zur fünften Jahreszeit…

zur fünften Jahreszeit…

Es war die fünfte Jahreszeit
wir Narren hielten uns bereit
um lustig durch die Stadt zu jagen
und Masken dann zur Schau zu tragen.

Im Hexentanz der Fröhlichkeit
begrüßten wir die Frühlingszeit
es wurd` nach altem Brauch und Sitte,
Jeder genommen auf die Schippe.

In Büttenreden Worte schwingen
wir durften tanzen, lachen, singen
Karbatschen knallten, an Rätschen drehen
dem Winter dann eine Nase drehen.

Das Jahr wurd` fröhlich angenommen
wie schnell ist alles doch verronnen.
Am End der Fasnacht man glaubt es kaum
da löste sich alles auf in Schaum.

© Chr.v.M.

Bild von Susanne Jutzeler, suju-foto auf Pixabay

Die Februarmelodie.

Die Februarmelodie.

Dem Kalt des Winter`s knapp entsprungen
platzt hoffnungfroh auf allen Ästen
auf feuchtem Braun zum Frühlingsfeste
der Blätter Vielfalt und gesungen
hat uns die Amsel froh ein Lied

Von Wiederkehr, von Neubeginn
von Hoffnung und von dieser Perle
die vor uns rollt

durchs ganze Jahr

Drum eile nicht, sondern verweile
bestaun` die Wunder dieser Erde

dankbar im Februar.

© Chr.v.M.

Mein Glücklichtag.

Mein Glücklichtag.

Das Gras wiegt sich im sachten Wind
am Bach dreht sich ein Mühlenrad
und in die Hände klatscht ein Kind
ein strahlend blauer Frühlingstag.

Ganz ruhig liegen hier die Felder
und drüben rauschen mir die Wälder
die Blumen blühn in meinem Zimmer
es reflektieren Sonnenschimmer.

Durchs Fenster hab ich dies gesehn,
die Farben glühn, sind wunderschön
und durch das offne Fensterauge
ein süßer Duft und dort die Taube.

Sie trägt die Freiheit und das Leben
in ihrem Schnabel wie ein Segen.
Ein Sonnentag, so strahlend Blau,
dem Heute ich entgegen schau.

© Chr.v.M.

Triumph.

Triumph.

dann windgedrängt im wolkenlicht
küsst sonnenschein das erstes blatt
und auf den zweigen grün sich bricht
im tropfen tau, verwundert matt.

das sich verbergen ist nicht mehr
die wiederkehr nun hat begonnen
es drängt aus erdbraun sich noch schwer
der blütenvielfalt sacht, besonnen

das meislein hielt dem winter stand
sie zwitschert froh ein frühlingslied
ein hälmchen das ins nest sie band
es fattert nun am rand als sieg.

© Chr.v.M.

die Wiederkehr.

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Die Wiederkehr.

Eines abends
trug der Wind
den Frühling
an das offen Fenster.

Leise hatte sich der Tag
mit Blütendüfte gefüllt
sacht noch und vorsichtig
in Farben gehüllt

das der Mond sich verneigte
und voll vor Verlangen
schmal sich
vornüber beugte

seitdem hängt am Sichelmond
die ewige Wiederkehr
sichtbar uns Menschen
zwischen dem Sternenlicht.

© Chr.v.M.

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Erwartungsklänge in Grün.

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Erwartungsklänge in Grün.

Blätter in Smaragdtönen
aufgebrochen
im milden Wind
des Frühlingstages.

Hier zittern Vogellieder
schweben über das Nebeltal
hauchen ihm Klangerwartung
als Zeitenwirbel der Leichtigkeit.

Die zierlichen Blattränder
noch neulichtig.
Nun Kaltende – und wieder
strahlen die Augen.

In meinem Dorf
der blankgeputzten Fenster
Veilchenblau der Himmel
bis zum Tagesabschluß,

ein Verlangen,
Blütensüß aufbewahrt
im Mund noch nach mehr
und Ewig und Wiederkehr.

© Chr.v.M.