk mit Turis rümtotargen.
Ov ikk denn nich wuß, dat see hier blods föör Boahnbelangen tostännich weesen. Dat kunn sükk doch jeden de denken kunn denken.’
De veer Kolleechen boaben up d’ Podest un de Minschen üm mi to kreegen hör Bekk gannich wäär to, wiel, so een Rüpelhaftichkeit schiens sülvst föör Hannoweroaner – de joa dör denn ernsthaftigen August joa all een büld wennt sünd – nich Olldach is.
Noadem ikk hüm in mien eerste Reakschon as een nich so moied Körperdeel beteekend hevv, muß ikk doch noch een Froach an hüm loswarden. Ikk hevv hüm froacht, ov he up mien Froach keen Antern wuß – or ov he mi nich antern wullt har.
Up disse Froach hett he mi denn woll antert – un dat is beteekend föör disse Szort van Minschen, de dat woll jümmers gääven ward, de oaber liekers in so een Boahntje niks to söken hevvt. He sää mi liekherut: „ Ich will Ihre Frage nicht beantworten.“
Noa noch mehr hen un her un dat ümsünst utkieken noa een van de goode ole Boahnschandarms keem mi een jung Froominsch in mien Öller to Hülp un wies mi de Padd dör dat Labyrinth van Hannowers Binnerennen. See beliekteeken mi, wor ikk utstiegen muß un dat jüüst dor een Afteek wee un dat ikk de Afteeker man froagen schull – dat wee een heel nümigen un wüür mi säker furrs wiiderhelpen.
Disse Hülp hett mi hulpen, wiel de benöömte Afteeker nich dorup kääken hett ov ikk wat bi hüm koopen wull ov eenfach blods sien Weetenshülp bruks.
Fief Minüten loater un fief Minüten vöör de Tied wee ikk denn dor, wor ikk hen muß.
Retuur noa d’ Boahnhoff hevv ikk denn keen Hülp mehr brukt
Wäär up d’ Boahnhoff ankoamen har ikk dat Glükk, dat dree Minüten loater een Toch noa Ollnbörch gung. Ok van d’ Perron elben. In disse dree Minüten muß ikk mi ok noch entscheeden ov ikk tein Euro tobetoalen wull, or leever annerdhalf Stünnens up de näächste Aarmlüüverbinnung wachten wull. Ikk har mi näämich mörgens up een Normoalfoahrkoart fastlächt.
De näängzich Minüten tööven wee mi noa disse Mörgen denn doch toveel un ikk enter de ICE – ovwoll ikk in disse Momang de 10 € Togeld all son bietji achteran blaaren de. Ikk hevv mi denn flink wäär inkräägen un dorcht, wäch is wäch, un moal mit een Intercity dör de Welt to suusen is doch ok wat.
Tüschen Wulmstörf un Nienbörch keem denn ok verrafftich een Koartenknipser langs de Riegen. As ikk dat vertroode: “Noch jemand zugestiegen” hörde, hull ikk hüm mien Normoalfoahrschien hen, greep in mien Knipke un wull de Toschlach betoalen. Un wat sächt dor de frünnelke Iisenboahner mit een waarmed Lüchten üm de Oogen: “Dat loat man sitten”, un gung wiider noa de näächste Foahrgast üm dor to knipsen.
Dit lüütji Teeken van een Minschke in Boahnuniförm hett mi de Gloven an de Minscheit – de ikk in Hannowers Wööstland all hoast verlorn glöövt har – wäär trüchbrocht.©ee

ewaldeden

De ole Krooch in Wiefels . . .

 

 

De ole Krooch . . .

So richtich ole Krööch, de mutts vandoach söken. Ik do dat geern – blods mennichmoal bün ik rein an vertwiefeln, wenn ik denk ik hevv een funn`n – moak de Döör oapen – twee Trää noa binn`n – un ik stoa in so`n neemodschen Interiör. Krööch oahn Seel. Nich een Oamen van Geschicht, van dat vergoahne Lääven, dat sükk in disse Dörpshaarten ovspeelt hett. In dat lütt Jewerlänsch Kuntrei Wiefels – is all een poar
Joahr her – har sükk so een Hillichdom noch holl’n. De Krooch har een sinnigen Noam.
* Gaststätte zur Erholung * stunn in grode Bookstoaven över de Ingangsdör. Verhoalen kunn sükk dor wüggelk Seel un Liev. Een Meter achter d` Huusmüür leepen de Gleisen van d` Boahn noa Harlesiel. Bi d` Strullen up d` Pissoar drüffst nich mit Aarms ut d` Fenster langen – denn harst de Zuch to foaten. De Krööger sää jümmer:

* Wi hevvt dat eenzige Schiethuus mit Gleisanschluß.*

Överhaupts – de Krööger. He wee een Orignoal as datin de Bööker steit. Us Unkel Fidi – Buschker heet he mit Huusnoam – bruks blods vertelln, un de Froonslüü harn natte Büksen. Wenn ik dat moal verglieken do – so`n neemodschen Animatör lett tägen Unkel Fidi as een Kieler Sprott, de sükk tägen een fetten Bükkling lächt. Unkel Fidi leech de Musik in d` Blood – statt up … mit den Augen eines Gastes een Schnuller hett he as Lütt woll all up een Vigelinboagen rümgnauelt. Sien Geich de kunn blaarn – un up de Klimperkassen van Klaveer, dat in de Ekk stunn, wee he netso in Huus as in sien Puustmusik – wenn he de ole Mundörgel ut sien Büksentaasch trook un ansett to bloasen. So richtich belääven kunns dat, wenn d` up Fieroabend doalgung – een Stünn`n vöör Middennacht ov so. Well üm disse Tied noch vöör d` Tresen seet, de luur dorup. So as Sönndachs in d` Kaark – wenn man up de Paster sien * Amen * tööft.

De heele Dach ween Unkel Fidi un siene Froo up d`Been`n – nie seech man hör moal sitten. Oaber oabends – Klokk elben – greep Unkel Fidi sükk een van de hochbeenigen Schämels van vöör d` Beerhoahn, un klauter dorup. Bevöör dat denn komodich wuur, keem eers de Ansproak an sien Froo :
* Nu goah du man all to Bäed, Tant Heeti, nu word dat hier näämich een bäten schwiensch.* He sää to sien Froo jümmers Tant Heeti, wi hevvt ni niks anners hört. Man kann sükk ünner dat schwiens joa een büld vöörstellen. Nänä – so wee dat nich – dat wat ji nu denken, dat köänt ji vandoach eder up de Schiev van d’ Tellewischen sehn.
Disse Spröäk wee för hüm woll de eenzige Oart, sien Froo noa een langn Waarkeldach van d` Been`n ovtokriegen – denn Schwienkroam – dat sää see jümmers – kunn Tant Heeti up d` Dod nich lieden.
Ovwoll – foaken genooch stunn see noch een tiedlang acher de Köäkendör to luustern, wat dat dor in d’ Krooch figelinsch to hören geev. Een roden Klöär bruks dor oaber nümms bi kriegen. Dorför wee Unkel Fidi een veelsto patenten Keerl.

Wenner hüm well moal so achternrüm frooch, wovöäl Schlukken de een ov anner sükk günnt har, sää he salomonisch: Dat ween woll so twee bit fiefuntwintich Stükk. Dat Froagen wee denn meest doan.
An een grieseligen Haarstdach stunn moal so`n schniegeligen, stadtlüftigen Jehovas Tüügen in d` Gaststuuw – man kunn hüm dat herkoamen anföölen – un frooch in dat versammelde Rundum van de Klukkdrinkers: * Kennen sie Jesus? *  Nümms van de döstich Seeln anter dorup – aal keekens Unkel Fidi an – un denn keem van hum de denkwürdige Satz, de vandoach noch dör d` Jewerland löpt:
* Nä, de Keerl käen ik nich – oaber he mach mi woll kennen – denn Fidi Buscher käent joa een büld Lüü!* Kiek – un dat meen ik, wenn ik säch: Nich een Oahmen van Geschicht löpt dör de neemodschen Krööch. Well dat anners weet, de kann mi dat geern beliekteeken. © ee

Wenn een denn vöörnääm deit . . .

 

 

Wenn een denn vöörnääm deit . . .

Up us Reisen in Soaken Waarkeree sünd wi joa een büld in de Welt rümkoamen – un netsoveel verscheeden Minschen sünd us in de Joahren ok tomööt lopen.
Dat is een heelen grooten klöärigen Billerboagen – dor kunns verrafftich een Museum mit utstaffeern.
Tüschen us Waark un schloapen leegen joa mennich free Stünn’s – de wi up irgendeen Oart in Stükken kriigen mussen.
So hevvt wi denn in elker Kuntrei ok de een ov anner Krooch kennenleert.
Van heel vöörnääm – wor man blossich mit Schlips un Kroach rinloaten wuur, bit hen noa eenfake Beerbuden – in de wi denn so mit us schidderk Aarbeidstüüch inlopen kunnen. So een Beerstuuv – de harn wi eens mörgens üm tein Üür mit dree Mann to foat.
Ähm een Beer drinken – un een spierke wat äten.
Wat dat groot an fastet Äten för d’ Liev givt in sükse Schenken – dat kann man hoast an twee Fingers uptellen.
Frikadell’n un inlächt Eier – Soleier, wenn sükk dor een wat ünner vöörstell’n kann – un villicht noch solten Gurken un suur Herings.
Bi de Fleeschhüdels geev dat meist een Brödchi upto. De Bakkerkluten worden woll blods jedet Neejoahr lävert – för dat heele Joahr. De mussen denn wäär reichen bit Silvester – so luukich ween de meist üm meist.
Us Patzmann wee van Huus ut een heel schniegeligen Fendt – so een bietji ovdreit un spitzkantich. Wenn wi nich wußt harn, dat he in d’ Köälenpott upwussen wee – wiers harn wi Hannower as sien Herkoamen ankeeken. Bevöör de eerste Klukk to drinken up de Toafel stunn, harn mien Broer un ikk all twee suur Herings dorachterneit.
Us stieven Kolleech we sowat to „ordinär“ – dat kunns in sien Kieken läsen – Herings mit Fingers äten! Dat he nich „igitt“ sää, dat wee dat eenzich wat noch dorbi fääl.
Noa dree Beer kreech de Pans in hüm oaber doch woll Schmacht. He spekuleer stilkens mit gluubsche Oogen noa de Glasschkapp, in de de Krööger sien „fast food“ as he dat domals all nöömde, upbewoahr. Van wägen de Fleegens in de Lücht. Us Hannowerverschnitt lett sükk doch verrafftich een Frikadäel mit Brötchi gääven. De Krööger brengt hüm de – un moot furss nochmoal lopen, wiel – oahn Mest un Goabel kunn he doch nich äten. Wat he oahn Mest un Goabel doon kunnt har – dat kunns in de Krööger sien Gesiächt ovlääsen. Us Kolleech kricht Mest un Goabel – lächt sükk sien  Schlakkerlatz trecht – lett nocheen poar Niegelichkeiten över dat Brödchi los – van wägen dat dat so toi is – dat is woll van eergüstern ov so – will mit de Goabel in de Deech stäken, üm mit d’ Mest dorvan een Stükkji ovtoschnieden.
Suust hüm doch verafftich de Bakkerhüdel ünner d’ Goabelspitz wäch – seilt in een Boach to de Noaberdisch hen – un dor so in een groden Beerkrooch.
Nümms sächt wat in de Kroochstuuv. Aal kiekens blods de Goabelstäker an.
De Krööger kummt up sien platt Footen van achter d’ Tresen anschoaven – hoalt mit twee Fingers de Deechhüdel ut dat Beerglas van de Noaberdisch – pakkt dat Deert heel sinnich bi us Patzmann, de mit gleunich Oorn bedrüppelt dorsteit, up de Teller – un sächt hönnichsööt: So mien Jung – nu kanns drup los schnieden – dit Brödchi neit di nich mehr ut.
 © ee

Glükk . . .

 

Glükk . . .

To disse lüütji Geschicht moot ikk eers moal wat vöörrutstüüren.
Wat ji nu to hörn kriecht, dat is nich dorto andoahn dat noatomoaken – dat wiers nich. De meist Minschen de hemm’n joa in hör Lääven säker allmoal wat beschikkt, wat nich so heel up de liek Padd wee. Ikk ok – n’türlich – oaber wenn dat denn good ovlopen is, schull man us Herrgott Bedankt särgen un dat ok dorbi beloaten.
Oaber vertell’n moot ikk dat doch ähm.

Mien Broer un ikk weesen jümmers tosoamen ünnerwäägens up Waarkeltuur.
Wi kropen van mörgens bit in de Nachten up anner Lüüds Footdääl rüm üm moie Footdäälen moaken. Dat wee noch in de Tied, as de Konjunktuur hoch över de Wulkens flooch. Aarbeitslosen kunns in Perzenten gannich utdrükken. De Ünnernäämers leepen achter us an. Vandoach irgendwons in d‘ Büdel haun, kunns vöörgüstern all bi een annern Boas in Dennsten stoahn.
Wi weesen all van Hoahn’nkrein an de heele Dach düchdich an knoien west. De Fieroabend harn wi bold to foaten – meenen wi.

Twee Zirettlängten vöördem keem us Boas up d‘ Boostää. He wee rein ut de Puust, so har he jocht, dat he us noch bi d‘ Bükks kreech. Wee hüm doch verrafftich wat ut sien Kopp floagen – un wi schulln dat noch ähm utplätten. Een öller Minschke har he tosächt noch an disse Dach bi hör Footdääl antofangen. Na joa – wi weesen jung Kierls – Pinunsen muchen wi ok woll lieden, un so muß de Fieroabend noch up us töven.
Dat gung up Oabndsbrodstied to un wee all balkendüster, as wi bi dat öller Froominsch ankeemen.

See har woll de Köäken all utrüümt un laang up us tööft – liekers har see dat Wark för de all Dach ovschrääven.
Wat wee Omoa blied, dat wi nu doch noch bi hör in de Dör stunnen. See wuß gannich so recht, wat see us ut Freud aal doon schull. Wi kreegen to äten un wat to drinken. Tja – un mit dat drinken – dor har denn doch verrafftich een Uul säten. De heele Batterie Buddels, de see in d‘ Schapp har, de keem an d’ Lucht.
Rinspeet, moot ikk eerlich togääven – hevvt wi domoals nich wenn us wat to drinken anboaden wuur. Mien Broer kreech een Doornkoat inschunken un ikk har mi een Kaarsenlakör utkääken. Twee Stükk klukkern in de Glöäs, wiel – so as Omoa meen – up een Been kann man nich stoahn. Un denn mussen wi wat doon.

Omoa seech dat in. So’n bietji tinkeln in us Oogen noa de Buddels henn har see oaber doch woll mitkrägen. Ikk goa in d‘ Stuuv sää see. Helpen kann ikk jo joa doch nich. „Ikk stäel de Buddels up d‘ Köäkenschapp“ – dormit wull see woll särgen, ikk seech woll dat ji noch een möächt. Recht so! Dorvan ov – wi kunn mit dat perzentige Tüüchs eelich good ümgoahn – man dat wi all van dat Lösungsmiddel in de Kläver, wor wi de heele Dach mit togaang weesen, een lütten sitten harn – dat harn wi nich up us Rääkning. So hevvt wi denn bi us Waark elks sien Buddel lössmoakt. Wenn ikk dor nu hör: Igitt – nä, nä – so is dat nich. Dat wee de Tied in een Kierl sien Lääven, in de een Buddel Schlukk wat för twee Mannslüü is – wenn een dorvan niks drinkt. So – dat harn wi hat!

Noa us Waark de Huusdör achter us in d‘ Schlött trukken – mörgen kunn dat wiidergoahn.
Rin in de ole Klöäterkassen van Bully – un noa Huus andoal. Dat wee jo bold Middennacht. Hier in Ossfreesland harn wi dat Foahrtüüch joa noa Huus henschuven kunnt – dat gung dor oaber nich, wiel, wi woanden in een Gägend wor de Stroaten up un doal gungen. Mennichmoal up een Sied een hoogen Baarch un up anner Sied niks as Lücht. Een bäten ümtofoahr’n sünd wi ok – figelinsch as wi weesen – de Hauptstroaten wullen wi denn doch nich ünner de Reifens kriegen. Nich wiel mien Broer nich mehr foahren kunn – nä, dat nich. Oaber Schandarms geev dat domoals ok all.

Wo nöömt man so ’n Tuur up sükkse Padden ok woll? Richtich – up d‘ Spriitpadd noa Huus to.
Dat Foahrtüüchs stunn schnaas jümmers good hunnerd Meter van to Huus wäch, ünner een Stroatenluchtin een Latüchtengaroasch. Dat Foahrtüüchs stunn so moi – dor kunns rein nich sehn, dat de Stüürmann een sitten har. Ikk bün an d‘ Bifoahrersied utstägen un lossteustert. Tweemoal wee ikk all üm d‘ Drei, as ikk spitz kreech dat mien Broer nich bi mi wee. Wäär retuur noa d‘ Foahrtüüch. Mien Broermann de seet noch piedelliek achter d‘ Rüür. Särgen wull ikk hüm, dat he de Stünnens ok annern Dach upschrieven kunn, riet sien Dör oapen – un bamms – licht he mi to d‘ Footen. Wee de Keerl doch verrafftich an schloapen, un ikk froach mi bit vandoach, well us woll heel noa Huus henstüürt hett.©ee

© ewald eden