Ein Gefühl…

Ein Gefühl ist tief ins Herz gebrannt,
auf ewig spürt man diese Zeichen –
irgendwer hat es als Liebe benannt
und diesem Empfinden kann keiner weichen.

Es macht Vergangenes lebendig
und malet lässig neue Bilder –
es treibet um und um beständig,
Mal zärtlichleis und mal lautwilder.

Vergangenes ist stets so nah,
dass es fast schon Zukunft zeigt –
ist nicht nur das, was gestern war,
wenn leicht das Rot zu Kopfe steigt.

Man hört den Pfiff des ersten Sehen
und drehet sich verwundert um –
weiß dann genau, es ist geschehen,
weil man laut fühlt des Herzen Bum.

©ee

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Ein Morgen am Deich . . .

Ein Morgen am Deich . . .

Der Morgen hat mit vieler Mühe
sich von der dunklen Nacht befreit –
in Nebelfeldern stehen Kühe,
in Baumes Wipfel Krähenstreit.

Das feuchte Gras umspielt die Füße,
man fühlt die Mutter Erde pur –
sie sind wie zärtlich liebe Grüße
aus Gottes unberührter Flur.

Stille liegt auf braunen Watten,
der Deich – er schlängelt sich dahin –
er wehrt die See – vor der wir hatten
Respekt in unserem Kindersinn.

Die Möven segeln zu den Wolken,
ihr Kreischen macht den Tag mobil –
über schimmernd schwarzen Kolken
streicht ein Kiebitz ohne Ziel.

Der Blick, er streift den Horizont,
verhält an schwarzen Muschelstrichen –
bis dahinter – dicht in Front,
ist das Meer zurückgewichen.

Im Sand am Flutsaum meine Zeichen,
verschwinden in der Ewigkeit –
nichts kann dauern – muß stets weichen,
alles hat hier seine Zeit.

©ee

EWIG

EWIG

Wo meine Träume
sich verfangen,
hinter deinem rechten Ohr
mein Lächeln.

Wo meine Liebe liegt
auf deinen Lippen
vor deinen Augen,
zwischen unserer Hoffnung.

Wo ewig bleibt das Wir,
nicht nur in unserer Sehnsucht
du Liebster,
auch in unserem Herzen.

© Chr.v.M.