Keine Frage …

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Keine Frage …

D as Heute ist ein Unikat
das ist gar keine Frage
doch wer das Gestern vergißt
und das Morgen anzweifelt
der drüselt nur so durch die Tage

er redet bloß Mist
und hat bald nur noch Salat
denn im Gestern wurde der Samen gelegt
für das heutige Wachsen
und das morgige Blühen

wer nämlich nicht
sein Denken bewegt
dem fällt das Sein auf die Haxen
so daß ihm beim laufen
die Gefühle verglühen

nach kurzer Zeit
ist er nur noch Gerippe
auf dem der Wind ein Totenlied pfeift
riskiert als Skelett noch ’ne große Lippe
selbst wenn man ihn schon zur Grabstelle schleift.

© ee

Mein altes Dorf Inhausersiel …

 

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Mein altes Dorf Inhausersiel …

War das hier eine schöne Zeit
man hatte die Tage so recht zu fassen
was ging von hier das Auge weit
kann dich aus meinem Herz nicht lassen

ich hör die Handorgel noch munkeln
in des Abends schmaler Spur
dann saßen wir bis spät im dunkeln
lauschten Erzählen von mancher Tour

der Rauch vom Feuer zog in Weihen
über den Deich und längs des Tiefs
geduckte Häuser in langen Reihen
es war als wenn das Dorf schon schlief

ab und zu ein heis’res Galpen
als wenn die Nacht sich selbst erschrickt
lautes Schackern – leises Schalpen
als hätt‘ die Zeit die Ruh‘ geschickt

der Himmel war wie seiden Linnen
die Luft strich wie ’ne zarte Hand
uns war als könnten wir nur gewinnen
in diesem wunderbaren Land

vorbei ist all dies schöne Fühlen
dich gibt’s nicht mehr – mein altes Siel
ich muß nun erst mein Herzblut kühlen
sonst steh ich hier gleich und wein‘ und piel.

© ee

Fotos auf https://pixabay.com/de/ thanks

Die eigene Nase . . .

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Die eigene Nase . . .

Ein jeder kehr’ mit strammen Besen
um sich herum und vor der Tür
dann hat er keine Zeit zu lesen
wie andre sich – und auch wofür

Hat selbst in hohem Lebensalter
der Besen noch recht neues Haar
so kann man sagen – dieser Falter
weiß nur wie es bei andern war

Hat hohe Wälle nicht gesehen
die rings um ihn getürmet sich
kann nur immer aus sich gehen
auf andre zeigen sicherlich.

© ee

Foto auf https://pixabay.com/de/

thanks

Des Rätsels Lösung . . .

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Des Rätsels Lösung . . .

Es heißt der Schuldige ist gefunden
für Vertuschen und Schönfärberei
Schuld sind einzig nur die Kunden
weil die nur kaufen was billig sei

Man mußte sich halt danach geben
verfüttert Aas an Pflanzenfresser
die Industrie konnt’ damit leben
und großen Bauern ging es besser

Es soll nach der Hauruck Methode
die Landwirtschaft sich jetzt verändern
ich fürcht’ – es wird nur eine Mode
mit rot und grün geschmückten Bändern

Hätte man im Lauf der Jahre
Geiern nicht soviel Geld versprochen
so wären sie – oh Gott bewahre
nicht alle in uns reingekrochen

Was heute Unsinn – war vor Jahrzehnten
schon ebenso nicht gut und recht
doch Alle die Moral sie dehnten
und heute wird uns davon schlecht.

© ee

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Es war einmal…

Es war einmal

Es war einmal ein schönes Leben
in Deutschland Schaf und Rind zu sein
geändert wurd’ es durchs Bestreben
mehr Vieh in unsere Ställe rein

Artgerechte Nutztierställe
ein Fremdwort aus ‘ner andern Welt
Vorrang hat auf alle Fälle
schnell verdientes Mästergeld

Es haben die Agrargiganten
an dieser Schraube lang gedreht
doch jetzt kommt alles das ins Wanken
auf wackeligen Beinen steht

Die Rechnungen der Futtermacher
gehen plötzlich nicht mehr auf
und schon das hin und her Geschacher
wer bezahlt des Schicksals Lauf

Mit perversen Futterränken
viele schnelles Geld gemacht
an verwaisten Schlachterbänken
keinem mehr das Herze lacht

Die Folgen kann man nicht mehr lenken
man ist nur noch ein Spieleteil
das fertig Bild nicht auszudenken
sieht einzig nur den Todespfeil
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© ee

Der Trommel Klang.

Der Trommel Klang.

Der Trommel Klang streicht durch die Nacht
zerteilt die dunkle Hölle
in Wipfeln schrill ein Vogel lacht
Raubtiere flieh’n die Helle

Des Lagers Feuer wirft gespenstisch
bizarre Schatten in die Rund’
Schnarchen verrät nur allzu menschlich
betrunkene Schläfer auf dem Grund

Sie haben getanzt sich in Ekstase
sie feierten ein Götzenfest
des weißen Mannes Whiskyblase
gab ihnen dann dazu den Rest

Am nächsten Tag geschwoll’ne Augen
lange nach dem Morgenrot
brummend Köpfe zu nichts taugen
sind irgendwann des Stammes Tod

© ee

mein Freund.

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mein Freund.

für einander da sein
mein freund
so ist freundschaft und vertrauen,

mich fallen lassen
und wissen, du fängst mich
geliebter freund, so ist freundschaft

entspannen, zuhören,
rat geben ,trösten, du,
das ist freundschaft

die tränen auffangen,
leben lassen und mit erleben
freund DU , das ist freundschaft

konflikte lösen, stärke zeigen,
sie zart vermitteln, hörst du ?
das ist freundschaft

auch vergessen können, verkraften
lernen und tolerieren, akzeptieren,
gemeinsam lachen , auch streiten, freundschaft,

versönen und weinen , dann wieder
klein sein und daran reifen,
du, das ist freundschaft

zusammen träumen , realisieren,
wünschen , erfüllen und träume frei lassen,
deine und meine , das ist freundschaft

dein freund sein, leise und laut
verärgert und liebevoll , starr und beweglich
müde und lebhaft , falsch und wahr

“ freunde sein „

traurig und fröhlich
flatterhaft und ernst
oberflächig und tiefgründig

schwach, ganz schwach
dann stark und kräftig
exessiv und auch vernünftig

und manchmal loslassen
freilassen und wieder zugreifen,
einfach * freundschaft *

wie unsere
deine freundin
Christin.

© Chr.v.M.

Foto dank https://pixabay.com/de/

merci

Die zweitschönste Zeit des Jahres.

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Die

zweitschönste Zeit des Jahres.

Weihnachten hin
Weihnachten her
von überall hört man
es weihnachtet sehr

es beginnt im Oktober
mit Kringel und Stuten
bei soviel Zinnober
da muß man sich sputen

da muß man sich sputen
ans Geld ranzukommen
ans Geld der Erzeuger
und weniger Frommen

ans Geld
der Onkels und der Tanten
ans Geld
der Bluts- und Anverwandten

denn sind sie vorbei
die lichtvollen Tage
und ist man entronnen
der Geldausgebplage

betrachtet man oft
und oft voller Grauen
die Gaben
die oft den Geschmack verhauen

ist heilfroh und glücklich
daß man dann und auch wann
den Unsinn gegen Unsinn
eintauschen kann

kratzt erneut für den Rest des Jahres
alles wieder zusammen
Verdientes und Bares

um im nächsten Oktober
auf’s neu’ einzusteigen
in den heiligen Kampf
um das Geld zu vergeigen.

© ee

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Bunte Töne bei

Das ganze Jahr sangen sie Lieder.

Sie sammeln sich in großen Scharen,
sie woll`n den Weg nach Süden wagen.
Reisebereit die Vogelwelt
der Winter ist nicht mehr so weit.

Sie singen allerletzte Lieder.
Im Frühling dann kommen sie wieder.
Wer hier im Winter muß verweilen
erhofft vom Menschen das sie teilen.

Das ganze Jahr durch Liebeslieder.
WIR
KOMMEN
WIEDER !

© Chr.v.M.

Losgelöst

Losgelöst

Laß’ den Gefühlen freien Lauf
laß’ die Gedanken ziehen
setz dich einfach obenauf
dem Alltagsgrau entfliehen

Laß’ dich tragen meilenweit
durch Zeit und über Länder
streu deine Freude himmelbreit
zeig’ sie als bunte Bänder

Schwing’ deiner Seele Flügelfalten
besuch’ damit die Sterne
laß’ Liebe nur im Leben walten
aus eig’nen Fehlern lerne

Und machst du Rast an schönen Plätzen
bemal sie dir mit Seelengold
wird sich dann jemand zu dir setzen
vom Schicksal vielleicht hergerollt

Faß’ die Gelegenheit beim Schopfe
mal deines Lebens buntes Bild
hab’ Fröhlichkeit stets nur im Kopfe

ein froher Sinn – dein starker Schild

© ee