Ausklang.

Ausklang.

weißgold als würden birken blühen
im glitzergrau dampft das verstehen
mit impressionen des vergehens

und sanft wenn sich der himmel wölkt
und unsre welt sich neu bestellt
mit blattsilber vor nebelbänken

wenn gott den tag
will uns beschenken
als arbeitslohn vor traktorspuren

bis abends langsam unversehens
der himmel rot glüht und ein klang
den abschluss bildet mit gesang

der vögel nachtlied bleibt zum abschied
ausklingend nur noch die konturen


weißgold

als würde der mond neu glühen.

© Chr.v.M.

Wortezauber …

Wortezauber …

Mit Worten mag ich gern jonglieren –
vielleicht auch zaubern – dann und wann,
ich mag’s wenn Worte faszinieren
und lassen Sein an Seelen
ran.

Ein Wort poliert getrübte Augen,
ein Wort bringt Lächeln ins Gesicht,
ein Wort lässt Seel’ an Seele saugen
und stellt die Freude in das Licht.

Ein Wort macht harsch’ Gedanken zärtlich,
ein Wort macht Wollen zum Begehr,
ein Wort stimmt Menschen menschenfreundlich,
ein Wort macht mürrischsein so schwer.

Drum schmied’ ich viele Alltagsworte
in glühend Feuer zärtlich um –
verteil sie dann an viele Orte,
dreh Abwehr so zu Willkomm’ um
.

©ee

In der Waffelbäckerei …

In der Waffelbäckerei …

Heute, heut ist Waffeltag
im ganzen Haus kann man es riechen
wie ein Düftedoppelschlag
riecht man den Duft durch Wände kriechen

er legt sich über alle Tische
bedecket Tass’ und Teller
man riecht der Düfte Sommerfrische
bis hinunter in den Keller

sie schmücken schon die Kaffeetafel
verzieren schon der Sahne Häubchen
verduftet ist der Leut Geschwafel
es gurrt nur noch ein Ringeltäubchen

alles schnüstert in die Küche
deren Tür ein Spalt breit offen
von da kommen die Wohlgerüche
lassen die Schleckermäuler hoffen

die Mutter steht am Herde
rosigrot strahlt ihr Gesicht
sie achtet dass auch alles werde
dass jede Waffel ein Gedicht

sie schöpft den Teig
wie kostbar Schäume
zieret ihn mit Rosenschimmer
sie formt in Formen

Bauchesträume


bestreut sie dann mit Sternenflimmer
schwebt in die Stube wie ein Engel
beladen mit der süßen Fracht

und alle
selbst der frechste Bengel
vergnüglich ihr entgegenlacht

bald hört man nur noch fröhlich schmausen
es schmeckt so himmlisch wunderbar
bloß der Theo, keck – lässt einen sausen
weil ihm im Bauch ’ne Blähung war.

©ee

😉       Ewald Eden

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