Wenn der Mohn klatscht …

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Wenn der Mohn klatscht …

G eheimnisvoll und sinnenschwer –
mit Platz für stillverborg’ne Räume –
kommt Klatschmohn’s flammend’ Rot daher,
und schenkt uns brennend’ Sehnsuchtsträume.

Im Werden wohl recht zwiegelichtig
im hintergründig’ Sonnenlicht –
als hielt’ er selbst sich nicht für wichtig,
doch wer’s ihm glaubt, der täuscht sich schwer.

©ee

Das letzte Paradies . . .

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Das letzte Paradies . . .

U nendlich bunt blühende Wiesen
reichen bis zum Horizont
der Herrgott hat’s uns zugewiesen
dies Paradies – nach Stadtlebens Front

In dieser wunderbaren Ecke
von Menschenhand noch nicht zerstört
wo Bach und Vogel – Baum und Schnecke
noch alles der Natur gehört

Hier kann man den Platz noch finden
an dem man einfach leben mag
aus grünen Zweigen Wände winden
aus Blättern dann darauf das Dach

So völlig ohn’ unnütze Dinge
so ganz allein auf sich gestellt
ich träum’ oft – daß mir das gelinge
was wär’ das für ‘ne schöne Welt.

© ee

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The silence of nature…

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The silence of nature…

D as Rascheln unserer Schritte
läuft uns leicht voran
im seidenweichen Dunkel –
im schweigenden Tann.

Hoch über schwarzen Wipfeln
leuchtende Sterne zieh’n,
sie zieh’n längs Täler und Gipfeln,
als wenn sie der Ewigkeit flieh’n.

Weiter laufen Mond und Jahre
über unsere Seele –
ich bitt‘ dich lieber Gott bewahre,

behüte und befehle;

bewahr uns Menschen die Natur –
und manchmal auch die Stille,
denn Hast und Drängnis haben wir
in Hülle und in Fülle !

© ee

Vogelwelt.

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D er Eichelhäher äugt ganz listig
nach der Eiche Früchte hin
ihm strebet recht und widerzwistig
Begehr und Vorsicht durch den Sinn

auf Nachbarsbaume wippend Zweigen
zeigt sich der Star sehr selbstbewusst
er flötet zwischen Kopfes Neigen
das Speiserecht sich aus der Brust

der Häher stellt sich tagesblind
richtet den Schopf und spreizt die Schwingen
jedoch im Denken schon geschwind
übt er des Bussards Beutesingen

und schon klingt es wie Greifes Ton
dem Star vergeht der Drang nach Futter
der Häher schließt sein Grammophon
und sieht die Welt für sich in Butter

© ee

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Ein kleiner brauner Wasserfloh…

Ein kleiner brauner Wasserfloh…

E in kleiner brauner Wasserfloh
aus dem Tümpel hinter Nachbars Wiese
hatt’ sich verirrt ins Fuder Stroh
und hockt jetzt auf der schwarzen Liese

was er so auf der Kuhhaut findet
das will ihm nicht so richtig schmecken
er trägt mit dem Gedanken sich
zu springen auf den bunten Schecken

doch wie – das fragt er seine Vettern
die Laus und auch den Läuserich
wie soll ich durch die Gegend brettern
ich hab’ hier doch kein Wasser nich’.

© ee

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Thanks

der Fliegengalan.

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der Fliegengalan.

I rgendwas ärgert Herrn Brummer
den Fliegengalan

er streicht und er fiedelt
die herrlichsten Summer
doch er kommt
an die fliegenden Damen nicht ran

er hat extra die Flügel neu angestrichen
grünblau mit einem Schimmer

von leuchtendem Rot
er versucht es schon ständig
und wieder und immer
doch keine Fliege hilft ihm aus der Not

so schwirrt er und flirrt er
durch die flimmernde Luft
bis ihn ganz plötzlich
und aus heiterem Himmel

eine blitzschnell fliegende Klatsche knufft.

© ee

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