Die alte Schmiede in Middels

Die alte Schmiede in Middels

Großer Saal, volles – übervolles – Haus.

Die ostfriesischen Jungs hatten – wie alljährlich – die Senioren der Region zu einem gemütlichen Nachmittag bei Tee und Kuchen geladen – zum Klönen, zuhören, zusehen – ganz einfach Kurzweil war angesagt. Alle, die in die Vorbereitungen eingebunden waren, rührten sich nach Kräften –

das heißt, soweit es die Mitglieder des „Fanclubs“ der ostfriesischen Jungs betraf. Kurzweilige Stimmung zu erzeugen, mühten sich die auf der Bühne mitwirkenden Akteure nach Kräften. Verwässert wurde ihr Bemühen gehörig durch den plörigen Tee und ebenso versalzen durch die gepfefferten Preise für Verzehr außerhalb des „Sponsorings“. Die, diese an sich gute Sache, unterstützenden Firmen hätten wahrlich eine bessere Präsentation ihrer kostenlos gelieferten Produkte verdient gehabt.

Bei den kleinen Speisen am Rande machte sich ein krasses Missverhältnis zwischen Menge und Preis bemerkbar. Als großes Manko fiel die fehlende behinder-tengerechte Erreichbarkeit der sanitären Einrich-tungen ins Gewicht. Die wohltuende Sauberkeit der im Untergeschoß gelegenen Toiletten bewahrte den Gefühlspegel vor dem Absturz in den Minusbereich.

Ein großzügig ausgelegter Parkplatz ersetzt eben noch lange kein fehlendes, freund-liches Innere eines gastronomischen Betriebes –

gleich in welcher Größe er sich darbietet.©ee

Eine Galerie der besonderen Art . . .

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Eine Galerie der besonderen Art . . .

Verläßt man den Kirchplatz in Jever über die St. Annen Strasse, muß man nach gut fünfzig Metern unweigerlich den Schritt verhalten. Selbst die flüchtigsten Augen können nicht anders. Eine Galerie schaut man – eine Galerie der besonderen Art. In einem Haus aus der Mitte des vergangenen Jahrtausends wirkt eine Malerin. Kaum eingetreten, ist man von den Seelen gefangen – der Seele des Hauses und der Seele von Bärbel Niemann. Gefragt, warum sie sich gerade in Jever niedergelassen hat, fangen ihre Augen hintergründig an zu leuchten. Liebe auf den ersten Blick hat es bewirkt – nein, nein – lacht sie, kein Mannsbild war der Anlaß – in die Stadt habe sie sich auf das erste Sehen verliebt.

Das Besondere an der Galerie wird dem Besucher dann ganz schnell bewußt – Bärbel Niemann präsentiert sich selbst – eine Malerin der alten Schule mit ständig neuen Ideen. Wer an ihren Malkursen teilnimmt, ist unweigerlich für den Rest seines Lebens Pinsel und Farbe verfallen – und wer nur kommt, um einmal zu schauen – der schaut immer wieder.

Also – Vorsicht! Wer nicht der Faszination des Tuns von Bärbel Niemann erliegen will – der muß um die Galerie in der St. Annen Strasse einen weiten Bogen machen.

Verpasst hat er dann allemal etwas.©ee

Frisia – ein Stern am Backhimmel verglüht.

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Frisia – ein Stern am Backhimmel verglüht

Die Vielfalt in der Einzelhandelslandschaft der Gemeinde ist wieder weniger geworden. In diesem Fall betrifft es nicht nur die Gemeinde Schortens – aber doch, das größte Loch entsteht hier am Ort.

Herz und Gehirn der Frisia-Backwaren sind – oder muß man schon sagen waren – in Schortens angesiedelt.

Woran mag es, zum Teufel, bloß liegen – fragt sich der kleine Mann auf der Strasse, wenn er in die toten Augen vieler Geschäftshäuser blickt – wenn er die vielen verwaisten oder nicht genutzten – oder etwa nicht benötigten – Areale und Gebäude in den Gewerbegebieten sieht. Woran liegt es denn nun? Kann es nicht sein, daß Wunsch und Wirklichkeit in den Köpfen vieler Politiker sich voneinander meilenweit entfernt haben? Mir scheint, daß der Zwang nach vorne zu rennen, keine Zeit läßt einmal nach hinten zu schauen. Die Fähigkeit, etwas Geschaffenes mit Muße zu betrachten, ist wohl verloren gegangen. Jedes verantwortungsbewusste Elternpaar weiß, daß es seine Kinder nicht nur zeugen, sondern auch begleiten muß.

Diese Regel gilt nicht nur in der Keimzelle der Gesellschaft. Warum wird diese grundlegende Erkenntnis heute vielfach nicht mehr beachtet?

Wenn Kinder zu schnell wachsen, sollten Eltern schon einmal genauer hinschauen – und sich nicht nur über die Größe ihrer Sprösslinge freuen. Wer die Zeit aufmerksam in ihrem Lauf begleitet hat, weiß um die Wurzeln der Frisia-Backwaren Gesellschaft –

der hat noch die unschönen Gerüche der Konsumpleiten in der Nase – und wieder einmal sind es die fürs tägliche Brot Rackernden, die wie faule Früchte vom Baum fallen und zertreten werden. Natürlich muß es Macher und Mitmacher geben – aber wenn das Verhältnis der Zahnräder in einem Getriebe zueinander nicht stimmt, ist das Zusammenkrachen vorauszusehen. Bloß – seltsam mutet es schon an – das Getöse des einstürzenden Firmengebildes ist noch gar nicht verhallt, sieht man schon einen Phönix aus der Asche emporsteigen. Auf seinen Schwingen trägt er wohlbehalten die vordem Verantwortlichen – sogar eine neue Produktionsstätte will man schnellstmöglich errichten – eine „Neue Frisia GmbH“!!!

Vermutlich hat man auch schon wohlwollende Politiker hinter sich versammelt, die zur rechten Zeit die Hände zum Beifallklatschen erheben.

Wie laut muß das Hohngelächter gewisser kaltschnäuziger Profiteure eigentlich sein, bevor es den gesellschaftlich Verantwortlichen in den Ohren schmerzt?©ee

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Eis vom Konditor …

Eis vom Konditor …

Pfingstmontag – in Deutschland seit einigen Jahren, wenn auch noch nicht traditionell, so aber doch Mühlentag. Unzählige Ausflügler sind unterwegs um ein wenig Vergangenheit zu schnuppern.

Auf dem Wege von Emden nach Greetsiel machten wir in Norddeich Station. Spontaner Beschluss unserer kleinen Gruppe – hier gönnen wir uns ein Eis.

An Norddeichs Hauptstrasse boten sich uns zwei Gelegenheiten dazu – einmal eine offenkundig südländische Eisdiele – fünfzig Meter weiter verhieß ein großer Schriftzug: „Eis vom Konditor“.

Dahinter verbarg sich die Konditorei

„Cafe – ten Cate“.

Ein großer Werbeträger neben dem Eingang versprach uns den besten ostfriesischen Korinthenstuten.

Eis vom Konditor – das sollte es sein! Und Korinthenstuten für zu Hause.

Schnell hatten wir einen freien Tisch in der Nähe der Theke gefunden.

Während meine Leutchen die Karte studierten, machte ich meinen obligatorischen Gang zur Toilette – wie stets nach dem betreten eines Gastbetriebes.

Die sanitären Anlagen waren in Ordnung – sauber, modern und pikobello.

Einzig die Lage im Kellergeschoß könnte für manchen Gast, der nicht mehr so gut zu Fuß ist, problematisch sein.

Wieder oben angekommen hatte meine Rangen schon für mich mitbestellt – frische Erdbeeren auf Vanilleeis mit Schlagsahne!

Es dauerte ein Weilchen – in der Zwischenzeit hätten wir beim Nachbareismann wohl schon die vierte Portion verzehrt gehabt, aber na ja.

Bei der Fahrigkeit der vier Damen im Service konnte es nicht fließender gehen.

Die Äußerungen, und das hektische Gebaren der Vier, ließen erkennen, die Sahne war ausgegangen.

An sich kein Beinbruch – offen geschlagene Sahne empfinde ich immer als Pluspunkt gegenüber der Sahne aus den Aufschäumautomaten.

Nur das, was in diesem Falle dabei herauskam, ließ alle bisher positiven Eindrücke im Gully verschwinden.

Man servierte uns die gläsernen Pokale erstens auf einer Untertasse eines Kaffeepotts – ohne die Zierde eines Deckchens. Zweitens ohne Serviette, und drittens entsprach der Inhalt genau dem mangelhaften Äußeren.

Da konnten die anstandslos frischen Erdbeeren das zu kalte und zähe Eis auch nicht mehr retten, das von einer gelbstichigen, unangenehm schmeckenden Sahnehaube gekrönt war. Die Sahne war schlicht und einfach schon fast zu Butter geworden.

Der überschwänglich angepriesene „ostfriesische Korinthenstuten“ – von dem man uns noch ein Resthalbes verkaufte entpuppte sich zu Hause angekommen auch als ein Überbleibsel besserer Tage. Sogar unser original kanadisches Buschmesser hätte sich beim schneiden fast die Zähne ausgebissen.

Einzig das Schwarzbrot- von dem wir auch ein Pfund mitgenommen hatten – bestand alle kritischen Prüfungen. Es war – wie schon zu allen Zeiten aus dieser Bäckerei – einfach super.

Mein Fazit: Der Konditor sollte ein Bäcker bleiben, und das Eismachen seinem Kollegen aus dem Mittelmeerraum überlassen. Dann hätte er sicherlich auch ein wenig mehr Zeit für den „ostfriesischen Korinthenstuten“

©ee

Immer wieder NEUES hier zu finden :

https://christinvonmargenburg.blog/neues/

und viel mehr …

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Zoofachgeschäft

und viel mehr …

Ein Thema im Kreis meiner befreundeten Tierschützer war der Anstoß, mich einmal im Fachhandel ein wenig umzuschauen. Verwirrende Vielfalt im Sortiment – das war mein erster Eindruck. Wer, fragte ich mich, soll sich da zurechtfinden. Welches Frauchen von Mietze, welches Herrchen von Bello hat den Sachverstand, das alles zu sortieren, zu bewerten, und dann die für sie oder ihn die richtige Wahl zu treffen.

Natürlich die Verkäufer – oder Fachberater, wie es heute heißt.

Nach dem zehnten oder elften Schnuppergespräch kam ich mir vor, als wenn mein Hörgehirn sich in spanischen Reitern an irgendeiner Frontlinie verstrickt hätte. Ein schier unentwirrbares Knäuel von Informationen drehte sich in meinem Kopf. Ich war soweit, meine imaginären Kois mit Hundefutter zu versorgen, und dem Wellensittich getrocknete Büffelhaut anzubieten. Auf zehn stets gleich lautende Fragen bekam ich – grob geschätzt fünf Neckermannkataloge voll – verschiedene Antworten. Aufgeben wollte ich schon – ganz einfach die Segel streichen, auf meiner Suche nach dem richtigen Hafen für meine Arche Noah.

Doch plötzlich schwamm mein Schiff in ruhiger See – ein Lotse war an Bord gekommen. Er führte mich mit Kompetenz und sicherer Hand an einen geschützten Liegeplatz. Abseits der großen Heerstrassen und fern allen Trubels – am Schortenser Mühlen- Ecke Kreuzweg fand ich ein Paradies für Tiere und Tierfreunde. Gut sortiert und reich bestückt die Geschäftsräume. Ebenso gut sortiert und reich bestückt, in Wissen und Auskunftsbereitschaft, der Mensch inmitten dieser Welt. Auf jede Frage von mir kam von Tobias Saathoff eine klare, verständliche Antwort. Der angehende Tierheilpraktiker gab ein gutes Bild ab. Ich hatte für die Brötchen, die ich mir wünschte, einen Bäcker gefunden. Neben einem Sack voll handfester Informationen nahm ich noch ein sehr gutes, und angenehmes Gefühl mit nach Hause:

In diesem Zoofachgeschäft kostet nicht jedes Wort gleich einen Taler.

©ee

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Ein Stück Seele am Kirchplatz . . .

Ein Stück Seele am Kirchplatz .

Wenn man sich den jeverschen Kirchplatz als Bummelziel auserkoren hat – zum kaufen oder einfach so zum gucken – kommt man einfach nicht an einem kleinen Schaufenster vorbei. Selbst Rückwärtsläufer werden magisch von diesem Viereck angezogen. Was haben diese acht Quadratmeter verglaster Hausfront, was andere in der Reihe nicht haben? Wenn man denn davorsteht, sieht man es – ein Schritt in den „Laden“ hinein und man fühlt es – in der Werkstatt von Sina Christine Jostes bekommen Seelen ein Gesicht.

Entweder ein neues – oder ihr altes zurück. Unter den Händen der kunsthandwerklichen Buchbinderin mit den ostfriesischen Wurzeln und dem unnachahmlichen Schweizer Dialekt entstehen Dinge, die das Gesicht derjenigen Menschen widerspiegeln, die sie in Auftrag gegeben haben. Doch nicht nur das – sie macht auch Gedanken und Gefühle längst dahingegangener Schreiber oder Schreiberinnen wieder gegenwärtig –

mögen sie auf ihrem Weg durch die Zeit auch noch so sehr gelitten haben. Restaurierung kostbarer Buchedelsteine ist ihr Spezialgebiet –

sie vorzeigewürdig neu einzukleiden ist ihr stetes Bemühen. Sina Christine Jostes – ein weiblicher Christian Dior der Buchbindekunst

hat mal ein begeisterter französischer Kunde gesagt, als er eine vorher völlig zerfledderte Bibel – ein Erbstück seiner Urahnen – von ihr zurückbekam.

Einzig die Unnahbarkeit großer Geister sucht man bei ihr vergebens –

wann und wo auch immer – Sina Christine Jostes hat für jeden ein offenes Ohr.©ee

Die „Friedeburger Jungs“

Die „Friedeburger Jungs“

ein strahlendes Licht im Meer vieler Kerzen!

Die ostfriesische Halbinsel ist Heimat vieler Sänger und Chöre. Der alte Wilhelm – weilte er noch unter uns – würde sein vernichtendes Urteil über die Sangesfreudigkeit der Ostfriesen garantiert schon längst revidiert haben.

Von der Ems bis an die Jade – von den schmucken ostfriesischen Inseln bis an die Grenzen des Ammer-landes hört man es klingen.

Allerorts wird gesungen und musiziert – auf allen Ebenen findet man für jeden Anspruch den passenden Ton, und den passenden Rahmen.

Eine herausragende Stellung nehmen unangefochten die Sänger aus Friedeburg ein.

Die „Friedeburger Jung’s“. Seit Jahren halten sie ihre Position im Spitzenfeld der musikalischen Streiter.

Ob im Chor oder als Solisten, auf der Bühne – gleich wo sie sich befindet – ist jeder eine Klasse für sich.

Im großen Saal des Schortenser Bürgerhauses lieferten sie am 20. Februar erneut den Beweis.

Wer sich diesen Genuß hat entgehen lassen, dem hat am nächsten Morgen mit Sicherheit in Stück schönes Erlebnis gefehlt.

Die lautstark und begeistert geforderten Zugaben, kann man getrost als den besten Beweis für die Klasse anführen.©ee

Der zerbrochene Krug . . .

Der zerbrochene Krug . . .

Wer kennt es nicht – das Theaterstück.

Als ich kürzlich auf dem Weg meiner Erinnerungen an Dudens Gasthof – mitten im Herzen Sengwardens – meinen Schritt verhielt, um die Erlebnisfarben an den „Deutschen Adler“ – wie er seit Generationen offiziell hieß – aufzufrischen, fand ich keinen Pinsel und keine Farbe.

Nichteinmal ein Hauch von Annegret und Bernhard – geschweige denn von Oma Alma, Opa Paul – oder gar von Onkel Hans. Sengwarder Hof steht jetzt in neuzeitlicher, uniformierter Reklameschrift an der Hausfront. Wer die Buchstaben in dem leuchtenden Kasten unbeachtet läßt, sieht bloß eines von vielen gleichgeschalteten Wirtshausschildern vor sich. Die Kreativität in den Köpfen der Werbestrategen der dahinterstehenden Bierbrauer scheint mir wie ein Stier ohne Hörner – oder wie eine Einstellung, die abfärbt.

Im Inneren des Hauses – das ich aus der Vergangenheit als quirlige Welt kannte – empfing mich eine Atmosphäre der Gleichgültigkeit. Das Gefühl, jeder Handgriff oder jeder Schritt zum Wohle des Gastes verursacht beim Personal Unbehagen, ließ mich schauern.

Wenn Gäste aus Getränkenot mit bunt zusammengewürfelten Thermoskannen zwischen den Tischreihen hin- und herwehen – oder gar das dazugehörige Gebäck auf Servietten selbst zum Tisch tragen müssen – obwohl genügend dienstbare Geister am Tresen anwesend sind, wird es keinen Gast verleiten zu verweilen.

Ich habe nur wehmutsvoll den vergangenen Zeiten hinterher geschaut. Der abschließende Blick in die ungepflegte Toilettenanlage hat mich ganz schnell hinausgetrieben. Schade für das Haus um die vertane Chance.

Meine Punkteliste habe ich in der Tasche gelassen.©ee

Der alte, neue Siedlerkrug . .

Bild von Dimitris Vetsikas auf Pixabay

Der alte, neue Siedlerkrug . . .

Thomas Steyer – der Kapitän des Siedlerkruges in der Voslapper Tiarkstrasse – hat einen neuen Kurs angelegt. Behutsam möchte er zu den Traditionen des Siedlerkruges zurückkehren. Neues mit hergebrachtem verbinden ist sein Ziel – den Voslappern ihren Treffpunkt – und vor allem ihren Saal für Veranstaltungen aller Art zurückgeben – das steht als Maxime über seinem Bemühen. Den Rahmen bildet in Zukunft Voslapp, Hafen, Strand und Meer – ausgefüllt mit allem, was Menschen von einem Ort an der Küste erwarten. Den Zinnsoldat – den alten Voslapper Leuchtturm – hat die Familie Steyer sich als Schutzpatron gewählt. Er wird in Kürze die Gäste schon von weitem begrüßen – und sie bei ihrem Aufenthalt in den gastlichen Räumen begleiten. Hier kann jeder nach Herzenslust essen und trinken was das Herz begehrt – natürlich auch vegetarisch – und das zu Preisen, von denen die Gäste andernorts nicht einmal zu träumen wagen.

Die Wirtsleute hoffen, daß die Voslapper einmal in der Vergangenheit ihres schönen Ortes herumkramen, und dabei diese oder jene schöne Erinnerung entdecken, die dann im Siedlerkrug präsentiert werden kann. Eine wunderschöne Gelegenheit für den Ortsteil Gemeinschafts-sinn zu zeigen – und den Siedlerkrug zu einem kulturellen Mittelpunkt werden zu lassen. Die Familie Steyer hat für alle Ideen ein offenes Ohr

– reden sie einfach mal miteinander.©ee

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* Bi us to Huus *

Bi us to Huus.

steht auf dem Schild
an dem ich gerade
in Gedanken versunken vorbeigedrüselt
zehn Schritt bin ich schon davon entfernt
als ich bemerke
ich trippel auf Zehenspitzen
als hätt’ ich’s Balletttanzen gelernt

dabei hab’ ich bloß des öfteren zugesehen
eine Weile – ach was – ganz lang ist’s schon her
wenn die kleinen Mädchen
in ihren schwebenden Röckchen
an der Stange vorm Spiegel Figuren übten
oftmals getrieben
vom hinter ihnen bebenden Stöckchen

jetzt wollt’ ich doch wissen ob sich da was geändert
darum hab’ ich mich flugs um mich selber gedreht
und bin in die Ballettschul’ geschlendert
Überraschendes kam mir entgegen
und mir war als wär es mir angelegen
nur helle Begeisterung zu verspüren
hinter dieser Ballettschule Türen

nichts war da von Zwang und militärischem Drill
keinem Schüler war bang
und ich merkte bei jedem
von Herzen ein fröhlich

„Ich will“

©ee

eine Sendung von Ewald Eden bei Radio – Jade