Stolperfalten.

An deiner Rinde
geduldige Ameisenwanderer,

sieh die ewig Fleißigen
wie sie sich abmühen,

aufraffen über die Holzfalten
hinter der Parkbank,

auf der die Jugend lümmelt
vor dem Leben geflüchtet

in ihrer Zeit
der Mutlosigkeit.

© Chr.v.M.

goldene Ringe…

K rieg ist der Vater aller Dinge
sagen Menschen mit Sachverstand
sie sehen das Ganze durch goldene Ringe
und bringen Verderben über das Land

sie schicken Raketen mit tödlicher Fracht
an blühende fruchtbare Orte
und sagen sie hätten den Frieden gebracht
mit ehrlichem biblischem Worte

sie sagen sie hätten die Menschen befreit
von Knechtschaft und blutiger Fron
und wären zu selbstloser Hilfe bereit
die Freiheit der anderen wäre ihr Lohn

so bauen sie auf was sie selber zerstört
und füllen damit ihre Kassen
sie tun als ob ihnen die Welt gehört
und wundern sich wenn ihre Opfer sie hassen
.

© ee

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Zur Zeit goldene Zeiten für die Waffenindustrie

Zur Zeit goldene Zeiten

für die Waffenindustrie.

Erntedank für Waffens Schmieden
dank’ weltumspannend’ blutig Frieden.
Wenn Frieden färbt die Wüsten rot
der Waffenschmied hat keine Not.

Strategen Blut und Wasser schwitzen
an Weltenmachts Regierungsspitzen,
wo wohl noch was zu kürzen sei
für der Waffen Vielerlei.

Ständig fällt ihnen Neues ein
wo sie noch was streichen können –
für der Mächt’gen Schweinerei’n
um es mal beim Nam’n zu nennen.

Nichts ist ihnen schützenswert –
ausser Waffenschmiedens Herd.
Darin muß das Feuer gluten –
und darum muß die Erd’ halt bluten.

Die Hauptsache die Kasse klingelt,
wenn Schlange sich um Opfer ringelt.

©ee

ewaldeden2014-10-21

Mein Land . . .

Mein Land . . .

Ich kehre weiß gekleidet zurück
und weine viel – wie sie wissen

ich werde begraben hinter dem Glück
und schwebe über den Wolken
ich werde Nebel – ich werde Zeit
ich kehre zurück – wie sie wissen

ich gewande mich schwarz und weine in Trauer
ich harre in Stille für die Toten der Mauer
ich bezeichne die Täter
und schlucke die Tränen
ich kehre zurück – wie sie wissen

ich male die Farbe der Unschuld
und lasse das Land dem Verbrecher
ich kehre zurück – eine fliegende Seele
die über den Wohnstätten schwebt
ich schütze die Kinder – und werde zur Rose
damit die Liebe weiter lebt
ich kehre zurück – wie sie wissen

ich werde zur Blume
die sprießt auf den Gräbern
es schließt sich der Ring um den Sand
ich werde mich freuen
der alten Getreuen
und grün wird das blutige Land
ich kehre zurück – wie sie wissen

Die Gefühle meines syrischen Freundes Muhamad von mir in deutsche Worte gesetzt

ewaldeden

© ee

Bild von David Peterson auf Pixabay

Frieden ..

Friedens-Nobelpreis …

Frieden ist ein schwierig’ Wort,
kommt’ leicht oft über Kriegers Lippen –
dahergesagt an vielen Ort’,
wo Blut strömt über bleiche Rippen.

Kein Wort wohl in des Schöpfers Welt
wird so mißbraucht, so vergewaltet,
wohl häuf’ger noch als das Wort Geld,
das Machteshungers Welt gestaltet.

„Frieden“ erweckt bunte Bilder
in vieler Menschen Hoffenssinn –
doch meist sind’s nur Reklameschilder,
mit Gift und Sprengstoff mittendrin.

Da wird ein Preis wohl ausgelobt,
der zu Beginn auch wohl recht ’nobel‘ –
sollt’ Hoffnung wecken wo Krieg tobt,
sollt’ wertvoll sein wie Königs Zobel.

Geworden ist aus ihm ‘ne Masse,
wie Ware auf des Hökers Karren –
mit Qualität der Unterklasse,
für die Begier der Völker Narren.

ewaldeden2019

© ee