Der Ausbruch . . .

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Der Ausbruch . . .

D ie kleinen Wellen der Gefühle
kribbeln mir durch Sinn und Bauch
mein Herz sitzt plötzlich zwischen Stühle
im Kopfe nur noch schwarzer Rauch

Frag’ was ist mit mir geschehen
ich weiß es nicht – bin ahnungslos
die Erd’ scheint sich um mich zu drehen
ich sitz’ auf einem winzig’ Floß

Vor meinen Augen zucken Blitze
erhellen mir Momente nur
ich hoff’ – es macht nur jemand Witze
und fährt mit mir ‘ne Höllentour

Abrupt jedoch muß ich erkennen
es ist die Welt – sie spielt verrückt
und könnt’ euch tausend Wesen nennen
die dieses Spiel auch noch entzückt

Dies Spiel auf messerscharfen Graten
so zwischen tot und himmelhoch
knietief in den Nöten waten
der Menschheit die man schlicht betrog.

©ee

Der „Earl“

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Der „Earl“

D er „Earl“ wurd‘ er allgemein nur genannt,
der Herr im Zenit seines Lebens –
seinen richtigen Namen hat niemand gekannt,
und wer danach fragte, der fragte vergebens.

Für jeden kam ihm ein Gruß von den Lippen,
für jeden fand er ein freundliches Wort –
tat stets mit der Hand an die Schiffermütz‘ tippen,
ging nie ohn‘ Adieu aus einem Gespräch fort.

Seine letzte Begegnung unter der Alsterbrücke,
die endete wortlos ohn‘ Hader und Streit –
die oftmals sind des Teufels Krücke,
wenn einer partout nicht zum Nachgeben bereit.

Man fand ihn nachdem man den Zaun eingerissen,
den die Geldsäcke bauten als schändliches Mal –
ich frag‘ mich ob jemand ihn wird vermissen
oder bleibt er nur einer von unbekannt‘ Zahl?

Man hat den ‘Earl’ zu Grabe getragen.
Es floss manche Träne in grauwirrem Bart.
Ein Mädchen von wohl 5000 Tagen,
es folgte ihm bei seiner letzten Fahrt.

Kein Name steht auf dem einsamen Grab,
und die Blumen verblühen gar bald.
Ein Edelmann ging, wie es keinen sonst gab.
Wie weht doch der Wind heut so kalt…

Doch die Alster wird strömen noch manches Jahr.
Unter Brücken, da ruht es sich gut.
Horch, der Alte erzählt, was hier damals geschah –
ein Zittern geht über die Flut…

Ein Zittern, es türmet die Wellen auf,
zu riesigen Bergen mit schäumender Kron‘ –
aus den Tiefen des Wassers ertönet Geschnauf,
wird zu bitterer Klage von des Weltschöpfers Sohn.

Es stürmet die Lande, die Elbe flußan
läßt der Menschen Gebilde in den Fluten versinken –
auf wenigen Hügeln so dann und wann,

retten sich Wesen vor dem Ertrinken.

Wenn sich die Allmacht verzogen hat,
besänftigt durch ungezählt‘ tot‘ Kreatur –
beginnt Rest der Menschheit mit neuer Tat

und macht sich erneut zum Feind der Natur.

© ee

ee2016-06-15

Was mag Mensch wohl fühlen…

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Was mag Mensch wohl fühlen

w enn er alles vernichtet
wenn alles zu Staub und Asche zerfallen
wenn der letzte vor leeren Stühlen berichtet
von strahlenden Stätten und Krieges knallen

was mag er empfinden wenn alles ist tot
wenn Bäume nur noch Gerippe sind
wenn kein Korn mehr wächst für das tägliche Brot
wenn nirgends mehr tollt ein spielendes Kind

ich werd’s wohl nicht mehr erleben
ich bin vielleicht schon zu alt
doch viele Andere wird’s geben
die werden noch hören wenn’s knallt

das wird das Ende dann sein
das Ende von menschlicher Torheit
die Erde ist plötzlich wieder ganz klein
und ganz groß in unendlicher Freiheit.

© ee

Der Tag der Arbeit…

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Der Tag der Arbeit…

D as großartige Getöse der Neuzeitgewerkschaftsfunktionäre in unserem Lande, mit Blickrichtung auf den 1. Mai als gesetzlichem Feiertag, als „Tag der Arbeit“, hat mich bewogen einen Auszug aus einer früheren [ noch unveröffentlichten ] Arbeit hervorzuholen, und ein wenig darin zu blättern. Dabei ist mir wieder bewusst geworden, dass der Hauptteil der Verantwortung dafür, dass in unserem Lande seit Beginn der Schröderschen Regierungszeit die Masse der lohnabhängig arbeitenden Bevölkerung auf den Weg in die Verarmung geschickt wurde, unzweifelhaft bei den führenden Funktionären der deutschen Gewerkschaftsverbünde liegt – von denen schon kein Beobachter mehr sagen kann, ob sie nun Fisch oder Fleisch sind.

Für einen solchen Spagat, wie ihn die bundesdeutschen Gewerkschaftsführer seit nach 1945 – und verstärkt seit Einführung der Betriebsverfassungsgesetze bzw der betrieblichen Mitbestimmung – in der Arbeitswelt vollführen, würde ein Turner bei Wettkämpfen Goldmedaillen ohne Ende einheimsen.

Ich hege allen Zweifel, ob sich seit dem Wiedererstehen des DGB nach dem Ende des 1000 jährigen Reiches schon einmal jemand Gedanken über die Unmoral der doppelten Blutsauge der [ meisten ] Gewerkschaftsfunktionäre hierzulande gemacht hat.

Das die [ noch ] nach Millionen zählenden und zahlenden Mitglieder der „Arbeitnehmerorganisationen“ es noch immer widerspruchslos hinnehmen, dass die von Ihnen – aus ihrer Mitte heraus – gewählten, und aus den Beitragskassen der Verbände sehr gut entlohnten Organisationsangehörigen, als Vertreter ihrer berechtigten Interessen gegenüber den Kapitaleignern der Unternehmerseite, als Spitzenfunktionäre gleichzeitig von der Gegenseite – die es ja im Grunde im Zaum zu halten gilt – reichlich versorgt und fürstlich alimentiert werden – DAS verstehe ich nur unter dem Aspekt der Hammelherde, in der alle Blöker bedingungs- und gedankenlos dem Vorblöker, dem Leithammel folgen.

Gott segne und erhalte den deutschen Funktionären an der Spitze aller Organisationen den Herdentrieb der tumben Massen. Und was nun den 1. Mai als „Tag der Arbeit“ – vom braunauischen GröFaZ kurz nach seiner Machtübernahme eingeführt und als gesetzlicher Arbeitsruhetag für alle Zeiten festgelegt [ dass es dann am Ende nur 12 statt der vorausgesagten 1000 Jahre wurden, das war vielleicht auch eines gütigen Schicksals Fügung ] – betrifft. Am Tage der Einführung und des erstmaligen Begehens wurde es von den führenden Gewerkschaftsfunktionären in allen Großdeutschen Gauen noch als eine Verwirklichung jahrzehntelanger Gewerkschaftsbemühungen gefeiert, bis, ja bis sie allesamt am Tage danach nichts mehr zu feiern hatten – weil es nämlich „ihre“ Gewerkschaften von jetzt auf gleich nicht mehr gab. Vom gleichen Strategen aufgelöst und verboten bzw. in der „Arbeitsfront“ gleichgeschaltet, der ihnen tags zuvor das [ im Nachhinein ] ziemlich zweifelhafte Geschenk des Tages der Arbeit gemacht hatte. Mit der Beibehaltung des 1. Mai als den „Tag der Arbeit“ nach dem Ende des 2. Weltkrieges, und der Wiedergeburt des DGB und seiner Einzelgewerkschaften haben die Spitzenfunktionäre der Arbeiterbewegung allesamt ihre Unschuld verloren. Daran hat sich in der Folge und bis auf den heutigen Tag nichts geändert, denn die „Unschuld“ die kann nur einmal verloren gehen.

Seitdem umarmt das breite Heer der Führungsspitzen der Gewerkschaftsverbände die Welt eben nach dem von alt her geläufigen Motto:
„Und ist der Ruf erst ruiniert, dann lebt’ s sich völlig ungeniert“.

ewaldeden©

auch zu finden hier im Worthaus auf unserer Seite :

https://christinvonmargenburg.blog/inventur-der-gedanken/

Der 1. Mai …er ist vorbei,

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Der 1. Mai …
er ist vorbei,

d er Arbeit Alltag hat uns wieder –

verklungen sind die Fensterreden,
verweht des Lügensagens Rauch
von diesem und auch manchem Jeden
wie quälend Furz aus drückend’ Bauch.

Die roten Fahnen eingezogen –
eingemott’t fürs nächste Jahr,
wenn dann erneut ein Jahr verflogen,
in dem betrog’n wurd’ bis aufs Haar.

In dem Welt wieder Märchen streute,
von Kriegsgefahr und Wohlstand sichern,
und in dem der Treiber Meute
in Geldes Türmen saß zu kichern.

In drei mal hundert und noch vierundsechzig Tagen
setzt wieder ein das Wehgeschrei –
man wird’s für Stunden wieder wagen
zu fordern, dass man endlich frei.

Und wieder sind’s die gleichen Heuchler,
die, die’s von allen Seiten nehmen –
in Wahrheit sind’s der Freiheit Meuchler –
sie tun es, ohne sich zu schämen.© ee

ewaldeden©2019-05-02

https://christinvonmargenburg.blog/inventur-der-gedanken/

zum Tag der Arbeit.

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zum Tag der Arbeit.

A m Tag der Arbeit
wer hat Rechte ?
Der Einheitsbrei plus Meinungsfrei
dann ab mit Euch schnell in den Mai.

Zum Mindestlohn und Rentenzeit
wir fragen uns  -ist`s jetzt so weit-
das Volk verraten und verkauft
die Zukunftsträume abgebaut.

Die Armutsgrenze chancenlos
wem fällt der Euro aus der Hos`?
Schickt Eure Kinder in den Hort
der Mindestlohn wird Zauberwort.

Das Euroland hat sich verrannt
Vertrauen ist jetzt abgebrannt.
Die Alten wühlen in Abfallkoerben
Die Jungen saufen fort die Sorgen.

Noch wird jeder Cent zu viel abgezogen
Vorsorge, Sparen per Gesetz nicht erwogen.
Wer schreit – uns geht`s doch gut – DANEBEN –
sollt` einfach mal als Hartz 4 – Empfänger leben.

Verschließt die Augen
findet Euch damit ab
Ihr Volksvertreter
Euer trauriger Tag.

© Chr.v.M.

Greta – Phänomen oder Scheißspiel ….?

Greta – Phänomen oder Scheißspiel ….?

„Kinder an die Macht“ – es mag verlockend klingen
wenn Vieler Münder es denn singen.
Es klang schon mal so durch die Zeit,
als Frauen diesen Spruch besetzten –
nach Regierungsposten strebten
und den Rausch der Macht erlebten.

Die Erd’ wurd’ nach wie vor zerfetzt –
zerstöret dann bis aufs Skelett –
und was war letztlich das Ergebnis?
Das Kapital wurd’ dadurch fett –
legt sich mit Kriegstreibern ins Bett
und feiert das als groß Erlebnis.

Während vorne an der Schwafler Pult,
ein Teenie mit verdrehtem Blick
beschwöret Angst, verteilet Schuld,
hört man im Hintergrund Gewieher
von hintergründig Strippenzieher.

Die Frage bleibt was ist es bloß?
WER ist der Treib’, in wessen Schoß
liegt gebettet diese Maid
und beklaget Weltens Leid.

©ee

ewaldeden2019-04-17

Bild von gfergu1 auf Pixabay

Deutschland .

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DEUTSCHLAND

Deutschland –
das Land der Kicker-Millionäre –

Deutschland –
das Land der Flasch’nsammlerheere.

Die einen tragen Lammfelljacken,
den and’ren hockt die Angst vor „obdachlos“ im Nacken.

Rücksichtslos und schonungslos wird alles in die Tonn’ getreten –
was Einstens half… außer dem Beten.

Es tönt aus Protz- und Prunkpalästen,
im Land stünd’ alles doch zum Besten.

Dabei ist’s nur der Blender Chor
der gaukelt Glück und Wohlstand vor.

Was alles vor die Wand gefahren
seit Republikes Gründerjahren –

gleich ob Regierer Schwarz, ob Rot –
lässt sich schwerlich noch ermessen,

weil Mensch das Meiste schon vergessen.

Sie sorgten für des Anstands Tod –
die hochdotierten Marionetten.

Im Lügen stets der Welten Meister –
und jetzt, wo Erde geht koppeister,

woll’n sie die eig’ne Haut nur retten.

Volk der Deutschen, sei einmal schlau –
begehre auf, den Aufstand trau –

zerstör’die Fata und Morgana,
und Täuscher schick weit ins Nirwana….

© ee

Die NEUE Internationale.

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Die NEUE Internationale.

 

 

J a, ich bin ‘ne rote Socke,

und die bin ich furchtbar gern –

weil, ich hasse Ab- und -zocke

wünsch unendlich weit hinauf sie

bis auf allerletzten Stern.

 

In der Wolle rot gefärbet –

so geprägt im Elternhaus –

bin ich Sein das lieber sterbet,

als es lebt in Saus und Braus.

 

Durch die vielen tausend Geister,

die nur rötlich scheinend sind,

schlägt die Menschidee koppeister

und verweht im Weltenwind.

 

Und so sind’s nicht viel’ geblieben

geh’n -zigtausend auf ein Lot –

wurden vom Leben fortgetrieben,

gedenkt Ihrer im Abendrot.

 © ee

ewaldeden2019-04-15

„De Düwel schitt jümmers up een grooten Hopen“

Grüner wird Chef-Lobbyist für „Bayers“ Glyphosat

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Des Teufels Fratze

ist sie nun Grün oder
Schwarz oder Rot,
oder ist sie Blau/Gelb
und schlägt die Freiheit halbtot?

Mit ‘nem Turnschuhminister
dereinst die Misere begann –
jetzt steht einer von ihnen
im Glyphosat seinen Mann.

Der Knüppel der Geldgier
trägt all ihre Farben
und sie schwingen ihn heftig
weil sie ohn’ ihn zu schwingen

fürchterlich darben …

sie erheben die Lüge zum Lebensgesetz
und tummeln sich lustig in der Unwahrheit Suhle –
erklären das Wahr der Natur zum Geschwätz
und füllen damit ihre jauchige Kuhle.

In der sie dann baden und mit Lust herumwühlen –

bezeichnend Gestank als Atem beflügelnd –
auch wenn sie nur sitzen
zwischen den Stühlen
um mit zwei Eisen im Feuer

die Wahrheit wegbügelnd …

©ee
ewaldeden2019-05-15

Bild von Momentmal auf Pixabay

thanks

 

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„De Düwel schitt jümmers up een grooten Hopen“

[der Teufel kotet immer auf einen großen Haufen]

diese lapidare Erkenntnis unserer Altvorderen hat bis in die Gegenwart hinein auf allen Gebieten und in allen Belangen nichts von seiner Tatsächlichkeit verloren.

Es gilt für den wirtschaftlichen Part unserer Gesellschaft, wie auch in zunehmendem Maße für die halb- bzw. vollamtlichen Funktionsträger der öffentlichen Belange. Man findet die ‘großen Haufen’ ebenso auf „Dorfbürgermeisterebene“ wie auch in den Chefetagen des „Welttheaters“.

In den unteren Verwaltungshierarchien sind es in der Regel die für bürgerliche Verhältnisse recht einträglichen Aufsichtrats- bzw. Geschäftsführer Pöstchen oder Posten – oben nennt man es dann bevorzugt auch Präsidentin oder Präsident, die allein schon wegen der herausragenden Bezeichnung mittels honoriger „Aufwandsentschädigungen“ bei Laune gehalten werden müssen. Zumeist natürlich mit der Betonung auf dem Zusatz „ehrenamtlich“, und zumeist auch aus der ‘großen Kasse’ die viele ‘Kleine Leute’ unermüdlich mittels ihrer (Zwangs)abgaben füllen, entnommen. Da läppern sich nicht selten ansehnliche Milliönchen zusammen und nicht selten werden diese für sich schon recht ansehnlichen Häufchen ja auch noch mit in öffentlichen Dienstzeiten erworbenen Ruhestandsbezügen gekrönt. Wenn unser Land schon keine ‘gekrönten Häupter’ mehr vorweisen kann (oder darf) muß eben der monitäre Bereich als Ersatz dafür herhalten. Das klappt doch wunderbar. Und sowieso, wenn man sich mal die Millionensummen im Balltreter-Bereich (auch Fußball genannt) mit den die oft noch halbgaren und pubertierenden Allerwelts-Jünglingen – in deren Heimaten ihre Landsleute häufig genug nicht einmal satt zu essen haben – von spinnerten Kickerbossen mit Moneten förmlich zugeschüttet werden, dann sind die läppischen Ehrenamts-Aufwandsentschädigungen bis hinein in den Millionenbereich doch wirklich nur „Peanuts“, um einmal im ‘Deutsche Bank Jargon’ zu bleiben.

Bleibt nur mit Spannung abzuwarten, welchen gutgepolsterten Sessel irgendwelche Drahtzieher aus Politik und Gesellschaft dem ins Stolpern geratenen DFB Boß Grindel bereits wieder zurechtgeschoben haben, wo der „Gute“ nun doch auch seine einträglichen Sitzgelegenheiten in der Führungsetage von FIFA und UEFA geräumt hat. Man kann in diesen Kreisen doch keinen “verhungern“ lassen – zumal man ja nicht weiß, wann und wo es einen selber trifft …©ee 

ewaldeden2019-04-13

 auch zu finden hier im Worthaus auf unserer Seite :

Inventur der Gedanken