quiertjen-fluppen.

Spiralenflüge

Du jagst Gedanken
durch meine Adern.
Sie treiben prickelnde Träume,
entfachen Gefühle, lassen uns schweben.
Du entfaltest Liebe, wirfst sanft den Umhang
schützend über Gemeisames.
Geborgenes vertraut sein, wohlfühlen.
Wir sinken klammernd in uns
und fangen an
zu leben.
© Chr.v.M.

quiertjen-fluppen

Du jochs bannig Gedanken
dör mine Odern.
Sei tickelt mine drooms,
mookt, dat mine geföhl`s schwääft.
Dei drievt tickelnde dröme,
mookt mine dröme schwääbn.
Du häve ganz fiene geföhle
un du deis din mantel üm mi.
Geborgen wän, sick gaut feuln.
Wi sinkt un hoolt us fasse tausomen
un fanget tau
läben an.
© Chr.v.M.

Der „ehrliche “ Bischofsprotest …

 

 

Der „ehrliche “ Bischofsprotest …

und das ‘kanonische Recht’
Die Feistgesichter, Sagenstrichter
spucken hehre Worte aus –
sie tun als wär’n sie Geisteslichter,
dabei sind sie nur Glaubens Graus.
Grell betuchte bunt’ Gewänder,
Glitzergold wohin man schaut –
kein Blick fällt auf Gesellschafts Ränder,
das Einzige, man betet laut.
Man betet laut, das man bedauert,
das solches Untun Regel war –
bis auf den Umstand, daß man mauert
sei doch alles Sonnenklar.
Die Täter wurden „amtsverschoben“,
gar möglichst noch im Nahbereich –
mit einem dichten Netz umwoben,
so lauernd auf den nächsten Streich …
Die „Opfer“, oft alleingelassen,
steh’n am Rand‘ der Zer’monie –
das fasse doch wer es kann fassen,
ich für mein’n Teil, ich kann es nie.
 © ee
ewaldeden2018-09-28

Twee besünner Hunnen

 

Twee besünner Hunnen

 

Us Stuuvenschkapp de wee ut schwaart Eeken moakt – de middelste Döör van d‘ Ünnerdeel wee ut blankpoleert Wuddelholt.

Achter de Glasschieven in de Upsetter blenker een Lakörkaraffe mit de dorto gehörigen Glöäs.

Dat wee heel fien Kristall ut Itoaljenien. Su wuur dat tominnst bi us in Huus jümmers sächt.

De har mien Voader van een van sien Foahrten mitbroacht – wiel – mien Voader de wee Seemann. He har in sien Boantji veel van de Welt sehn.

In de Karaffe is nie nich Lakör inwääsen – un ut de Glöäs is nie nich drunken wurden. Wi weesen joa man aarm Lüü, un dor geböör sükk suwat ähm nich.

Ikk hevv dat in mien Kinnertied nich anners sehn, as de tinkelnden Glöäs achter de Schieven.

Dat wee Moder hör ganze Stollt. Ikk mach woll bäter särgen, dat wee hör halwige Stollt – de anner Hälft de stunn näämlich an de Sieden van dat Böverdeel.

Dat weesen twee Hunnen – twee witte Porzelloandeerten.

See harn laang Schlappoorn – een moiet Gesiächt upmoalt, un een güldigen Kett üm de Hals mit een groodet Schlött dor an.

Dat weesen us Ingelsch Hunn’n. De har Voader ok van de Reis mitbrocht. Wenn Moder nu meen, dat see alleen in d‘ Stuuv wee, denn streeken hör Hannen allmoal sinnich över dat witte Porzelloan. Dorbi keek see denn ut, as wenn see mit hör Gedankens heel wied wäch wee.

Kinneroogen de seecht sowat.

Dat wee Joahren loater – Voader leech all laang ünner de grööne Grund un Moder wee mit hör Woahnung noa wietwäch trukken – dor stunnen de Hunn’n jümmers noch an de sülvige Stää. As wenn see an dat Holt fastwussen ween.

Hör schwielich Hann’n sträken noch mit de sülvige Lichtichkeit doröver hen, un hör Oogen wiesen mi bit toletzt, dat see mit hör Gedankens noch netso wiet wäch wee, as för füfftich Joahr.

Har hör Keerl hör ok nich veel Goods doan in hör Lääven – de Leevde to hüm de seet jümmers noch in hör Haart.

As ikk all een utwussen Minsch wee, hett mi een olen Koptein – ünner de mien Voader noch noa See to foahren is – moal verklokfidelt, wat dat mit de ingelsch Hunn’n för een Bewennt har.

So een Seereis, de düür meist laang. De Scheepen ween foaken wäkenlang – ov wat säch ikk – moantenlang up dat wiede Meer ünnerwägens. In elker Hoaben, de dat Scheep up de Reis anleep, gungen de Seelüü an Land. Wiel – see harn joa meist düchdich Schmacht in de Büx. De eegen Froonslüü seeten joa moi hoch un drööch wiet wäch in Huus.

In elker Hoaben geev dat domoals ok all Doams, de för sowat een fiksen Hand harn. Wenn dat nu jüüst een ingelschen Hoaben wee, wor dat Scheep fastmook, denn wee dat so een eegen Soak.

In dat britannisch Keunichriek dor wee Leevde verkoopen verboaden. De Schandarms in de Hoabenveedels – de Bobbies, as een Ingelschminsch woll sächt – de harn dor een bannich schkaarp Ooch drup. Mennichmoal ok woll twee Oogen, wiel dat joa ok blods Mannslüü weesen.

Up jederfall mussen de Doams mit de Klöäterbüssen heel moi woahrschoo hollen, wenn see de Lüttmanndjis van de schmachtigen Seelüü wat to futtern geeven.

Dat givt oaber joa niks up de Welt, wat een strammen Seemannsknütt nich hollen kann. Dat Doon wee denn heel eenfach.

Wenn de Seelüü bi de Doams to een honorigen Pries een Porzelloanhund köfft harn, denn drüffen see hör upto de Klöäterbüssen vull speen. Un aal ween see wäär tofrää. Kiek – un twee van disse „ingelsch“ Hunnen de stunnen bi us up d’ Stuvenschkapp. Ikk hevv dat nie nich över d‘ Haart brocht, Moder dorvan to vertellen. See hett de wiede Blikk in de Oogen – de see har, wenneer see saacht över de Hundskoppen streek – mit up hör letzte Reis noamen.© ee 

 

Gefühl . . .

Märchennächtige Augen
locken mich zum Glück
am Wolkendeich der Himmel
ist voller Sterngestick

drum laß ich mich umfangen
bin von Erwartung froh
freu mich auf deine Liebe
ich weiß nur noch nicht wo

und ist sie dann geschehen
die bunte Seligkeit
das Glück wird leis‘ verwehen
wohl in die Ewigkeit.

© ee

 

Dat lüütji Huus…

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Dat lüütji Huus

Dat lüütji Huus in d’ Moor
up günntsied van de groode Kuul
wor an d’ Sömmerwäch de Törfbüld steit
un up d’ Warf de ole Eekenkoar
Dat Huus ünner de Barkenbööm
mit een Rägenbakk an d’ Buterdör
wor sükk up d’ Dakk de Rieder dreit
över drööge griese Reiten
mit dat Uulenlokk dorvöör
De lüütji Koat mit hör twee Koamers
wor in de Köäk dat Törffüür luntjiet
wor Moder Stint de ole Melkbumm
noch mit Sand un Sodoa schwientjiet
an dat de Tied vööröver geit
mit siene luude Klöären
oahn dat de Welt de Dach verdreit
mit sien verdreit Geböören
Dat Huus seech ik in Nachtens Droom
mien Kinnertied wee ik veel dor
seet jachternd in de Kaarsenboom
mien Buuk van aal de Kaarsen schwoar
ik wee up Opas Nakk an schwääven
as wenn mi sieden Flöägels droagen
flooch kreiend dör de Sömmerhääven
un mit mi dusend Vöägels floagen
mien Kinnertied de licht so wiet
ach – wee ik doch noch moal so blied
Dit lüütji Huus in d’ Moor
dor an de geele Sömmerwäch
mit de deep utfoahren Spoar
wat licht di doran
Jung – nu säch
Mien Haart is in dit lüütji Huus
trüchbleeven
as ik wächgoahn bün
noa Joahrn in Weltens Störmgebruus
moot ik dorhen üm dor to leeven
hevv blods dat lüütji Huus in d’ Sinn.
© ee

De Wind.

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De Wind.

O ver de Kolken weiht suutje de Wind
de Grens hett för hüm keen Bedüden
he schmüstergrient as een lüütji Kind
man hört sien Lachen van wieden

de Blöömen nikkoppen wenn he hör eit
de Bulgen saacht över d’ Gröönland strieken
de Schoapen rüscheln sinnich dör d’ Reid
langs de hoogen Dieken

van d’ Eiland blenkert de Füürtoorn in d’ Lücht
de Sünn verkrupt sükk achter de Hääven
an d’ Siel de Minschen tohoop man sücht
hier hett man noch wat van sien Lääven

© ee

de Tied.

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Wat is de Tied ?

Wat is de Tied, wat deit see mi –
häst du di dor allmoal noa froacht?
Wat do ikk hör woll foaken säär,
wenn ikk hör ankiek as een Ploach.

Wat is de Tied, wat givt see mi
an good Belääv un Haartensfreud
wenn see mit Tied lett föör Plesäär
un woahrt mi föör so mennich Meut.

Wor is de Tied, wor is see blääven –
seech blods noch hör Footstapperee,
as Teeken van vergoahnet Lääven
an d’ Kant van d’ upgewöölte See.

Wat moakt de Tied in tokoamen Tieden,
wor löpt see hen, wat will see doon –
sücht see de Tied woll all van Wiiden
wor Minschenwaark drocht Düwels Kron …?

© ee

Inhusersiel …

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Inhusersiel …

Wat wee dat hier een moie Tied
man har de Doach so recht to foaten
wat gung van hier dat Ooch so wiet
ikk kann di ut mien Haart nich loaten

Ikk hör de Handörgel noch schmüstern
wenn schnoabens dat Lucht all sinnich wur
denn seeten wi bit hen in düstern
lusterten Vertelln van mennich Tuur

De Röäk van d’ Törffüür trukk gediegen
över d’ Diek un langs dat Deep
dukelnd Hüüs in lange Riegen
dat wee as wenn dat Dörp all schleep

Ov un to een heesterk Galpen
as wenn de Nacht sükk sülvst verfäärt
ludet Schakkern – saachtet Schalpen
Ruh un Frää de Tied geböört

De Hääven wee as sieden Linnen
de Lücht streek as een zoarten Hand
us wee as kunn’n wi blods noch winnen
in dissed wunnerboare Land

Vöörbi is all dit moie Föölen
du büst nich mehr – mien oled Siel
ikk moot nu eers mien Haartblood köölen
ann’s stoa’k hier glieks – un blaar un giel.

© ee

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in de sömmerwinden.

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In den Sommerwinden.

Heb` alle Lüftchen uns
ganz sanft,
hauch Nebelspuren über Wege
verschieb im Spiel
das Bunt der Farben,
herbstfroh
wie im Leben.© Chr.v.M.

in de sömmerwinden.

hiev all dat lüchtje uns
vull sanft,
puust dooksporen ower wegen
verschuv`in dat spööl
de bunt de farf,
harvstbliede
wo in dat leven.© Chr.v.M.

 .

 

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anprünt.

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angeheftet.

die schatten auf wellen
silbern als kußblüten im wippen
und in der weite
der blühender balsamgarten.
es bleibt mir
mit der erinnerung
unser spiegelbild
auf ewigem treublau.© Chr.v.M.

anprünt.

de scharren up de bülgen
sülvern as duutjeblössems in de wüppen
un in dat wiede
de flörige balsamtuun.
dat bliev mi
mit dat torüggdenken
he ist dat spegelbild
up ewig trooblue.© Chr.v.M.

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