Tränen.

TRÄNEN

Wunden
die das Leben schlägt
baden wir in
heißen Tränen aus
die unsere Seele nicht
vergießen kann.

© ee

Du und ein wenig ich.

Wir haben dem wind gelauscht
und die sterne gezählt

den mond gedreht
zwischen sonnenstrahlen gelebt

sind mit wolkenschiffen geflogen
unsere seelen verwoben

uns ineinander verloren
sind träumen nachgehangen

waren in liebe verfangen
im – DU – gehangen

das WIR neu erfunden
am zeiger der zeit zerbrochen

jeder in sich verkrochen
in meinen tränen verschwimmt

dein gesicht .

© Chr.v.M.

der Unfall

Ein Unfall nahm ihm Frau und Kind
die Trauer alles andere
man fragt sich wo die Freunde sind
wer trägt nun wes Gewande

Die Trauerreden waren kurz
das Beileid hielt die Kürze
verweht so schnell wie ‘n warmer Furz
nur der hat viel mehr Würze

So hat er sich denn fortbegeben
in ungewisse Tage
hat nächtens vielerorts gelegen
nur niemandem zur Plage

Nun wird es irgendwann verlaufen
sein Leben still im Sande
keiner wird ihm Blumen kaufen
verscharrt im Niemandslande
.

©ee

Bild von Michael Gaida auf Pixabay

Abschied auf Zeit

Abschied auf Zeit

Laßt alle – deren Weg zu Ende
in sanftem Frieden von Euch geh’n
baut nur so hohe Trauerwände
daß Ihr gut könnt hinüberseh’n

Begleitet stets mit wachem Denken
die Seelen Eurer Lieben dort
Sie werden Euch Gefühle schenken
und in Euch leben – immerfort

Naht dann Eure eig’ne Stunde
die Tür geht auf zur Ewigkeit
tretet ein in eine Runde
in der nur eines fehlt – die Zeit
.

©ee

Ade Mutter …

D ein Mutterherz hat aufgehört zu schlagen
ich spürte Deiner Hände letzten Druck
nun steh’ ich hier – beginne mich zu fragen
bevor ich weine – geb’ ich mir ‘nen Ruck

ich misse Deine Augen voller Güte
die nie gewollt – daß uns ein Leid geschah
die immer hofften – daß uns Gott behüte
die immer waren für uns Kinder da

wie oft hast Du in Deinen letzten Jahren
gesehnt Dich nach der Kinder Hand
Du wusstest oft nicht einmal wo Sie waren
Sie wussten nicht was Dich mit Ihnen verband

nun ist er fort – der Glanz in Deinen Augen
als Engel schwebst Du über uns dahin
ich frag – ob wir zum Leben taugen
mir geht so vieles durch den Sinn

kann nicht mehr Dich um guten Ratschlag bitten
kann nicht mehr rufen – hilf mir in der Not
vorbei die Zeit – wenn Deine Tränen litten
wenn Du besorgtest uns das letzte Brot

und irgendwann – dann sehen wir uns wieder
ich weiß genau – Du wartest dort auf mich
dann sing’n wir wieder unsere schönen Lieder
ich freu’ mich drauf – ganz still und inniglich.

© ee

Sternentrost.

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Sternentrost.

E s leuchtet mir dein Stern Mutter
in meinen grauen Tagen
ich wollte dir ganz leise
noch stellen viele Fragen.

In deinen Augen lag immer
die Liebe wie ein Schimmer.
Ach wär es ewig doch so sanft
noch lange mir geblieben.

Heut wachst du über mir Mutter
es leuchtet mir dein Stern,
tröstend, er ist geblieben
und die Erinnerung

an all die schönen Jahre.

© Chr.v.M.

geschrieben und aufbewahrt hier für eine Internetfreundin

die mich um ein Gedicht bat,

für Ihre heimgegangene Mutter.

Victor . . .

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Victor . . .

Rauhreif umfängt meine Seele –
friert meines Herzens Tränen,
mit jedem Blick, den ich mir stehle –
vergrößert sich mein Sehnen.

Refrain

Ich hab dich Vicki nur genannt –
du Sonne meines Lebens,
was mich mit dir verband –
das kann mir niemand geben.

Ich fühl‘ die Tage uns’rer Liebe –
obwohl sie längst vergangen sind,
ich hab geträumt, daß ich dir schriebe –
mit Augen, die vor Trauer blind.

Refrain

Ich hab dich Vicki nur genannt –
du Sonne meines Lebens,
was mich mit dir verband –
das kann mir niemand geben.

Man sagt, du kannst mich nicht mehr hören –
weil du die Welt verlassen hast,
ich weiß, und würde es beschwören –
daß du mich an den Händen fasst.

Refrain

Ich hab dich Vicki nur genannt –
du Sonne meines Lebens,
was mich mit dir verband –
das kann mir niemand geben.

Die Einsamkeit verliert die Schrecken –
im Zwiegespräch mit dir, mein Schatz,
die Wunden wird die Zeit bedecken –
und schafft für neues Leben Platz.

Refrain

Ich hab dich Vicki nur genannt –
du Sonne meines Lebens,
was mich mit dir verband –
das kann mir niemand geben.

Victoria werd‘ ich sie nennen –
wenn sie das Licht der Welt erblickt,
ein jeder soll sofort erkennen –
sie ist die Frucht von unserm Glück.

Refrain

Ich hab dich Vicki nur genannt –
du Sonne meines Lebens,
was mich mit dir verband –
das kann mir niemand geben.©ee

ewald eden

Bild von Deedee86 auf Pixabay

meinem Vater.

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meinem Vater.

Z wischen die Wolken geschoben.
Zerrissene Bänder in feuchtgrau
verfangen sich in drückender Traurigkeit.

An dem Schattengeländer lehnt der Frohsinn
nachdenklich, ohne große Hoffnung,
zwischen tristen Trauerstunden.

Stille noch im Verharren
zwischen dem Unfassbaren
meine Worte im Tränenmeer ertränkt


bis der Schmerz des Unbegreiflichen
die Trauer erfasst

blankgedreht im Begreifen……

© Chr.v.M.

du fehlst mir so.

Meinem Vater.

V ersonnen in den Morgen blicken
Unüberhörbar die Stille.
Die Ruhe annehmen.

Sanft Tageswellen spüren
Eisblumen denken und
Schneeflöckchen fühlen

Unsichtbar bist Du da
sendest Wellen von Träume
in flüsternden Tönen

Du bist im Kreislauf der Welt, Vater
mir nah und so himmelfern.

© Chr.v.M.