Das Band.

Das Band.

Bild von Harmony Lawrence auf Pixabay

Worte deine
wie Schneeflocken
tanzendes weiches
mich streifen

finde den Glanz
auf deinen gesetzen Buchstaben
wie kleine funkelnde Häubchen
die in der Sonne blühen.

Dann fange ich deine Gedanken ein
und Fragen wehen
in dürren Bäumen
wie bunte Bänder.

lieber Freund
daraus möchte ich dir
ein Band flechten
nach dem du greifen kannst

ich halte fest in meiner Hand
das andere Ende
unserer Freundschaft
leise dankbar ich.

© Chr.v.M

Bild von Alfred Derks auf Pixabay

Verbundenheit . . .

Verbundenheit . . .

Silbern funkelnde Sterne
nachtesheller Strand
die Wellen laufen von ferne
auf endlos weißen Sand

Strandkörbe stehen wie bunte Eulen
im watteweichen Mondeslicht
von Wattenbänken Seehundheulen
ihr Lied sich an den Dünen bricht

Am Strandkorb siebzehn ‘ne Laterne
beleuchtet still ein Liebespaar
er flüstert leis’ – ich hab’ dich gerne
und streichelt sacht ihr weißes Haar

Seit über fünfundfünfzig Jahren
ist dieser Strandkorb ihr Revier
wenn sie auf diese Insel fahren
verleben ihre Sommer hier

Sie haben hier in all’ den Jahren
viel schöne Dinge kommen seh’n
sie haben aber auch erfahren
daß viele Freunde mußten geh’n

Sie genießen hier jetzt jede Stunde
so – wie sie aus dem Himmel fällt
in dieser wunderbaren Runde
in dieser schönen Inselwelt
.

©ee

Bild von Sandro Porto auf Pixabay

nur DU

I ch hab in meinem Kopf
wieder angebaut
es reichen die Wände
schon nicht mehr aus

ich denk nur noch an Dich
und das herrlich laut
in mir drin
ist ein strahlendes Bilderhaus

an jedem freien Plätzchen
vom Souterrain
bis in die oberste Spitze

hängen liebliche Fotos
von meinem Schätzchen
vor denen ich oft stundenlang sitze

es duftet nach Rosen
es schmeckt nach Kakao
ich möchte Dich kosen
Du einzige Frau

© ee

tief ins Herz gebrannt:

Liebe

E in Gefühl ist tief ins Herz gebrannt,
auf ewig spürt man diese Zeichen –
irgendwer hat es als Liebe benannt
und diesem Empfinden kann keiner weichen.

Es macht Vergangenes lebendig
und malet lässig neue Bilder –
es treibet um und um beständig,
Mal zärtlichleis und mal lautwilder.

Vergangenes ist stets so nah,
dass es fast schon Zukunft zeigt –
ist nicht nur das, was gestern war,
wenn leicht das Rot zu Kopfe steigt.

Man hört den Pfiff des ersten Sehen
und drehet sich verwundert um –
weiß dann genau, es ist geschehen,
weil man laut fühlt des Herzen Bum.

©ee

unsere Augenblicke

u nsere Augenblicke

gefühle in worte fassen
phantasie in farbe ausdrücken
leben in bildern
festhalten

unsere augenblicke
wie ein regenbogen
bunt geworfen
gespannt von dir zu mir

zärtliche augenblicke

deine hauchzarten wortflocken
im erlesen so einzigartig
unter tausenden gefühlten
kristallenen liebessternchen

unser im wir augen blicke

im traumschweben verschmelzen
gemeinsam im wir verglühen
in prismafarben satztropfen
und glückliches einsinken

augenblicke unsere

ein zeitkuß
zärtlich an uns gedrückt
auf ein wieder und wieder
und wieder

augenblicke ewig unsere .

© Chr.v.M.

danke das es dich gibt.

Du einzige Liebe . . .

Du einzige Liebe . . .

W as heißt schon Vernunft
wenn es um die Liebe geht –
was heißt schon Zukunft
wenn der Atem Gottes weht

Was heißt schon Schicklichkeit
und denkt doch an die Leute –
was heißt schon ihr seid doch zu alt,
und wir haben heute.

Gestern, heute, morgen, immer
wenn uns der Hauch des Schicksals streift
ist die Welt ein kleines Zimmer,
in dem die Zeit die Zeit begreift.

In dem die Zeit begreift das Leben,
in dem die Zeit es möglich macht,
daß wir uns ganz dem andern geben,
uns auch im Sturm der Himmel lacht.

In dem man an den andern denkt,
mit Blumen in der Seele –
in dem man sich dann selbst verschenkt,
mit Jubeln in der Kehle.

Das Zimmer möcht’ man nie verlassen –
dort möcht’ man ewig glücklich sein –
man möchte nur zwei Hände fassen
und sagen ich bin immer dein.

©ee