Couragiert . . .

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Couragiert . . .

U ns berührt oft
nur eig’nes Geschick.
Warum nicht
das an anderen Orten?

Erst der grausige
Griff ins Genick
bringt uns
zu tröstlichen Worten.

Benennt die Taten
gefälliger Geister –

stellt sie hin, als das was sie sind.

Entfernt von den Augen
den bunten Kleister,
vernehmet die Töne
im blutigen Wind.

Sortieret die Lehren,
seid ruhig mal laut
wenn Freundes Begehren
entgleiset –

wenn er mal wieder
die Schwachen verhaut

und sich damit selbst beweiset.

Trauer
die nur sich selber betrauert
die steht
auf tönernen Füßen.

Irgendwo in der Ecke lauert
der Teufel

und läßt alle schön grüßen.

© ee

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Christiane …

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Christiane.

K urz angebunden
eingeschnürt
nicht heimgefunden
herumgeirrt

vernagelt die Tür
ungangbar der Weg
warum und wofür
versperrst du den Steg

verhinderst
das Licht in das Dunkel gelangt
reagierst äußerst spröd’
wenn ein Herz um dich bangt

läßt es nicht zu
wenn ein Jemand bereit
ohne dir Schmerz zuzufügen
die Fenster zu öffnen sperrangelweit

um zu verscheuchen der anderen Lügen.

© ee

kontinuierlich…

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Sie hängen alle am Brotkorb der Macht
und streben beständig nach mehr
dies’ Streben hat nirgendwo Frieden gebracht
sondern immer nur blutige Kriege entfacht.

Ein jeder mißgönnt alles dem Ander’n –
selbst wenn es nur Brotlaibes Krumen sind –
läßt Hader und Zwist durch Erdens Welt wandern,
fragt nicht nach Not und nach hungerndem Kind.

Sie protzen und prunken –
duchjetten die Welt,
selbst wenn sie den Armen nur zugewunken
verlangen sie dafür auch noch viel Geld.

© ee

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Warum

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Warum

E ine Wolke voll leerer Gedanken
eine Wolke voller Worte ohne Sinn
ist es mein Denken das leergefegt ist –
oder sind es sinnlose Schranken
die mich hindern zu sein was ich bin
oder ist es ein Leben ohn’ Inhalt
in dem vergebens ich leb’

warum ist das Hiersein so sinnkalt
und will, daß ich meiner Seele den Gnadenstoß geb’
warum ist das Hiersein so fröstelnd und feindlich
warum ist die Welt so lieblos und leer
warum ist sie nicht strahlend und freundlich
so wie Du, denn ich weiß
du liebst das Leben und mehr.

© ee

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– kein Wenn und kein Aber –

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W er das Bedürfen hat ständig zu siegen,
wer meint, immer der Erste zu sein –
wer glaubt, er könne die Welt sich hinbiegen,
der fällt am End’ auf sich selber nur rein.

Wer handelt als könne er Alles erreichen,
er müßt’ nur genügend rücksichtslos sein
und jeglich’ Moral im Sinnen streichen,
der steht irgendwann völlig allein.

Denn „Schöpfung“ ist wachsam, doch auch geduldig,
registrieret empfindsam was Menschlein ihr schuldig –
und wenn er nicht pünktlich die Raten begleicht,
sie ihm den vollständig’ Schuldtitel reicht.

Dann ist Recht auf Leben ganz schnell verwirkt,
dann gibt es kein Wenn und kein Aber –
dann bleibt nur Gestehen, dass alles getürkt –
alles andere ist dann nur noch Gelaber.

© ee

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Trugschluss.

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Trugschluss

Wer das Bedürfen hat ständig zu siegen,
wer meint, immer der Erste zu sein –
wer glaubt, er könne die Welt sich hinbiegen,
der fällt am End’ auf sich selber nur rein.

Wer handelt als könne er Alles erreichen,
er müßt’ nur genügend rücksichtslos sein
und jeglich’ Moral im Sinnen streichen,
der steht irgendwann völlig allein.

Denn „Schöpfung“ ist wachsam, doch auch geduldig,
registrieret empfindsam was Menschlein ihr schuldig –
und wenn er nicht pünktlich die Raten begleicht,
sie ihm den vollständig’ Schuldtitel reicht.

Dann ist Recht auf Leben ganz schnell verwirkt,
dann gibt es kein Wenn und kein Aber –
dann bleibt nur Gestehen, dass alles getürkt –
alles andere ist dann nur noch Gelaber.© ee

ewaldeden2016-11-12

 

Verführer …

Verführer …

w as ist das
was soll das schon sein
bildet sich Mann
vielleicht darauf was ein
Frauen und Mädchen verführen
bezeichnen sie häufig
als rennen durch offene Türen
für’s Vergnügen in einem zugigen Haus
und schauen dabei
wie ein läufiger Ziegenbock aus

sie kennen und wissen nicht
um das Gescheh’n
wenn tastend Gefühle
zwei Herzen umweh’n
sie kennen und wissen nicht
um echte Liebe
reagieren nur ab
ihre stehenden Triebe
sie kennen und wissen nicht
um das wie schön
weil sie wenn’s ernst wird
meist alleine im Niemandsland steh’n.

© ee