seelenwarmer wanderer.

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s eelenwarmer wanderer
mit staunemund
der griff nach verlangen
dampft immer noch

dein schütternes haar
wirbelt mir
zärtlich augenblicke
in treueblau

unter uns nur
tanzen regenwürmer
zwischen den zeitfugen
walzer.

© Chr.v.M.

Ich saß und saß …

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Ich saß und saß …

I ch saß und saß so manche Stunden
las großer Dichter Denkensgut
gar oft hab’ ich sehr viel gefunden
das nicht berührt mein inn’res Blu
t

fand nicht der Wesen Seelensprache
fand nicht Berührung tief in mir
fand oft Gedanken nur ganz flache
bunt dargestellt als Wortgewirr

als Wortgewirr aus krausen Köpfen
garniert mit sehr viel Denksalat
verflochten oft zu dicken Zöpfen
Gedankenschrott als hochkarat

selbst wenn ich schaute um die Ecken
taucht’ tief in das Gesagte ein
um mir verborg’nes zu entdecken
ließ leerer Inhalt mich allein

oft fand ich unter schillernd’ Umhang
nur ein mageres Gerüst
sucht vom beginnen bis zum Ausklang
die Stell’ wo Muse sie geküsst.

© ee 2005

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Der LEBENS -Punkt . . .

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Der LEBENS -Punkt . . .

D as Lebensalter wendet sich
und mit ihm auch das Leben
das Schicksal zog ‘nen dicken Strich
will Dir wohl neues geben

Schlag die gemeinsam schönen Jahre
in Geschenkpapier Dir ein
sie gut als Lebensschatz bewahre
in der Erinnerungen Schrein

Nun hast Du Deine ersten Schritte
in dieser neuen Zeit gemacht
und wünsch’ daß nach des Lebensmitte
in Maßen stets die Sonne lacht

Der Tag auf Deiner Lebensuhr –
egal auch was Dich noch erwarte
verkündet Dir den Zeitpunkt nur
wir wünschen Glück für Dich – Renate.

© ee

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Fotos dank Pixabay

Alle Tage

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Alle Tage

M an hört ständig Behördensprecher
in Worthülsen den Müll verpacken
den aufgekratzt’ Regierungszecher
täglich auf die Tische kacken

Alles wird schön breitgemacht
es muß ja richtig stinken
sonst würd’ das Land in dunkler Nacht
zu schnell im Sumpf versinken

Man hätte gar nicht genug Zeit
die Früchte zu genießen
entgangene Gelegenheit
die würd’ doch nur verdrießen

Und da man sehr penibel ist
hat man einen wachen Blick
das Unten jeder von dem Mist
bekommt ein riesengroßes Stück

Denn wenn die Kleinen es nicht schlucken
was oben angemengselt wird
die Großen würden heftig spucken
und Kotze hat noch nie geziert.

© ee

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Ein kleiner brauner Wasserfloh…

Ein kleiner brauner Wasserfloh…

E in kleiner brauner Wasserfloh
aus dem Tümpel hinter Nachbars Wiese
hatt’ sich verirrt ins Fuder Stroh
und hockt jetzt auf der schwarzen Liese

was er so auf der Kuhhaut findet
das will ihm nicht so richtig schmecken
er trägt mit dem Gedanken sich
zu springen auf den bunten Schecken

doch wie – das fragt er seine Vettern
die Laus und auch den Läuserich
wie soll ich durch die Gegend brettern
ich hab’ hier doch kein Wasser nich’.

© ee

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passende Fotos gefunden auf https://pixabay.com/de/

Thanks