Windfinger.

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Windfinger greifen in die Bäume
sie lassen uns vom Winter träumen
und Grau die Tage, Regenwetter
die nächsten Wochen wird`s nicht netter.

Windfinger schütteln Bäume
sie bringen Winterträume,
sie mischen bunte Farben
zu grauen Nebeltagen.

Windfinger wirbeln Blätter.
Wer sprach vom besseren Wetter?
Die Sänger auf den Ästen
sie sammeln sich im Westen.

Zugvögel bilden Horden
Im Osten,wie im Norden
Windfinger stupsen schieben,
den Federgast nach Süden.

Windfinger können streicheln.
Es fallen weich die Eicheln
Kastanien, Eckern , Nüsse
die ersten Wintergrüsse .

Wir müssen uns nun fügen
oder zieh`n – mit nach SÜDEN.

© Chr.v.M.

anti norm welten

anti norm welten

willkommen im internet
weltenverkuppler
anschlußgesellschaft
gleichgesinnter

eingeschleust in medien
und informationsgetriebe
ihres pc
achtung an der bahnsteigstastatur !

die verbindungen
ins internationale und weltweite netz
entnehmen sie bitte
ihrem bildschirm

halten sie nun abstand
von einander
mitmenschlichkeit
wird hier klein geschrieben

verwirklichen sie sich
und ihre alpträume
treten sie bitte zurück
von der höflichkeit

werfen sie noch
einen blick
auf ihre inspiration
achtung bitte

es beißt sich der virus sonst
in ihre gedärme.

anti – norm- welten

© Chr.v.M.

Pfefferminzatem

Morgens noch Pfefferminzatem
Über dem Zaum
reitet der Neubeginn.
Tagfrische sprüht Arbeitsfunken.

Unter dem Schmalspurtraktor
quillt das Süß der Trauben,
wirbelt den Mittag
schweißttreibend auf,

hängt die Staubfahne klebrig
im Nachmittagsglück,
bis zum weinroten Abend
am Wirtshaustisch
sich sinnlose Debatten zerschlagen
dann ein Torkeln.

Zugeklappt die Bordsteine
zwischen der Dorfidylle
schwimmen sie wieder
in der Mondschale,

die Sterne der Nacht,
vor Freude trunken
bis zum Morgen.

© Chr.v.M.