Schöne Welt …

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Schöne Welt …

G rünkohl in der Nase
Haare in den Ohren
Steine in der Blase
Bein zu Eis gefroren

Rheuma in den Gliedern
Arthrose in Gelenken
im Takt zu Volkes Liedern
sich den Hals verrenken

Schwielen in den Händen
Hornhaut an den Tretern
an wen kann man sich wenden
ohn’ dass man hört gleich Zetern

Welt ist entweder heile Welt
mit alles nur am Strahlen
oder man hat gar kein Geld
um Zeche zu bezahlen

Welt ist entweder Duftzentrum
und Köln ist nur noch Glockengasse
oder Staat ist Dideldum
mit Kreatur als Rohstoffmasse

was auch immer hier geschieht
ob punktgenau – ob weitverstreut
Krieg niemals vor Frieden flieht –
so wurde es uns eingebleut.

© ee

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Gescheitert, Willkommen, Kultur …

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Gescheitert, Willkommen, Kultur …

 

Gescheitert ist das Getöne von „Willkommensgeheiß“, das in 2015 – typisch US-amerikanisch verbrämt – als „Refugees Welcome“ gegen unsere Grenzen der mit von „Trojanern“ durchsetzten Flutwelle von Menschenleibern entgegenschlug. 
Auf deren Höhepunkt dann Angela Merkel als Pastorentochter (mit nebelhafter DDR Vergangenheit) und Regierungschefin mit einem Schnipsen ihrer (Rauten)finger und ihrer Aussage: „Wir schaffen das“ sämtliche Tore der Grenzen öffnete und sämtliche Dämme schleifte.
Und Wer oder Was hereinströmte dann ohne jegliche Kontrolle hereinströmen ließ, während das Heer von (eigentlich) Grenzschützern und Bundespolizisten sich erstaunt, ja verwundert fragte, wozu sie denn überhaupt noch da seien, wenn sie keinerlei Kontrollen mehr durchführen dürften.
Für jedes vor irgendeiner Hölle geflüchtete Menschenkind, aber auch für jedes auf Staats- UND Kulturzerstörung in den „Terrorküchen der Welt abgerichtete Individuum, tat sich plötzlich der Himmel auf.
Die Kasnertochter präsentierte den vielfältigen, auch marodierenden Massen, mit ihrer „Kanzlerweisung“ nach Art eines despotischen oder auch türkischen „Dekretes“ ein Land, einen Einsatzort OHNE Grenzen.
Ich frage mich immer wieder, und immer wieder verwundert, aus welchen Motiven heraus ein regierungsverantwortliches Menschenkind die eigene Aussage, das eigene Erkennen, daß Multikulti und die zwingend vorausgehen müssende Integration „krachend“ gescheitert seien dem Vergessen anheim gibt, zumal doch alle Kanzler der jüngeren Geschichte zu der gleichen Erkenntnis gelangten und auf ihre jeweilige Art den Menschen im Lande und in der Welt mitteilten.© ee
ewaldeden-2018-10-08

ich bin KEIN Realitätsverweigerer.

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ich bin KEIN Realitätsverweigerer.

w ir wurden aus dem paradies vertrieben
wir flüchteten die erde nur
sie ist uns noch verblieben
zum teilen mit verstand, mit menschlichkeit
nicht jeder ist dazu bereit
sie hätten alle bleiben wollen
wär friede in ihr land gekommen

die sorge überlaufen werden
die angst vor neuen flüchtlingsherden
was sollen denn die mütter sagen
wenn kinder kommen mit den fragen
ob allah gottes bruder sei
und warum mama sind wir frei?
erstarrt in furcht die herzen vieler

denkt dran, es sind schwestern und brüder
sie hatten alle bleiben wollen
der krieg ließ die lawinen rollen
der heimat fern durch angst und schrecken
suchen sie frieden, endlich ruhe
so fern von zuhause, auch decken und schuhe
verständnis, hilfe, auch offene arme

ein nebeneinander und anteilnahme.

© Chr.v.M.

Gegen das Vergessen …

sed fugit interea, fugit irreparabile tempus.

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sed fugit interea,

fugit irreparabile tempus.

u nsere zeit
hat ihre ruhe verloren
ein eisiger wind
zieht über das land

zwischen endlosen herzgräbern
und seelengruften
in angst und schweigen
hüllt sich das denken ein

wie staub
im wind verweht
diese hilflosigkeit
bekommt einen neuen namen

wohltuend ist der frieden
wohltuend
und doch nur
ein traum

friede
nur
so weit
ich sehe

ohne brille.

© Chr.v.M.

لم أكن خائفة، والآن ؟

Die Gesellschaftsmoral.

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Die Gesellschaftsmoral.

Die Opfer werden aufgehangen,
an hohem Rist in freiem Feld,
bevor die Sonn‘ noch aufgegangen –
die Henker löhnt man stets mit Geld.

Mit Geld aus blutigen Geschäften,
als Profit aus Lug und Trug –
das fördert Henkers Lust nach Kräften,
und Opfer hat es ja genug.

Sie werden täglich neu geboren,
allerorts in jedem Land –
in deren Haut dann unverfroren
die Mächt’gen brennen den Opferbrand.

Es fragt auch niemand nach den Gründen –
hier bei uns und anderswo –
man läßt die Täter sich verbünden,
im Einzel oder auch en Gro.

Ganz gleich wie schwarz auch ihre Seelen
oder wie zerfetzt Moral –
so war’s vor Göbbels und nach Gehlen
und so bleibt es allemal.

Selbst wenn die Macher Weibskleid tragen
sollt‘ Menschheit nicht auf Frieden hoffen –
denn oft ist Weibsvolk bis zum Kragen
für grausig Tun bis oben offen.

©ee

Schweigen

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Schweigen . . .

Schließt ruhig die Augen
und denkt in euch drin
wir können ja doch
nichts dran ändern

es kommt der Moment
da seht ihr den Sinn
wenn Blut tropft
aus wehenden Bändern

die wehenden Bänder
die heilig gesprochen
von Männern
in weißen Gebäuden

aus deren Münder
die Schlange gekrochen
die freut sich
an schrecklichem Leiden

dann steht ihr auf Scherben
des stillen Gewähren
die euer Schweigen
mit angehäuft

was wollt ihr dereinst
den Enkeln sagen
wenn alles zerstört
wenn alles ersäuft.

© ee

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GEGEN das Vergessen .

foto dank https://pixabay.com/

Unglaublich . . .

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Unglaublich . . .

Unglaublich
des Krieges Getöse
es wirkt wie ein Spiel
ein Spiel mit Kunstfiguren

Männer
schieben mit langem Stiel
Könige Läufer und Buren

Reporter
kriechen auf den Leim
als würd’ es nichts schöneres Geben
schicken das Berichten heim

das sickert
durch verschlossene Türen
wenn alles vernichtet
man lehnt sich zurück

die gütigen Augen
beginnen zu strahlen
dann greift man verzückt
in die Taschen der Armen

denn irgendwer muß es bezahlen.

© ee

GEGEN das Vergessen .

Foto dank https://pixabay.com/