Windspalter auf Stoppelfeldern.

August 049

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Windspalter auf Stoppelfeldern.

W indspalter, Donner und Blitze
Wolkenfelder grau und Hitze.
Drückend kriecht der Strom durch Rohre
Grillen zirpen laut im Chore.

Durch den Tag dringt laut das Summen.

Traktoren die nicht verstummen
Schweißgebadet, Sorgenfalten
Wettergott der hier verwaltet
Was geerntet und was nicht.

Auf dem Abend leis` das Kommen.

Doch geschafft und doch gewonnen
Speicher die sich prall nun füllen
Gottglaube und fester Willen
Regennass nur Strassenrillen.

In der Nacht dann aufgewacht.

Leise surren die Rotoren.
Sternenklar bis in den Morgen
Wettertage, Wechselspiele,
morgens grüßt die erste Biene.

Tage wie ich sie so liebe.

© Chr.v.M.

das THW – Lied

das THW – Lied

D as „Technische Hilfswerk“
ist überall da
wo Menschen in Not sind
das ist doch wohl klar

wir suchen und finden
wir helfen spontan
wir sichern und binden
stets voller Elan

Wir fragen nicht lange
wie konnt’ es geschehen
wir sind einfach da
und immer präsent

wo’s nottut kann man uns „Blaumänner“ sehen
als „technische Helfer“ uns jedermann kennt

Wir sind stets zur Stelle
wenn irgendwo irgendwas geschieht
unser „Helfen“ hilft auf die Schnelle
weil jeder von uns das Richtige sieht

© ee

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Der Regen . . .

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Der Regen .

D er Regen rinnt – er trübt die Scheiben,
er trommelt monoton auf’s Dach –
er läßt die dorren Äste treiben,
er legt die trock’nen Gräser flach.

Der Himmel spiegelt sich in Pfützen
die sich über’s Land hinzieh’n –
das Wasser wird uns allen nützen,
es macht die Öde wieder grün.

Wie haben wir auf ihn gewartet,
gebetet manche lange Nacht –
gelächelt – daß du darauf beharrtest,
du glaubst das Beten Regen macht.

Nun ist die dürre Zeit vorbei
und keiner mehr, der auf dich schaut,
wenn du – ohn ‘ Angst und wirklich frei –
deinem Gott Danke sagst – ganz laut.

©ee

Bild von Pexels auf Pixabay

Auf den ersten Blick …

Auf den ersten Blick …

D as Rind mit seinem glubschen Blick
und der sammetweichen Schnute
es kommt mir nah’, weicht nicht zurück,
will mich berühren, dieses Gute.

Es ist des Lebens Leben pur –
kein Falsch im Blick und auch im Kopfe,
das Fühlen wie gedrehte Schnur,
geflochten zu ‘nem schmucken Zopfe.

Ein wohlbehagt vergnüglich Brummen,
der Kopf neigt sich schräg zu mir her –
ich krauel es ganz sacht am Schopfe,
berühr’ die Hornansätz’ die krummen …

©ee

eine Welt…

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eine Welt…

Eine Welt voll bunter Früchte,
eine Welt voll Träumerei –
diese Welt weckt bunte Süchte,
wo und was es immer sei.

In Feld und Garten gut gediehen,
von liebevolle Händ‘ gepflegt –
und doch das alles nur geliehen,,
von dem der stets das Ganze hegt.

Von dem der alles hat erschaffen,
der Meer und Land entworfen hat –
selbst wenn er ließ ’ne Lücke klaffen,
war es am End‘ ’ne gute Tat.

Drum freut euch an dem reichen Segen,
lad’t zum mitfreu’n jeden ein –
ob Sonnenschein, ob fruchtbar‘ Regen,
es wird ’ne reiche Ernte sein.

© ee

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Bild von Christine Sevdas auf Pixabay

du meine Stadt.

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Du meine Stadt.

D u grüne Stadt am Meer,
du Stadt der sanden Strände –
wie schmerzt es mich so sehr,
seh’ ich die grauen Wände.

Es drückt die Industriekulisse,
die Abluft macht das Atmen schwer –
was ich hier suche und vermisse
ist weg – und das beschwert mich sehr.

Ich ’miss des Kiebitz helles Rufen,
ich ’miss der Möwen grellen Schrei,
wenn wir saßen auf den Stufen
stets unser Badezeug dabei.

Des alten Hafen klotzig’ Mauer –
nah’ ’bei die Bank des Genius,
heut’ wächst da nur noch Campers Trauer,
mit Erholung ist da lang schon Schluß.

Statt Sandburgen mit bunten Fahnen –
die lustig flatterten im Wind –
rattern ständig Kohlebahnen
und Aschestäube machen blind.

Schlote ragen in den Himmel,
vielhundert Meter tief ins Blau –
was einst Natur war trägt jetzt Schimmel,
was grün war einst ist lange grau.

Was sollen wir den Enkeln sagen
warum all dies abhanden kam?
Denn irgendwann werden sie fragen –
und uns bleibt letztlich nur die Scham.

ee ©