Armut hört nicht auf…

Armut hört nicht auf…

A rmut hört nicht auf, nur weil die GROKO fett regiert –
Armut hört nicht auf, nur weil kein Reicher sich geniert –
Armut hört nicht auf, nur weil die meisten satt zu essen haben,
weil – Armut läßt zuerst die hungernd’ Seele darben.

Wer arm ist der gehört nicht mehr dazu,
vor der Armut schließt Gesellschaft ihre Türen zu.
Armut hört nicht auf, nur weil Diäten steigen –
Armut hört nicht auf, auch wenn Politiker
unbedarft des Staates Geld vergeigen.

Armut hört nicht auf, weil Banken reicher werden
und zwar so reich, dass es schon stinkt auf Erden –
Armut hört nicht auf, nur weil die Zahl der Milliardäre steigt.
Armut hört nicht auf, nur weil die Wirtschaft weltverzweigt.

Armut hört nicht auf, nur weil Häuser in den Himmel wachsen,
sei es in Frankfurt/Main oder in Frankfurt/Sachsen.
Armut hört nur auf, wenn alle sich besinnen –
und mit dem was Erd’ an Schätzen hat
ein anderes, ein neues Tun beginnen.

© ee

Vergangene Jugend.

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U nter dem knorrigen uralten Baum,
da hinten im Garten am Bächelein,
träumt’ ich in der Jugend so manch‘ schönen Traum
von einem behüteten Mägdelein.

Nie durft’ ich sie küssen, nie sie berühren –
immer war jemand als Aufpass’ bei ihr –
nie durfte ich sie im Mondschein verführen,
das weckte wilde Gedanken in mir.

Ich sah mich als Ritter auf feurigem Rosse,
in glänzender Rüstung mit blitzendem Schwert,
stürmend die Kammer im gräflichen Schlosse

in der sie die brennende Sehnsucht verzehrt.

Ich sah mich als Gaukler mit trügerisch’ Sachen
verblenden die Eltern durch unsinnig Spiel –
um mich dann schnell auf die Socken zu machen,
mit ihr zu einem unbekannt’ Ziel.

Ich sah mich als Käpten und wilder Pirat
mit Eisenhand und schwarzer Binde,
der unerschrocken der Feste sich naht,
um aus dem Kerker zu retten seine Gerlinde.

Was ist draus geworden aus dem jugendlich Kummer –
die Zeit hat uns um das Erleben gebracht –
so ist das Erinnern in meinem Schlummer
nur noch ein Bild in einsamer Nacht.

© ee

Foto dank https://pixabay.com/de/

zum Tag der Arbeit.

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zum Tag der Arbeit.

A m Tag der Arbeit
wer hat Rechte ?
Der Einheitsbrei plus Meinungsfrei
dann ab mit Euch schnell in den Mai.

Zum Mindestlohn und Rentenzeit
wir fragen uns  -ist`s jetzt so weit-
das Volk verraten und verkauft
die Zukunftsträume abgebaut.

Die Armutsgrenze chancenlos
wem fällt der Euro aus der Hos`?
Schickt Eure Kinder in den Hort
der Mindestlohn wird Zauberwort.

Das Euroland hat sich verrannt
Vertrauen ist jetzt abgebrannt.
Die Alten wühlen in Abfallkoerben
Die Jungen saufen fort die Sorgen.

Noch wird jeder Cent zu viel abgezogen
Vorsorge, Sparen per Gesetz nicht erwogen.
Wer schreit – uns geht`s doch gut – DANEBEN –
sollt` einfach mal als Hartz 4 – Empfänger leben.

Verschließt die Augen
findet Euch damit ab
Ihr Volksvertreter
Euer trauriger Tag.

© Chr.v.M.

Der April streckt seine Waffen …

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Der April streckt seine Waffen …

D er April streckt seine Waffen
mit ihm weicht der Höllenfürst
die Hexen ihre Röcke raffen
fliegen ihm nach auf ihrer Bürst’

Die Menschen haben sich zum Glücke
Scheiterhaufen angezünd’t
der Winter springt in tausend Stücke
der Frühling seinen Einzug find’t

Die lange Nacht kling’n frohe Lieder
vom Dunkel bis zum Morgenrot
die Hexen kommen später wieder
für diesen Sommer sind sie tot

Bist du dann in hohem Bogen
Schlag Mitternacht mußte es sein
übers Feuer weggeflogen
konnt’st dich vom Beelzebub befrei’n

Nun laß die hellen Tage kommen
sie sind des Jahres schönste Zeit
laß scheinen all die kleinen Sonnen
öffne dein Herz – unendlich weit.

© ee

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Vorostern…

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Vorostern.

D ie Sonne steht strahlend im Mittagshimmel –
über dem Rapsfeld Gesumme, Gewimmel.

Der Imker schickt seine Bienen zur Tracht –
sie ernten ihm süße goldene Fracht.

Die Kornblumen leuchten in satten Tönen –
die Menschen sitzen im Schatten und klönen.

Kühe und Schafe ziehen zur Weide –
munter und stetig fließt wieder die Leide.

Die Pflanzen sie sprießen, es ist eine Wonne –
ob Tier, Pflanze, Mensch – alles strebt jetzt zur Sonne.

Die Gärten, sie leuchten wie nur einmal im Jahr –
und schon wissen alle – bald ist das Osterfest da.

© ee

ein wenig vom ich.

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M ag sein, ich bin häufig und öfter gradaus –
doch nimmer bin ich schleim- oder grantig.
Mag sein, dass es dauert bis mancher entdeckt,
dass, wie ich nach außen so auch im Inneren haus’.

Ich mag nicht das freundliche fade Gelaber,
ich mag nicht „es könnte“ und das zögernd „ja aber“,
ich mag ein stets klares verständliches Wort –
ich mag die Bennenung von Zeit und von Ort.

Ich mag gerne Rösser und Reiter benennen,
sodass alle die Opfer und Täter erkennen.
Ich mag einfach sagen was Sache ist,
bezeichne wenn’s stinkt, das Zeug auch als Mist –

und Achtung kann ich denjenigen nur zollen,
die beweisen, dass sie wirklich das Gute nur wollen

© ee

des Dichters Frühlingstasten.

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Des Dichters Frühlingstasten.

Hier wird so frühlingshaft gedichtet,
dass ganz von selber schmilzt der Schnee.
Das kleinste Pflänzchen wird belichtet,
dass es auch jeder richtig seh.

Man spürt ein binnerwendig’ Dehnen,
man liest wie Fühlenspanzer taut –
lasst nur heraus, das ganze Sehnen,
auch wenn euch wer deswegen haut …

©ee