mein Tausendsassa.

M ein Kätzchen ist ein Tausendsassa
ein Mäusekiller, Fliegenhasser.

Auf leisen Pfoten schleicht er an
und schnurrt ganz laut, zeigt was er kann,

mit einem treuen Wimpernschlag
täuscht er den Hund , den sie doch mag.

Der wedelt freudig, freut sich dann
sein Kätzchen , dieser Katzenmann.

Fängt sie den Schwanz und welch ein Graus
blitzschnell ist`s mit der Freundschaft aus.

Dann jagen beide durch Wohnung
bei so `nem Spiel gibt`s keine Schonung.

Da fliegen Vasen, Tassen, Teller,
der Hund wird dann vor Schreck noch schneller.

Bis irgendwann ihr Futter lockt
und Katz und Hund gemeinsam blockt.

Da sitzen sie, es ist wie immer
unschuldig beide dann, im Zimmer.

© Chr.v.M.

natürlich auch hier:

https://christinvonmargenburg.blog/unser-kinderhaeuschen/katzchengedichte/

Momente . . .

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Momente . . .

T äglich macht er seine Runden
immer an diesem Haus vorbei
seit er sie sah – ist er gebunden
sind die Gefühle nicht mehr frei

Ihr Blick ging tief in seine Seele
er währte nur sekundenlang
seitdem ist zugeschnürt die Kehle
als hängt sein Herz an einem Strang

Sie muß in einem Käfig leben
und wenn er noch so golden blinkt
er muß ihr ihre Freiheit geben
auch wenn dafür der Kerker winkt

Nichts anderes ist in seinem Kopfe
sein Mut wird größer – riesengroß
packt die Gelegenheit beim Schopfe
und schneidet ihre Gitter los

Der Weg ist frei – sie kann entfliehen
kann leben wo es ihr gefällt
kann in die Freiheit sich verziehen
doch zögerlich sie innehält

Sie folgt ihm dann auf seinem Wege
dankbar seine Hände leckt
und ist es auch wohl noch so schräge
sie hat ihr Herz für ihn entdeckt

Sie hat ihn dann nicht mehr verlassen
die Katze mit dem roten Fell
Gott hat sie lange leben lassen
sie wurd’ sein treuester Gesell’.

© ee

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