ein Herbstmorgen.

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ein Herbstmorgen.

H erbstmorgen zwischen
den Häuserblöcken
die Sonne zersplittert
im rauchigen Dunst

schläfrige knittrige
Menschen eilen
mit hastenden Schritten
um schartige Ecken

aus schnörkelnden Träumen
in Alltag geschmissen
Pflicht drängt sie – Pflicht drückt sie
Pflicht beutelt sie arg

was sie versäumen
die wenigsten wissen
so irren sie
durch den zerrissenen Tag

bis abends die Sonne
die Scherben einsammelt
ein mühsam’ Geschäft
für das strahlende Licht

gebeugte Gestalten
die Türen verrammeln
wofür sie gelebt
das wissen sie nicht
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©ee

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Foto auf https://pixabay.com/de/Herbst

Herbststurm . . .

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Herbststurm . . .

D er Himmel zieht kräftig die Stirne kraus –
der Unmut trübt ihm schier den Blick.

Er schickt den Sturm mit viel Gebraus –
zieht seine schützend’ Hand zurück.

In kahler Bäume Zweiggeäst
streicht er des Windes Töne –

das Meer, es wird im Kopf ganz irr –
schickt seiner Wellen Söhne.

Die gehen mächtig ins Geschirr –
und rollen mit Gedröhne.

Die Wolken fangen an zu weinen –
Tränen schleiern ihr Gesicht,

die Sonne sitzt im All zu greinen –
und geizt mit ihrem Sonnenlicht.

Natur ist in sich reingekrochen –
sie wartet ab in ihrer Hütte,

sie schläft die langen Winterwochen –
bis der Frühling kommt –

mit leisem Schritte.

© ee

Foto auf https://pixabay.com/de/

thanks

entflammt.

l aubwälder entflammt

zitronen und honiggelb,
in rost, ocker, orange die welt
dazwischen in purpurrot
und tiefem burgunder
fachwerkhäuser, ziegelbauten ,
staunend mir als tageswunder
reedgedeckt geduckte dächer
pilzgeruch der mich umfächert
samtgrün die hügel
es ruht dieser morgen
taufunkelnd schläfrig

und noch ohne sorgen.

© Chr.v.M.