Spuren.

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Spuren . . .

D ie Tränen die der Wind verweht –
sie sind das Salz des Lebens,
die Hoffnung in der Hoffnung steht –
man weint sie nicht vergebens.

Die Spuren im Gesicht der Seele –
gezeichnet vom Entbehrten,
man sieht, daß uns das Liebste fehlte –
sie uns das Glück verwehrten.

Das Bild, daß man im Herzen trug –
es konnte nicht verblassen,
man jedem auf die Finger schlug –
der es wollte fassen.

Die Zeit verstrich – sie malte Bilder –
behängte viele Wände,
für uns war’n es bloß Hinweisschilder –
wie wegweisende Hände.

Alles das – es war kein Spiel –
nur – wir mußten warten,
und plötzlich tat sich auf das Ziel –
wir war’n in unserm Rosengarten.

© ee

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die kleine Bank

Auf der kleinen Bank ich hegte –
zwischen der Birken Grün,
wo ich unsre Liebe pflegte –
tat ich mich zärtlich müh’n.

Meine Tränen kühlten –
verwischten mir den Schmerz,
ich weiß – wir beide fühlten –
mit nur ein einzig Herz.

Die lichten Schleier der Gedanken –
erfüllten mich mit Leben,
zerrissen meine Seelenschranken –
es gab nur noch ein einzig Streben.

Zu dir, zu dir, zu dir mein Schatz –
nirgend anders möchte ich landen,
wir beide wandern zu dem Platz –
an dem wir uns einst fanden.

Wenn ich dann in der Dünen Weite –
dort, wo die wilden Rosen blüh’n.
unserer Liebe Platz bereite –
umwerb’ ich dich – so jugendkühn.

Du wirst dich mir ergeben –
wie in der jungen Zeit,
wir beide werden schweben –
über die Wolken weit.

©ee

ewig.

Ich hab’ auf den Grund deiner Seele gesehen
sah blühende Wiesen und plätschernde Bächlein
fühlte den lindesten Frühlingswind wehen
und wärmenden lieblichen Herzsonnenschein

unter schattigen Bäumen herrscht himmlische Ruh’
kein lautes Gebaren will stören
in meinen Träumen da träum ich nur „Du“
dir will ich für immer gehören

ich möcht’ nicht mehr wandern in frierender Welt
möcht’ fliehen den flüchtigen Schmerzen
möcht’ daß deine Sonne mein Leben erhellt
am Lieblingsplatz in deinem Herzen

möcht’ nie mehr verlassen den seligen Ort
möcht’ nie mehr in Kälte erschauern
ich gehe nie mehr nie von dir fort
unsere Liebe wird dauern

wird dauern bis in die Ewigkeit
wird dauern über die Zeiten
mich aufzugeben bin ich bereit
ich möcht’ dir den Himmel bereiten.

© ee 2005

still berührt…

Der Mandelblüten zitternd Schweigen
des Mondes Tränen still berührt
auf dem See der Wellen Reigen
die Seele durch die Träume führt

die heiße Sehnsucht deiner Augen
sich tief in mein Verlangen brennt
fühl sie an meinem Herzen saugen
egal auch wieviel Welt uns trennt

das leise wispernd Spiel des Denken
der Hauch deines Begehrens Glut
ich spüre dein dich selbstlos schenken
ich fühle es du bist mein Blut

du bist der Spiegel meines Sein
du bist mein gestern und mein morgen
bist meiner Liebe Herzensschrein
nur bei dir bin ich geborgen

© ee 2005

Sommerliebe …

Sommerliebe …

Blühender Mohn
auf unseren Lippen

die Fülle des Sommers im Blut
Kornblumen schmücken
verlangende Körper
in deiner Wärme geruht

Flirrende Hitze
mit dir getrunken
Flügelschlag unter der Haut
sehnsuchtsvoll rufende
segelnde Schwalben
haben ihr Nest schon gebaut

Süßes verstecken
am Rande des Kornfelds
Halme sich wiegen im Wind
wir sind mit den Wolken
ins Traumland geflogen
wo dieses und alles beginnt

Wir haben gefunden
wonach uns gesehnt
wir gingen verloren im Lieben
wir haben die Stunden
mit Küssen gedehnt

ach – wäre es nur so geblieben.

©ee

Sehnsucht …

Sehnsucht …

Der Himmel weint
schon wieder kalte Tränen
wer hat ihn
des Gefühls beraubt

ich möchte mich so gern
im Himmel wähnen
jedoch find ich hier bloß
öd’ Wüste – wüst und verstaubt

ich möcht’ so gern
auf rosa Wolken schweben
möchte zärteln
unsrer Liebe Glück

möcht’ mit dir
auf Himmelswiesen leben
möcht’ nie mehr

in die Welt zurück

ich weiß
du weißt um mein Begehren
ich weiß
du fühlst es als Geschenk

wirst nie mein Wollen
ernst verwehren
weiß es mit jedem Denken
dass ich denk …

©ee

Gefangen . . .

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Gefangen . . .

Es zog mich nach Norden
mit kraftvoller Hand
die Sehnsucht – sie war Bild geworden
als ich am Vänern in Värmland stand

die Sonne hing über der Bäume Spitzen
goß über die Wellen ihr flüssiges Gold
im Wasser des Sees sah ich sie blitzen
als wenn sie mir etwas sagen wollt’

ich hört’ ihre Stimme
sie rief zu mir her
ich könnt’ es beschwören
sie lief über das Meer

sie nahm mich gefangen
ich bin nicht mehr frei
wo ich auch sein mag
sie ist immer dabei

sie ist ein Stück von mir selbst geworden
die heimliche Sehnsucht
nach dem märchenhaft’ Norden …
…. und Heute hat sie mir Botschaft gebracht

sie schickt mir ’nen Troll
und ein quirliges Elfchen
der Kleine verhielt sich geheimnisvoll
während das Flügelmädchen freudig gelacht

ich hab sie verstanden, die unbekannt’ Zeichen
ich konnte sie lesen in ihrem Gesicht
und plötzlich spürte ich Widerstand weichen
er schmolz einfach dahin im nordischen Licht

als sie mich verlassen blieb etwas zurück
wie Goldstaub auf harschigem Grunde
er war von den Flügeln der Elfe gefallen
bedecket die Fußspur des Trolls in der Runde

da wußte ich,
sie haben die Zeit nicht vergessen
die ich bei ihnen
am Vär hab’ gesessen

© ee

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der Raum in unserer Seele.

Deine Augen spiegeln die Tiefe der See –
so unergründlich wissensschwer
ich bin so gern in deiner Näh’
das Fühlen – es läuft kreuz und quer

Dich riechen baut die tollsten Träume
ist wie der schönsten Rose Duft
ist süßer wie des Zuckers Schäume
in Kinderlandes Kirmesluft

Flüchtig Ding sind unsere Zeichen
im weichen Sand an Wassers Saum
sie müssen schnell der Zeit entweichen
doch ohne Zeit ist unser Raum

Der Raum in dem die Liebe lebt
der Raum in unserer Seele
wo alles nach Erfüllung strebt
wo nur das Herz befehle
.

© ee

das sehnen nach dir…

das sehnen nach dir…

ich sitze auf dem tag
der himmel über mir
ist ausgefranst

blasse sonne
milchiges wolkenschweben
vereinzelte sonnenstrahlen glänzen

zwischen meinen fingern
quetscht sich die luft
unhaltbar

hochtönt der wind
lässt sehnsucht zitternd
durch mein haar fallen

verfängt sich hinter dem ohr
dem rechten
ein leise flüstern

wie ein gruß von dir.

© Chr.v.M.

mein DU

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mein DU

es wird noch zärtlichkeiten geben
wenn alle zeiten sich verschieben
wenn sonnen sich verdunkeln
und nachtumfangen dich
und mich umarmen

es werden unsere tränen sein,
wenn zeitverweht die träume klingen
die leergefegte wege sprengt
die wir durchrennen einsam
dann zum uns

es wird noch liebe geben,
wenn windverweht mir leere zeiten
den klang nehmen,
ewig unkaputtbar bleibt sie
zwischen DIR und mir.

© Chr.v.M.