Wie war das Jahr für uns, komm sage :

Wie war das Jahr für uns, komm sage :

Das bunte Bild des Herbstes ist verblasst,
wir suchen Neu uns Winterfarben
und tauchen ein in Lichterglanz und Weiß.
Wir buchen Rot,
für Blühen in den Herzen
und ziehen Gold
auf weiches Tannengrün.

Atmen den Duft
von Lebkuchen und Mandeln .
Uns zuckersüß gehaucht auf Marzipan.
Es fällt der Abschied leicht
beim Tanz der zarten Flocken,
vorm Fenster locken Wintertage
und es stellt leise sich die Frage

wie war das Jahr für uns,
komm sage :

bunt – rund,
erfolgreich – leicht,
nicht schwer ?
Ich stelle auf
für jeden Schwarz-weiß-tag die Kerzen
verbinde sie mit Fragen und mit Scherzen,
könnt`s denn noch Besser werden

im nächten Jahr,
im Nächsten…

© Chr.v.M.

Gedanken zur Zeit …

Gedanken zur Zeit …

Der November ist so mitteltrübe
wie ein stark verwackelt Bild
Großmutter plagen Rheumaschübe
mal erträglich – mal ganz wild

der Hund liegt in der Sofaecke
hat keine Lust auf Gassi geh’n
der Tag kriecht langsam wie ’ne Schnecke
als wenn’s ihm schwerfällt aufzusteh’n

die Sonne ist auf den Azoren
verbringt dort ihre Urlaubszeit
am Strand steht noch wie traumverloren
ein Strandkorb – bunt, im Sommerkleid

alle Welt redet von Trauer
und dem was längst vergangen ist
im warmen Viehstall klagt der Bauer
über viel zuvielen Mist

könnt’ man nicht diesen Monat streichen
aus unserer Zeit Kalender
es würde doch auch völlig reichen
wäre das Jahr ein Elferender

© ee

Bild von open_eyes auf Pixabay

Novemberzeit.

Novemberzeit

Wie rappelts an den Fensterläden –
der Sturm geht mit Geheul ums Haus,
als wenn wie jemand zieht an Fäden –
es sieht wie nach Theater aus.

Die Bäume wiegen ihre Kronen,
die Blätter sausen übers Land,
kein Vogel kann jetzt drinnen wohnen,
hoffentlich Ersatz man fand.

Der Sturm treibt himmelhoch die Kämme –
übers aufgewühlte Meer –
manch Schiff steckt böse in der Klemme,
die Brandung schmeißt es hin und her.

Die Wolken eilen durch die Weite,
als wollten sie der Hölle flieh’n –
der Donnergott der blitzgescheite,
läßt Feuer durch den Regen ziehn.

Wenn die Natur uns dann gezeigt
was in ihr steckt an Saft und Kraft,
dann sind zu sagen wir geneigt,
sie hat uns wieder mal geschafft

© ee

Novembertage.

Novembertage.

D er Tag verhält in seinem Lauf –
zögernd tasten sich die Stunden
mit klammen Fingern durch die Zeit –
verschleiert hab’ ich dich gefunden.

Natur – du bist zum Schlaf bereit.

Die letzten Blätter segeln träge
vom großen Baum am schwarzen Kolk –
hier und da sieht man am Wege
ein herbstlichmüdes Krähenvolk.

Die Gräser haben sich verwandelt,
geschmückt mit bunten Bändern –
sie tragen schon des Winters Kleid
mit handgemalten Rändern.

Ein müdes Nicken in den Büschen
zeugt noch von leichter Regung,
wenn ab und an ein Rabe schreit
ist das schon viel Bewegung.

Und plötzlich dann – in Tagesmitte,
ein Sonnenstrahl hat sich verirrt –
er eilt mit wunderlichem Schritte
bevor er sich im Dunst verliert.

Die Luft befeuchtet braune Erde,
sie schmücket sich mit weißem Glanz –
des Himmels schäfchenweisse Herde
stellt sich auf zum Wolkentanz.

Der Abend naht – das Dunkel sinkt
auf die Novembererde –
wenn leise dann Musik erklingt
hofft jeder, dass es Frühling werde.

© ee

Wechselzeiten.

wenn der nebel sinkt
tief in die wälder
und das grau
die stämme umschlingt

drängt sich kalt
über weite felder
uns der herbst
der sein totenlied singt

wehen töne
durch leere bäume
glitzern winterlich
weiße träume

legt sich raunen
über das land
und ein staunen
durch gottes hand

wenn schnee schmilzt
das eis bricht
neu grün sich zeigt
im erwachen

dein gesicht erhellt
mir ein lachen
blütenreich im erschaffen
monatswechsel – zauberlicht

klingt hoffnunsfroh neu uns
dein frühlingsgedicht.

© Chr.v.M.

Gedanken zur Zeit …

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Gedanken zur Zeit …

Der November ist so mitteltrübe
wie ein stark verwackelt Bild –
Großmutter plagen ihre Rheumaschübe,
mal erträglich – mal ganz wild.

Der Hund liegt in der Sofaecke,
hat keine Lust auf Gassi geh’n –
der Tag kriecht langsam wie ’ne Schnecke,
als wenn’s ihm schwerfällt aufzusteh’n.

Die Sonne ist auf den Azoren,
verbringt dort ihre Urlaubszeit –
am Strand steht noch wie traumverloren
ein Strandkorb – bunt, im Sommerkleid.

Alle Welt redet von Trauer
und dem, was längst vergangen ist –
im warmen Viehstall klagt der Bauer
über viel zu vielen Mist.

Könnt’ man nicht diesen Monat streichen
aus unserer Zeit Kalender –
es würde doch auch völlig reichen,
wäre das Jahr ein Elferender.

© ee

Foto mal wieder auf https://pixabay.com/de/