Es fallen Rosenblätter.

E s fallen Rosenblätter

betörender Duft der Süße
über mir lächelt dein Mund
und flüstert zärtliche Worte

ich falte dir einen Schmetterling
er webt dir Liebe
zart in die Luft.

© Chr.v.M.

im Duett

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im Duett

W enn der Wind mir Worte flüstert
lausche ich still dem Blätterlied
wenn der Wind mir Worte wispert
höre ich nicht was sonst geschieht.

Tauche Töne dann in Farbe
zeichne Noten auf`s Papier
fragt der Wind was ich vorhabe
beantwort  ich`s mit dem Klavier.

© Chr.v.M.

Neues auch auf meiner Worthaus SEITE : fast schon vergessene Worte

https://christinvonmargenburg.blog/inventur-der-gedanken/farbpunkte/iustum-est-fast-schon-vergessene-worte/

Dem Himmel ein Stück näher …

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Dem Himmel ein Stück näher …

E in guter alter Freund, mit dem ich über Jahre keinen oder nur sporadischen Kontakt pflegen konnte, war durch des Schicksals Walten mir unversehens wieder ganz nahe gerückt worden. Seine langjährige Partnerin, mit der er gemeinsam in jugendlichen Drangjahren so manchen Strauß mit einer dahinsiechenden politischen Gesellschaft ausgefochten hatte, war, für ihn und sicher auch für andere, vor Jahresfrist ohne große Vorwarnung von seiner Seite abberufen worden. Das war mir aus diversen Nachrufen in den medialen Netzwerken bekannt.

Nun hatte mich eine Mutter aus meiner unmittelbaren Nachbarschaft gebeten ein paar Momente der kirchlichen Trauung ihrer Tochter zur Erinnerung für sie im Bild festzuhalten. Die Besiegelung des Eheversprechens würde durch den Pastor der Baptistengemeinde in deren Bethaus in Jever stattfinden.

Ohne zu zögern und ohne zu wissen auf wen und auf was ich dort treffen würde, sagte ich zu. Erfreut, verblüfft und verwundert zugleich erkannte ich in dem Bräutigam meinen alten Freund aus einer vergangenen Zeit.

Klar hatte er und auch mich durch nicht so schöne körperliche Unbefindlichkeiten in der äusseren Erscheinung ein wenig verändert – meines Freundes innere Einstellung zum Leben hatte aber offensichtlich auch eine bedeutsame „Kurskorrektur“ erfahren. Von der Rebellion zur Reformation – so war mein Denken bei unserer Begegnung während der Trauzeremonie. Mein Freund war für mich auf der Suche nach einem neuen Weg für alle seine Tage. Die Bitte an mich, doch seiner in Kürze anstehenden Aufnahme in die evangelisch-freikirchliche Baptistengemeinschaft und der damit verbundenen Taufe beizuwohnen habe ich dann mit Freuden und einer gewissen unbekannten Erwartung von etwas Ungewöhnlichem entsprochen.

Irgendwie trieb mich auch die Neugierde, denn die Art und Weise der Taufe sollte ja nicht den allgemein bekannten Ritual der „Kleinstkindstaufe“ – mittels einer priesterlichen handvoll geweihten Wassers auf das Haupt des Täuflings getröpfelt – der christlich ausgerichteten Amtskirchen in unserem Lande entsprechen. Meine Wißbegierde wurde gestillt, mein „Unwissen“ in dieser Hinsicht gründlich ausgeräumt, denn was mich beim Eintritt in den auf allen Plätzen gefüllten Kirchenraum berührte war ein Willkommen der Seelen aller in dem Raum anwesenden Personen. Die hingebungsvoll an der Orgel sitzende Organistin, der Anblick der augenscheinlich mit ihrem Instrument verschmolzenen Flötistin und der mit seiner Klampfe eins gewordene Gitarrist bildeten eine den Ohren wohlgefällige Klammer um die mit fröhlicher Begeisterung singende Gemeinschaft. Und in alldem lebensfrohen Miteinander der Generationen wurden mittendrin schon lebenserfahrene Menschen als Geschöpfe Gottes nach Johannes des Täufers Vorbild „ganzkörpergetauft“.

In dem Moment ging mir auf, dass mein Freund nicht mehr nach seinem Weg suchte, sondern dass er ihn gefunden hatte. Ich muß gestehen, dass auch ich mich in diesen Augenblicken dem Himmel ein Stück näher gefühlt habe.

©ee 

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natürlich auch gespeichert in unserer Schreibwerkstatt 2 hier auf Worthaus

Schreibwerkstatt 2

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Bild von Andii Samperio auf Pixabay

thanks

Sternentrost.

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Sternentrost.

E s leuchtet mir dein Stern Mutter
in meinen grauen Tagen
ich wollte dir ganz leise
noch stellen viele Fragen.

In deinen Augen lag immer
die Liebe wie ein Schimmer.
Ach wär es ewig doch so sanft
noch lange mir geblieben.

Heut wachst du über mir Mutter
es leuchtet mir dein Stern,
tröstend, er ist geblieben
und die Erinnerung

an all die schönen Jahre.

© Chr.v.M.

geschrieben und aufbewahrt hier für eine Internetfreundin

die mich um ein Gedicht bat,

für Ihre heimgegangene Mutter.

neue Tage…

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neue Tage…

u nd dann zeichnet
wind
wolkenweich
tausend herzen
himmelleicht

und dann bebt
und schwebt das samtblau
über wiesengrüne halme
rau im beugen, fruchtkornwippen
tausend samen die nun nicken

und dann ist es
zart ein summen
und im tanzen schmetterlinge,
und sie kreisen, tanzen,
fliegen,

bienen, hummeln,
die dort brummen
mit der leichtigkeit des lebens
arbeitsam, summend,
entschweben.

© Chr.v.M.

Meine geliebte Liebe . . .

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Meine geliebte Liebe . . .

Du mein großer Schatz –
geh mit mir auf die Reise,
wir beide wissen uns’ren Platz –
der Wind singt seine Weise.

Das Dünengras – es wiegt in Wellen –
gleich unserer Gefühle Sturm,
in Mondes Licht – dem sanften, hellen –
sieht man die Strahlen hoch am Turm.

Das Wasser wispert auf den Strand –
belecket jede blanke Muschel,
auf uns’rem Platz am Dünenrand –
ich mich an dich kuschel.

Die Stunden ziehen still vorüber –
unser Verzehren Blüten treibt,
wir fliegen hoch – und immer wieder –
ich liebe dich – die Liebe schreibt.

©ee

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Foto dank https://pixabay.com/de/