Hoffnung ist alles…

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Hoffnung ist alles . . .

D ichte Wolken,
dunkle Tage
alles das gibt es im Leben
doch ist noch so groß die Plage
es wird auch noch was and’res geben

schau nach vorn
schau durch die Wolken
dahinter scheint ganz hell die Sonne
das Leben gibt dir Freudensicht
das Herz erfüllet sich mit Wonne
wenn sie dann
durch die Wolken bricht

drum bleib nicht steh’n
umgeh die Steine
such deinen Weg
und stolper nicht
du merkst
zu keiner Zeit warst du alleine
von irgendwo scheint stets ein Licht .

© ee

Wanderer…

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W anderer, es gibt nicht Weg
noch Stock noch Stein –
es gibt nur Sein.

Wanderer, es gibt nicht Erde,
es gibt nur Steg
der Ziel dann werde.

Geh’ nur hinüber – find’ das Leben,
das dir vom Schöpfer ward gegeben.
Tritt nur nicht fehl bevor’s erreicht,
sonst bist du schnell vom Tod gebleicht.

Liegst als Geripp’ an Weges Rand
mit gespenstisch’ knöchern’ Hand –
die nicht mehr greift, die nicht mehr packt,
weil gebleicht’ Gerippe nichts mehr zwackt.

© ee

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Stolperstein…

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Stolperstein  …

E s trubelt stets der Welt Getrubel
tönt agressiv wie Sturm’s Gebraus
aus Kehlen ertönt falsch Gejubel
für empfindsam Ohr nur ein Gesaus
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Bejubelt wird vieles was man selber versaut,
und eigengelobet so manch krummes Handeln –
anstatt man den Mist um die Ohren sich haut,
und zumindest versucht es zum Guten zu wandeln.

Man watet im Brei der alltäglichen Lügen,
lobpreist als gelungen selbst das übelste Machen –
nimmt wissend in Kauf dass die Balken sich biegen,
hat für die Nöte der and’ren nur höhnisches Lachen.

Mensch ist oft gnadenlos „Ungetier“ –
verdrängt krass jederlei Mitgefühl –
ist oft auch nicht der Schöpfung Zier
sondern Stolperstein

in Lebens Spiel.

©ee

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Bild von Michael Gaida auf Pixabay

thanks

Das Dasein…

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Das Dasein…

D as Dasein ist ein Stiegenhaus
mit wechselnd breiten Tritten
schreit’ nur fürbaß und munter aus
mit aufgeweckten Schritten

schau immerzu wohin du läufst
stapf niemals so ins Leere
weil du sonst einfach so ersäufst
in Weltens Lebensmeere

kein Rettungsring
kein Tau zum greifen
kein Mensch dich aus dem Wasser zieht
hörst nur vom Ufer fröhlich Pfeifen

wenn aus dir das Leben flieht…

© ee

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und weiter ?

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und weiter ?

J eder Atemzug brennt Löcher
in die Seele und ins Herz
wohin ich schau seh ich nur Köcher
mit vergiftet Pfeilen
deren Spitzen purer Schmerz

die Luft ist schwer mit Hass geladen
kein Platz mehr für des Lebens Freude
er zieht in dichten dunklen Schwaden
macht daß man alles Licht vergeude
macht daß man sich selber nicht mehr mag

man spürt um sich
plötzlich nur Gedränge
scheut stets vor dem nächsten Tag
und treibt sich selber
in die Enge.

© ee

Des Moores Heilkraft …

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Des Moores Heilkraft …

Anfangs der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts befanden sich bei uns im Hause stets einige gut gefüllte 5 Liter Blechgebinde mit der Aufschrift: „Reichenhaller Moor“. Irgendeine von meiner Mutters Nachkriegs-Handelsbeziehungen hatte ihr diese Gabe der Natur zugespielt. Bis kurz nach des Krieges Ende stak meine Mutter ja durch den Torfabbau im eigenen ostfriesischen Moor noch regelmäßig mit ihren Gliedmaßen im Moor und wußte von da um die heilbare Wirksamkeit dieses Naturelementes. Durch den in der Nachkriegszeit einsetzendem wirtschaftlichen Aufschwung wurden die Reichenhaller animiert ihren „Schatz aus dem Moor“ ausser den dort kurenden Gästen auch landesweit an Gelenkbeschwerden leidenden Mitbürgern zu erschliessen. Sie kurbelten den Versand in Blechkanistern an. Eine lange Zeit erfolgreich für die Versender UND mit meßbaren Erfolgen für die Anwender. Ich habe miterleben dürfen, wie sich das Befinden etlicher Nachbarn, Freunde und Verwandten durch die Anwendung des Moores in Teil- oder Ganzbädern spür- und sichtbar besserte bis hin zur völligen Gesundung. Frau H. aus Berlin zum Beispiel, mußte, als sie als Badegast bei uns Quartier bezog, von 2 Männern hereingetragen werden. Die Arthrose machte ihr ein freies Laufen unmöglich. Nach 4 Wochen intensiver und regelmäßiger Moorbäderkur verabschiedete sich die alte Dame (85 Lenze zählend) lustig ihren Gehstock schwingend vergnügt von uns. Ein Jahrzehnt später traf ich Frau H. auf Norderney wieder – sie genoß einen Kuraufenthalt im dortigen DRK Mütterkurheim – zwar um 10 Jahre älter geworden, aber noch ebenso agil und mit Freude am Leben erfüllt wie zur Stunde ihres Abschiedes von uns die Jahre zuvor. Sie hatte die permanenten Mooranwendungen beibehalten und damit Arthrose und Arthritis von sich ferngehalten.

Irgendwann stellten dann die Reichenhaller Versender ihren Betrieb ein und meine Mutter wechselte notgedrungen auf ein Produkt aus der Pharmaproduktion über: Sie testete „Salhumin“ – und das bis zu ihrem Abschied mit fast 90 Jahren aus dem Hier. Regelmäßig zweimal die Woche Teilbäder für Hände und Füße und ergänzend am Wochenende ein Vollbad mit Salhumin-Zusatz. In ihrem letzten Jahr unter uns verfügte sie noch über eine Fingerfertigkeit (z.B. an der Nähmaschine) die uns als weitaus Jüngere immer wieder in Erstaunen versetzte.


©ee 

9685995 on Pixabay

thanks

Hört genau hin …

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Hört genau hin …

L aut tropft die Stille durch die Nacht
mit jedem Plopp ist Zeit verschwunden
wie gut dass Gottes himmlisch Macht
uns begleitet durch die Stunden

Unmerklich für uns Erdgeschöpfe
sorgt er für unser Wohlergehen
füllt Seeles leergekratzte Töpfe
lässt Unverstand ins Nichts verwehen

Er schenkt uns inneren Denkensfrieden
beseitigt unseren Wollensmüll
sodass im Ansatz schon vermieden
was uns sonst nicht gelingen will.

© ee

Foto dank https://pixabay.com/de/

Die Welt.

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Die Welt.

D ie Welt
von hoher Warte betrachtet
erkennst du sie als Majestät

doch Mensch
ist leider zu befrachtet
begreift es immer viel zu spät

Natur
braucht nicht uns Erdenwürmer
ohn’ uns käme sie passabel aus

fühlt Mensch
sich auch als Himmelsstürmer
in Wahrheit
ist er bloß ’ne Laus

eine Laus
im Garten der Natur
präsent an vielen Plätzen

hinterlässt eine zerstörte Spur
bei seinem
durch das Leben hetzen.

©ee

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