Oktoberschlau.

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Oktoberschlau.

Es hellt bedacht das Blau der Wälder
es dampfen braun die Stoppelfelder
noch schläft der Steg, der Weg, die Weiten
sie träumen noch von Sommerzeiten.

Im Nebelmantel Morgengrau
erwacht ein Tag zu neuem Leben
Herbstfarben staunend Wunder weben
im Neubeginn Oktoberschlau.

© Chr.v.M.

Der Donnergott

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Der Donnergott

Der Donner grollt, der Regen fällt,
ein Feuerschein liegt auf der Welt.
Ein Raunen der Erleichterung
geht übers weite Erdenrund.

Vom Schmutz der Menschheit reingespült,
merkt man, wie sich Natur anfühlt.
Alles strahlt in frischem Glanze
ob Baum ob Strauch ob kleinste Pflanze.

Wenn die Welt auf’s neu verstaubt
Gott dann wieder sich erlaubt
uns Donner Blitz und Regen zu schicken,
damit wir können klarer blicken.

© ee

Windspiele . . .

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Windspiele . . .

Der Wind – er flüstert in den Bäumen
erzählt Geschichten wunderbar
er schreibt die Seiten in den Träumen
damit du weißt wie’s einmal war

Der Wind – er rüschelt in den Halmen
berichtet wohl aus ferner Zeit
als wie wenn jemand liest aus Psalmen
es klingt so nah – und doch so weit

Der Wind- er spielt in bunten Bändern
manch fröhliches Gesicht er streift
er greift wohl zart nach Rockes Rändern
wobei manch derbes Lied er pfeift

Der Wind – er kräuselt Teiches Wellen
die Sonne bricht sich tausendfach
in Wassers Lauf – dem hurtigschnellen
läßt Blüten treiben auf dem Bach

Der Wind – er knattert in den Fahnen
die Menschen hoch am Mast gesetzt
er läßt uns seine Kräfte ahnen
wenn er so manches Tuch zerfetzt

Der Wind – er macht die Segel blähen
treibt Schiffe pfeilschnell vor sich her
man kann die Menschen lachen sehen
wenn sie sich tummeln auf dem Meer

Der Wind mit seinen Sturmgesellen
dreht viele Räder uns zum frommen
drum laßt Ideen überquellen
daß wir zu uns’rem Ziele kommen

So ist der Wind der Lebensmacher
ob lind – ob sacht – ob stürmisch wild
auch so mancher harte Kracher
paßt in Windes Lebensbild.

© ee

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Musik bei

Geschehen ist in Zeit gemauert…

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Geschehen ist in Zeit gemauert…

A uch wenn der Tag so für sich trauert –
und läßt Gedanken rückwärts zieh’n –
Geschehen ist in Zeit gemauert
und niemand kann ihm je entflieh’n.

Drum richt‘ Dich ein in Deine Tage
die gegenwärtig Gegenwart sind –
scheinen sie auch mal als Plage –
selbst dann sind es des Schöpfers Kind‘ ….

© ee

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