Mein Glücklichtag.

Mein Glücklichtag.

Das Gras wiegt sich im sachten Wind
am Bach dreht sich ein Mühlenrad
und in die Hände klatscht ein Kind
ein strahlend blauer Frühlingstag.

Ganz ruhig liegen hier die Felder
und drüben rauschen mir die Wälder
die Blumen blühn in meinem Zimmer
es reflektieren Sonnenschimmer.

Durchs Fenster hab ich dies gesehn,
die Farben glühn, sind wunderschön
und durch das offne Fensterauge
ein süßer Duft und dort die Taube.

Sie trägt die Freiheit und das Leben
in ihrem Schnabel wie ein Segen.
Ein Sonnentag, so strahlend Blau,
dem Heute ich entgegen schau.

© Chr.v.M.

Triumph.

Triumph.

dann windgedrängt im wolkenlicht
küsst sonnenschein das erstes blatt
und auf den zweigen grün sich bricht
im tropfen tau, verwundert matt.

das sich verbergen ist nicht mehr
die wiederkehr nun hat begonnen
es drängt aus erdbraun sich noch schwer
der blütenvielfalt sacht, besonnen

das meislein hielt dem winter stand
sie zwitschert froh ein frühlingslied
ein hälmchen das ins nest sie band
es fattert nun am rand als sieg.

© Chr.v.M.

Hingehaucht.

Gerissen der Boden, Dezemberstarr überzogen,
das letzte Blatt am Ast braundürr.

Hingehauchtes Weiß läßt Atem erstarren,
nebelig verwaschen ein Wintergesicht.

Im Licht der Bäume die noch letzten Tage,
in trockenen Farben, hinter geröteten Augen

und knisterndes gehen auf unsichtbaren Wegen
ausbalanciert, bis in den verwunschenen Morgen.

© Chr.v.M.