könnte es sein…

e s könnte vorkommen
das WIR nachkommen
ohne einkommen auskommen
und grade mal so davonkommen.

© Chr.v.M.

Wortspielerei

Empörung …

Alle Welt tut hochempört –

man kennt und nennt die Missetaten
mit denen man uns‘re Welt zerstört –
doch niemand nennt die Satansbraten
die solches doch erst möglich machten
durch Hungerlohn und Werkverträge
und so manches and‘re Schräge –

und sich dabei ins Fäustchen lachten.

Es waren hochdotierte Cliquen –
die öffneten der Hölle Tore,
nachdem sie sich dann fettgefressen
hinterliessen sie ‘ne eklig‘ Sore,
als ungebändigt Abfallhaufen

in dem wird letztlich Welt ersaufen.

Sie traten auf als Volk‘s Vertreter,
gar oft sogar als Vor und Beter,
die mit der Schöpfung einig sind
es war‘n jedoch nur Leisetreter
die Volkes Augen machten blind.

Von Anbetern des Kapitals
sollt man andres nicht erwarten,
so war es auch schon dunnemals
in des Schöpfers Wesensgarten
weil er nicht kriegte voll den Hals

markierte er den Superharten –

der Gerhard aus dem Lipperland,
der ganz schnell seine Jünger fand –
die ihm dann folgten Schritt auf Tritt
und machten jede Schandtat mit.©ee

ewaldeden2020-06-26


Erinnerungssuche am Geniusstrand …

Erinnerungssuche am Geniusstrand …

Ich suchte der Kinderzeit fröhliche Spuren –
der Jugendzeit Zeichen von zärtlichem Tun,
wenn wir der Liebe Geheimnis erfuhren
und konnten vor Herzklopfen nachts nicht mehr ruh
’n.

Ich suchte das freie, das herrliche Leben
auf den Wiesen zwischen Deichen und Meer –
wollt’ meiner Erinnerung Nachhilfe geben,
doch wo ich auch schaute – das Schauen blieb leer.

Vergitterte Strände –
die Deiche gekrönt mit Drahtverhau,
mit Kameras gesicherte Stahlbetonwände
und nichts zu sehen von Sand und Meerbl
au.

Ich hab’ mich gefragt wo bist du geblieben –
du friedliches Land am friesischen Watt,
von dem wir in unseren Ferien schrieben,
dass außer der Sprache auch die Fische ganz platt.

©ee

Postengeschacher

Andrea Nahles und der Scholz …

da paart sich dörflich Eifels Schnodder
mit kühlem nordesdeutschem Stolz –
da paart sich „Älebäätsch“ und „Fresse“
mit gefühllos kalter Hansepresse

und wird zu übelriechend‘ Modder.

Da hält ein SPD Philister
als bundesdeutsch‘ Finanzminister
seine schützend Postens Hände
über Eifels wüchsig‘ Lende –

und aller Welt wird klipp und klar
dass Genossens Filz seit jeher war.
Durch auswechseln von bunten Bändern
wird künftig sich trotzdem nichts ändern.

©ee

ewaldeden-2020-19-05

mit weiteren Nachdenklichkeiten auch hier :

https://christinvonmargenburg.blog/inventur-der-gedanken/inventur-der-gedanken-teil-2/inventur-der-gedanken-teil-3/

Der Bumerang des Hochmuts …

Der Bumerang des Hochmuts …

Wir werden geschlagen mit eigenen Waffen,
die ein Kind schon kann tragen, den Tod im Visier –
wir haben das eigen‘ Verderben geschaffen,
weil wir alles geliefert aus Machtsucht und Gier.

Der Wind, der gesät in den Elfenbeintürmen,
kehrt zu uns zurück mit erschrecklicher Kraft,
als Bumerang aus tödlichen Stürmen,
der jeden Widerstand mühelos schafft.

Wir haben uns bedient im Lauf der Geschichte,
an allem was anderen heilig war –
wir haben gemordet, geplündert vor Gottes Gesichte,
genossen das alles als wunder und bar.

Wir haben uns betrachtet als Herren der Welt,
die Peitsche geschwungen über die niederen Wesen –
und weil im Besitz wir von Reichtum und Geld
dünkten wir uns als handverlesen.

Dies‘ Denken ziert nur noch als blätternder Lack
des treibenden Staates einst glänzend‘ Karossen –
und mit der Benennung der Warner als Pack
hat man sich selber ins Knie gar geschossen …

©ee

ewaldeden2015-11-17

Ein Zeitsprung ins Heute …

Den Text schrieb ich in 2017 am 11. November. Ich wurde von von den verschiedensten Seiten in den darauf folgenden Tagen von etlichen schreibenden Medienvertretern ziemlich rüde angegangen. Der Haupttenor gipfelte meist in der Feststellung, dass ich wohl nicht ganz gar sei – und DAS war noch geschmeichelt. Ich habe es von den breiten Schultern meiner Seele einfach abperlen lassen – einfach abgewaschen wie eine klebrige Masse.


Als ich Nachmittags dann die Verkündung der Ergebnisse der gemeinsamen Telefonkonferenz der Regierungschefs der Bundesländer und der Vertreter der Bundesregierung als eine einzig „große Beweihräucherungszeremonie“ verfolgte, fiel mir spontan wieder der Bumerang des Hochmuts ein.
Es präsentierte sich vor aller Welts Augen eine Kanzlerin, der man die Kapitulation vor den Abläufen und Erfordernissen ansah. Mir drängte sich der Vergleich mit einem mit heisser Luft gefülltem Ballon auf, aus dem durch ständige Nadelstiche der ihr bis dato scheinbar treu ergebenenen und nachplappernden Gefolgschaft bereits ein erklecklicher Teil der ihn füllenden Luft entwichen war.
Bei ihrem von unzähligen Ää … und Ems … unterbrochenen Wortaneinanderreihungen konnte der Hörende von flüssigem druckfertigem Redefluß absolut nichts mehr finden.
Der ihr folgende Strauß‘sche Ziehenkel und Bayrische Landesvater brillierte hervorragend mit seinem von Stolpersteinen und Kunstpausen unbelastetem und dennoch nichtsagendem Redefluß.
Er hat viel palavert und im Grunde NICHTS gesagt – ausser, dass für jederman mit der Materie nur ein wenig vertrauten Zuschauern ganz klar erkenntlich war, dass der bayrische Kronprinz, als einer unter etlichen Mitbewerbern um die Macht-Nachfolge auf dem Thronsessel der alternden und schwächelnden Regentin das Zepter aus den Händen gewunden hat.©ee

ewaldeden-2020-05-08

Ein Tropfen Wahrheit
kullert am Bildschirn entlang.
Nachdenklichkeiten.

© Chr.v.M.

Wir eilen durch’s Leben….

Bild von Carola68 auf Pixabay

Wir eilen durch’s Leben….
ohn’ Rasten und Ruh’n,
als hätten wir ausser Hasten
nichts and’res zu tun.

Wir seh’n nicht die Schätze die uns begleiten –
wir seh’n nur Gewetze und endloses Streiten.
Endloses streiten um Macht und um Geld,
als w
är es das einzige Gut in der Welt.

Man scheut dabei nicht blutige Hände –
kein Opfer zu groß für die geldige Gier –
es können nicht hindern selbst himmelhoch Wände
das gnadenlos mordende Menschengetier.

Sie benennen sich selbst als selbstlose Retter
die abwenden wollen jeglich’ Gefahr,
dabei sind sie nur schlagende Ungewetter,
die schlimmer noch wüten
als es je zuvor war.

Die Schneisen die sie in die Welten geschlagen
mit flammendem Schwert
und mit blitzendem Tod
die werden lang’ zeugen von unmenschlich Plagen
und darbendem Leben in bitterster Not.

Und über allem wehen die Zeichen,
die künden sollen von friedvollem Sein –
doch kennen die, die sie führen
kein Herzerweichen,
weil ihre Seelen so hart wie verkarsteter Stein.

© ee

Grosse Worte …

Grosse Worte …

Großer Worte heller Glanz
das ist oft Truges Schein
bau deinem Fühlen eine Schanz
schon verblasst er von allein

wenn er das Kleid gewechselt hat
erscheint als bunter Gasballon
dann piekse ihn nur mal ganz zart
die Luft entweicht mit lautem Ton

dich störts nicht dieses rumgetöse
du lässt ihn platzen diesen Wicht
du bist ihm nicht mal richtig böse
für diesen unsensiblen Knall

lässt ihn allein in dem Gekröse
bleibst hinter deinem festen Wall.

© ee

Der Apokalypse zweiter Teil …

Der Apokalypse zweiter Teil …

Rings um Tschernobyl brennen die Wälder –
ein Erbe tritt den Kriegszug an
um zu verseuchen uns‘re Felder –
sag‘ uns oh Gott, nun sag uns wann.

Wann müssen wir die Ernt‘ vernichten,
in himmelshoch lodernden Flammen
aus teuflisch heisser Feuersglut.
Und wie die Urheber verdammen
um abzukühlen uns‘sre Wut?

Nun hilf uns doch, Du Schöpfer aller Erden,
hilf uns aus unser aller Not –
was soll sonst aus der Menschheit werden
ganz ohne Wasser, ohne Brot?

Das Gift, es schwächelt uns‘re Lungen,
richt‘t für Corona schon das Bett –
greift nicht nur Alte, auch an Jungen
frißt freudig sich das Böse fett.©ee

ewaldeden2020-04-17

Bild auf Pixabay