die Trennung / Ewald Eden

weiter Erzählungen :

wundervolle Pfingsttage wünschen wir

Ewald Eden und Christin v. M.

 

Silvester / Olljoahrsoabend

 

Schon wieder endet ein Jahr …

und „Eden meent …“ meint, dass er da zum Schluß auch noch etwas zu meinen sollte.
Ist eigentlich alles das auf uns niedergefallen, was die Menschen in Deutschland – das, was wir uns alle miteinander in der Altjahresnacht 2017 von dem jetzt sterbenden Jahr 2018 erwartet haben, als wir der abgelaufenen Zeit zum Abschied einen lauten und kräftigen Tritt in den Hintern versetzt haben?
Wenn ich so an den verstrichenen 365 Tagen rückwärts entlang schaue, dann meine ich so spontan von nicht.
Das mit dem alten Jahr in den Hintern treten, das hätten wir mit Verlaub getrost ein wenig sinniger machen können.
Die Energie, die wir dareingelegt haben, die hätten wir uns besser aufgespart für so manchen Politiker- oder Managerhintern, um diese durch einen Tritt in denselben in die Wüste zu befördern.
Das abgelaufene Jahr scheint mir im Rückblick eher wie ein Lotteriespiel, bei dem Deutschland bloß Nieten – bloß Nullen gezogen hat.
Von unseren Politikern kann man doch gewiß nicht einen als Glücksgriff bezeichnen – und bei den Managerlosen, die Deutschland für 2018 gezogen hatte, da könnte man doch ohne Zweifel schon von Betrug sprechen
Ich mag nun für das kommende Jahr 2019 bloß hoffen, dass wir beim neuerlichen Lose verteilen nicht wieder nur in Kot und heiße Luft greifen.
Bei so mancher Wahl im kommenden Jahr haben wir es in den Händen – spuckt also dreimal auf den Wahlzettel, bevor ihr euer Kreuz irgendwo macht.©ee
 
ewaldeden

 

All weddermoal geit een Joahr to Ennen

Un Eden meent, dat he dor upletzd ok noch wat to meenen schull.
Is eelich aal dat up us doalfull’n, wat de Minschen in Düütschland – wat wi us aal mitnanner in de Olljoahrsnacht 2017 van dat Joahr 2018 verwacht hevvt, as wie föör een Joahr de ovlopend Tied een mit Foot in de Mors poast hevvt?
Wenneer ikk so an de verleeden dreehunnerdfievunszärstich Doagen rüggels bilangskiek, denn meen ikk sass van nich.
Dat dat ole Joahr in de Mors poasen, dat harn wi mit Verlööf bäter een bietji sinniger doon schullt. De Kattuun, de wi dorinlächt hevvt, de harn wi us bäter upspoart föör so mennich Politiker ov Mänätscher Mors, üm de dormit in een Wööstenkuntrei to beföördern.
Dat ovlopen Joahr lett mi as een Lotteriespill, bi dat Düütschland blods Nieten – blods Nuller trukken hett. Van use Politikers kann man doch wiers nümms as Glükkstall beteeken – un bi de Mänätscher Losen de Düütschland föör 2018 trukken har, dor kann man doch wüggelk all van Bedreegeree schnakken.
Ikk mach nu föör dat tokoamen Joahr 2019 blods hoapen, dat wi bi dat Losen verdeelen nich ok blods wäär in Schiet un heete Lücht griepen.
Bi so mennich Woahl in Jurop in tweeduusendnägentein hevvt wi Minschen dat in us Füüsten – speet dreemoal up de Woahlzädels, bevöör ji denn jo Krüüz irgendwons moaken.©ee 


erwischt !

Da hab ich den Gesellen vorhin doch  glatt dabei erwischt, wie er sich in meiner Kellerei an den Köstlichkeiten gütlich tat. Ich hab ihm, bevor er wieder auf seinem Schlitten davonsausen konnte, die Zügel weggenommen, Rudi Rednose ausgeschirrt und auf die Weide geschickt – de Koloaskerl de wull doch verrafftich düchdich angeduunt wiiderfoahren. Ikk hevv hüm hier buten antüddert  bit he wäär nöchtern is.

Morgen früh soll es deswegen  wohl mancherorts lange enttäuschte Gesichter und tüchtig Ärger in der Himmelsbäckerei geben, denn WAS sollen sie da mit all den bei den Kindern nicht abgelieferten Stutenkerlen machen? Da werden wohl etliche Stiefel dieses Jahr leer bleiben … und aus den Kloaskerlen wird Paniermehl gemacht.© ee

Een Welt de blods noch verloagen is …

 

 

Een Welt de blods noch verloagen is … 

wieder as bit noa d’ Ennen van de veertiger Joahren van d’ verleeden Joahrhunnerd will ikk nu gannich trüchkieken – noch wieder trüch kunn ikk doch woll noch up een Spierke Woahr, wat denn doch Nümms woahrhemm’n will, tüschen all de Löägens stööten.

To dissed Woahr hört denn ok, dat de Neeäweltingelschen van de annerkant van dat groote Westenwoater de düütsch Kreechsmaschineree mit dat läävern van Drievstoff föör Fleegers, Scheepen, Panzers un Frachtwoagens över de Schwyzer Grens wäch bit up denn letzten Dach an d’ lopen hollen hevvt.

N’türlich hevvt de Pinkerton Arven dor van d’ Potomäcriver dat nich föör lau un umsünst doahn – worbi Nümms so nipp un nau weet, wuveel gülden Kusen ut de in de Kz’s ümbrocht Minschen hör Bekken dör de Hannen van Schwyzer Banklüü un över dat groode Woater goahn is. Ovwoll de US-Regeern dat joa eelich weeten muß, wiel in de twalf Joahrn Duusendjöährich Riek keeneen Spieker in Dschörmäny in de Dodsloagerbarakken kloppt worden is van de de Amis nich to weeten kräägern hevvt. De grooden Räkenhülpen van IBM hevvt dat to de Tied näämich aal moi fasthollen – un IBM in Düütschland wur to alltied van Woaschingten ut stüürt.

To dat Woahr hört ok to, dat de Nörwäger Wikingers ni nich wedder Düütschen in hör Kuntreien sehn wulln. Ünner dat düütsch Besetten un Utplünnern harn de Minschen in Nörwägen föör duusend Joahr genoch lääden, hett mi in de loateren Joahrn in Stavanger moal een ölleren Wikinger weeten loaten.

Un nu stoaht wedder Tein-Duusend düütsch Suldoatens in dat Landje mit de lange Küst un dat veele Gas un Ölich ünner sien Böäverst Land un Woater. Düütsch Suldoatens, över de de blau gääle Papa Heuss as de eerste zivile Landsvoader noa de verlorn Kreech sächt hett dat dat hör ni nich wedder gääven schull – un dat hett he to een Tied sächt, as de büppersten Uniformeerden in Düütschland längs wedder hör Knobelbäkers antrukken harn. Dor hett de Keerl netso loagen as in Eenunszäßtich up de anner Siet van de Iistern Vöörhang de Spitzboart Walthermit sien Utsoach, dat Nümms dör Düütschland een Müür trekken wull.

Dat Spill heet in de Endveertiger Tied blods nich mehr Wehrmacht un noch nich Bundswehr – Amt Blanck stunn dor an de Dören schreeven. De Gesichten in de Koppen weesen oaber de sülvigen as Vöörtieds bi de Wehrmacht und noadem bi de Bundswehr ok.

Ikk froach mi denn woll allmoal, woneem dat herkummt un woneem dat henschall. Schall dat de Frää in d’ Welt säkern ov schall dat wäär Bott föör een wassend Volk moaken? Liekers ok wat föör Löägens dor achter stoahn – de Gesichten de domoals un vandoach dor an verdeenen sünd jümmers noch de sülvigen – ok wenn see anners utseegen.© ee

 ewaldeden2018-10-26

Eine Welt die bloß noch verlogen ist …

weiter als bis zum Ende der 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts will ich nun gar nicht zurürückblicken. Noch weiter zurück könnte ich wohl auf ein Quäntchen Wahr, das denn doch niemand wahrhaben will, stossen.
Zu diesem „Wahr“ gehört denn auch, das die Neueweltengländer von jenseits des grossen Westenwassers die deutsche Kriegsmaschinerie mit den Lieferungen von Treibstoffen für Flugzeuge, Schiffe, Panzerfahrzeuge und Lastkraftwagen über die Schweizer Grenze hinweg bis auf die letzte Stunde am laufen gehalten haben. 
Selbstverständlich taten es die Pinkertonerben da im Weißen Haus am Potomac River nicht für lau und kostenlos – wobei niemand so genau weiß, wie viele goldene Zähne aus den Mündern der in den Vernichtungslagern von NS-Schergen umgebrachten Menschen durch die Hände der Schweizer Bänker auf den Weg über den großen Teich gebracht wurden. (Eine weitgehend nicht bekannte, aber mit Sicherheit horrende Menge des gleißenden Edelmetalls lagert noch heute in schweizer Tresoren.)
Obwohl die US-Regierenden ja eigentlich wissen mußten, weil nämlich im 12 Jahre währenden Tausendjährigen Deutschen Reich nicht ein einziger Nagel in Germaniens Todeslagerbaracken geschlagen wurde OHNE dass IBM davon erfuhr. Die großen in Deutschland installierten Rechenhilfen des US-amerikanischen Imperiums hielten von Anbeginn des Grauens nämlich jede auch nur irgend staatliche Aktivität akribisch fest. IBM fungierte für die NS Administration in den Jahren quasi als Cheflogistiker.
(IBM Deutschland blieb stets unangetastet unter der Regie des Mutterkonzern in den USA.)
Zu dem “Wahr“ gehört auch, daß die Norweger Wikinger nie wieder Deutsche auf ihrem Territorium sehen wollten.
Unter dem Ausplündern und Brandschatzen durch die deutschen Besatzer hätten seine Landsleute für Tausend Jahre genug gelitten. So hat es mich in späteren Jahren in Stavanger mal ein älterer Wikinger wissen lassen.
Und jetzt stehen wieder Zehntausend deutsche Soldaten in ndem Land mit der langen Küste und dem vielen unter seinen Land- und Seegebieten lagerndem Gas und Öl. 
Deutsche Soldaten, von denen der Blau/Gelbe Papa Heuss als der erste zivile Landesvater nach den verlorenen Kriegshändeleien sagte dass es sie nie wieder geben solle. DAS entfleuchte seinem Munde zu einer Zeit, als in Deutschland die obersten Kommandoführer bereits wieder ihre Knobelbecher blankgewienert hatten.
In dem Moment hat der Kerl ebenso gelogen wie auf der östlichen Seite des Eisernen Vorhangs der Spitzbart Walter Ulbricht in 1961 mit seiner Aussage, dass niemand beabsichtige quer durch Deutschland eine Mauer zu errichten. Wenige Tage später stand dieses steinerne Werk.
Das Soldatenspiel hieß in der Endvierziger Zeit nur nicht mehr Wehrmacht und noch nicht Bundeswehr – Amt Blanck stand über dem Ganzen zu lesen. Die Gesichter der Köpfe waren aber die gleichen wie Vorzeits bei der Wehrmacht und nachdem bei der Bundeswehr auch.
Ich frage mich hin und wieder schon einmal, wo es herkommt und wo es hingehen soll, das Spiel.
Soll es den Frieden in der Welt sichern, oder soll es wieder Raum schaffen für unsere bedrängte Nation.
Gleich was auch für Lügen dahinterstehen – die Gesichter die damals wie auch heute daran verdienen sind immer noch dieselben – auch wenn sie mittlerweile anders aussehen.© ee
ewaldeden2018-10-26

quiertjen-fluppen.

Spiralenflüge

Du jagst Gedanken
durch meine Adern.
Sie treiben prickelnde Träume,
entfachen Gefühle, lassen uns schweben.
Du entfaltest Liebe, wirfst sanft den Umhang
schützend über Gemeisames.
Geborgenes vertraut sein, wohlfühlen.
Wir sinken klammernd in uns
und fangen an
zu leben.
© Chr.v.M.

quiertjen-fluppen

Du jochs bannig Gedanken
dör mine Odern.
Sei tickelt mine drooms,
mookt, dat mine geföhl`s schwääft.
Dei drievt tickelnde dröme,
mookt mine dröme schwääbn.
Du häve ganz fiene geföhle
un du deis din mantel üm mi.
Geborgen wän, sick gaut feuln.
Wi sinkt un hoolt us fasse tausomen
un fanget tau
läben an.
© Chr.v.M.

Tiedverteer’n …Die Zeit verschlingt Zeit

Die Zeit verschlingt Zeit

und Gegenwart ist zum Leben bereit.
Vergangenheit setzt ihre Zeichen –
nicht hindernd, nicht störend,
doch auch niemals weichend.

Ein Ring schließt sich,
damit er sich öffnen kann –
sonst käm man im Dasein doch nirgendwo an,
sonst würd es doch niemals ein Heute geben,

und im Morgen,
da würde die Zukunft nicht leben.

© ee

Tiedverteer’n …


De Tied verteerd de Tied 
dat Nu dat wacht up d’ Lääven.
dat Güstern teekend Teeken
nich kroakich, nich stopperich
un stoadich noa vöörn

de Kring schlutt sükk
dicht bi – man kann d’ hörn
un so, dat he sük wäär öäpnen kann
anners keem man in d’ Lääven
doch nargenswons an

anners wüür dat doch ni nich
een „disse Tied“ gääven

un in Mörgen,
dor wüür de Tokunft nich lääven

© ee

„Roode Kappen“ …

 

 

 „Rotkäppchen’s“ …

Bald können sich die Menschen in unserem Lande gar nicht mehr an diese Sorte von Mannsleuten erinnern.
„Rotkäppchen“ das waren doch die Kerls mit den roten Mützen auf ihren Köpfen und die Trillerpfeifen in den Mündern, die jedermann vor der Abfahrt eines Zuges weit und laut trillern hören konnte. Wenn sie denn die grüne Kelle in die Bahnhofsluft streckten, dann wusste der Fuhrmann in dem eisernen Pferd vor den vielen Waggons, dass er dem Zug unter sich Dampf geben konnte – er konnte die Pferde von der Leine lassen. Die blitzenden Schienenstränge waren frei für sein Ungetüm von Dampfroß für den nächsten Galopp durch das weite Land.
Wer von uns Schuljungs wollte nicht einmal wenigstens Lokomotivführer werden? Zumindest eine zeitlang in der Schulzeit … Lokomotivführer die konnten soviel dampfen und rauchen wie sie wollten – da kam niemand und gab ihnen eine Backpfeife, von wegen der „Schmökerei“ oder zog ihnen die Ohren deswegen lang. Allein die Vorstellung dieses freien Lebens ….
Eines Morgens in diesem Herbst wurde ich mit Kattun in meine Kindheitsträume von irgendwann einmal „Rotkäppchen“ zu sein, zurückgeworfen – ich war zumal von so vielen roten Kappen umgeben, als wenn sich alle Bahnmenschen von damals bei mir vor der Türe getroffen hätten. Und dabei wohne ich doch gar nicht auf einem Bahnhof – und der Bahnhof in unserer Stadt ist auch kein richtiger Bahnhof mehr Seit längerer Zeit hat man da auf jeden Fall schon keine Züge mehr abdampfen sehen – auch wenn das keiner so recht wahrhaben will. Nun sind mir zumindest „meine Rotkäppchen“ da zwischen Autostrasse und Fußweg vor meinem Zuhause eine Weile treu geblieben.© ee
ewaldeden

 … un nu dat heele Waark up Nedderdüütsch ov ok woll plattdüütsch

„Roode Kappen“ …

Bold köänt sükk de Minschen in us Landje gannich mehr an disse Szort Mannslüü besinnen
Rotkäppchens – dat weesen doch de Keerls mit de rode Mützen up de Koppen un de trillernd Piepen in d’ Bekk, de man wiet un luut trillern hörn kunn. Wenn see denn de grööne Lääpel hochtillden un in de Boahnhoffslücht hullen, denn wuß de Foormann in dat iisterne Peerd, dat hee de Toch ünner sükk Damp gääven kunn – he kunn de Peerd van de Liin loaten – de blenkernd Gleisen ween free föör hüm un sien Ungetüm van Damproß föör de näächste Galopp dör dat Land. Well van us Schooljungs wull nich moal „Lokomotivführer“ warden? Tominnst een Tiedlang in de Schooltied … de kunnen soveel schmökern un rökern as see wullen – dor keem denn nümms un geev hör wekk an d’ Bekk, vanwägen „Schmöken“ – ov trukk hör de Oohrn lang. Alleen de Vööörstellung ….
Eens Mörgens in dissen Haarst bün ikk nu mit Kattun in miene Kinnerdrööm van „Rotkäppchen weesen“ trüchschmääten wurn – ikk wee tomoal van so veele roode Kappen ümgääven, as wenn sükk aal de Boahnminschen van domoals bi mi vöör de Döör droapen harn – un dorbi woahn ikk nichmoal up een Boahnhoff, un de Boahnhoff in us Staddje is ok gannskeen Boahnhoff mehr. Siet een längern Tied hett man dor upjederfall all keen Toch mehr ovfoahren sehn – ok wenneer dat nümms so recht woahrhemmen will. Nu sünd mi tominnst „miene“ Rotkäppchens tüschen Autostroat un Footpadd vöör mien Tohuus een tiedlang tröö blääven. © ee
ewaldeden

Der „ehrliche “ Bischofsprotest …

 

 

Der „ehrliche “ Bischofsprotest …

und das ‘kanonische Recht’
Die Feistgesichter, Sagenstrichter
spucken hehre Worte aus –
sie tun als wär’n sie Geisteslichter,
dabei sind sie nur Glaubens Graus.
Grell betuchte bunt’ Gewänder,
Glitzergold wohin man schaut –
kein Blick fällt auf Gesellschafts Ränder,
das Einzige, man betet laut.
Man betet laut, das man bedauert,
das solches Untun Regel war –
bis auf den Umstand, daß man mauert
sei doch alles Sonnenklar.
Die Täter wurden „amtsverschoben“,
gar möglichst noch im Nahbereich –
mit einem dichten Netz umwoben,
so lauernd auf den nächsten Streich …
Die „Opfer“, oft alleingelassen,
steh’n am Rand‘ der Zer’monie –
das fasse doch wer es kann fassen,
ich für mein’n Teil, ich kann es nie.
 © ee
ewaldeden2018-09-28