im Abendglück.

A uf Weidenzweige

wiegen sich Glücksmomente

im Abendlicht.

© Chr.v.M.

Bild von Peggy Choucair auf Pixabay

Ein schöner Tag . . .

Ein schöner Tag –


das sagt sich leicht,
das klingt so gut nach Liebe –
ein schöner Tag –
was ist das?

Ein schöner Tag


der bringt Gefühle;
die anders sind als kraus –
doch wirklich schöne Tage
die sehen oft wie Bernstein aus:

Da stellt man sich die Frage,
was ist des Glückes Schein –

ist es die pure Sonne,
ist es des Sturms Gebraus?
Sind es des Fühlens Schatten,
oder der Tränen Lauf?

Wenn alles du genossen,
wenn alles du gelebt,
wenn wie in Erz gegossen
dein Inneres gebebt,

dann weißt du

wie ein schöner Tag
mit dir die Zeit erstrebt.

©ee

Tagesabschied.

A us des Sommers warmer Erde
steigt helle Dunkelheit empor
des Tages Abschiedsgrußgebärde
kommt mir wie sanftes streicheln vor

der leuchtend Rosen roter Schimmer
glüht feurig in dem schwindend Licht
in uns’rer Laube
Erkerzimmer

die Stunde uns’rer
Lieb’ anbricht
im Kamin knistern
die Scheite

die Flammen lecken
hoch empor
wir kuscheln eng uns Seit’ an Seite
auf dem weichen Fell davor

roter Wein blinkt im Kristall
des weißen Brotes köstlich Duft
der Flöten lieblich Widerhall
ganz zart an uns’re Seelen knufft
.

© ee

Nach dem Tag

Nach dem Tag .


Der Mandelblüten zitternd Schweigen
des Mondes Tränen still berührt
auf dem See der Wellen Reigen
die Seele durch die Träume führt

die heiße Sehnsucht deiner Augen
sich tief in mein Verlangen brennt
fühl sie an meinem Herzen saugen
egal auch wieviel Welt uns trennt

das leise wispernd Spiel des Denken
der Hauch deines Begehrens Glut
ich spüre dein dich selbstlos schenken
ich fühle es du bist mein Blut

du bist der Spiegel meines Sein
du bist mein gestern und mein morgen
bist meiner Liebe Herzensschrein
nur bei dir bin ich geborgen
.

© ee

Resttag unter grauer Sonne.

.

Resttag unter grauer Sonne.

u nd die sonne
ist hinter mir
umwolkte ständige begleiterin
mit einem auge ausgeleuchtet
den knickweg der so staubig
übergraut und flach
fast schamhaft
vor mir liegt

goldgrau die sonne
im blinzeln ein versinken
im staub und dunstnebel
mit einem ernsten augenaufschlag
millionenhalmiges
belanglosdürftiges gras
nach der wegebiegung
erschöpft mir dargeboten.

dürrhalmige grasteppiche
die nach blumigen erleben riechen
dazwischen industriedüfte
für taunächte und erträumtes
und über mir jetzt der himmel
der gnädig grauhalmiges umarmt
hier bleibe ich mit nackten füßen
ein barfüßiges bestaunen
und die sonne versinkt in mir.

© Chr.v.M.

Bild von Ralf Vetterle auf Pixabay

Wenn ich doch könnte …

.

Wenn ich doch könnte …

O ftmals wenn etwas geschieht
dann denke ich, ach – wenn ich doch könnte –
wenn Menschlichsein zitternd vor Unmoral flieht
so wie wild’s Tier in Panik vor Feuer fort rennte.

Immer dann wünsch ich, ach – hätt’ ich die Macht
um weltliche Unhold’ zu stoppen,
die über die Schöpfung stets Unheil gebracht –
ein solches Vermögen das wär wahr’ nicht zu toppen.

Doch bin ich nur leider ein urkleiner Wicht,
ein Niemand mit brüchiger Stimme –
ein langsam erlöschendes flackerndes Licht,
vielleicht ist das auch das einzige Schlimme.

ewaldeden2015-03-04

© ee

Der Silbermond …

51767667_397221580851503_6366892217176424448_n

.

Der Silbermond …

Du dicker runder Silbermond ,
da in der tiefen schwarzen Bläue –
sag’ uns, was Dir innewohnt,
mach schlau uns in der Menschseinschläue.

Der Mann im Mond, so denken wir
mit uns’rem winzig’ Menschverstand,
hat keine Last mit Querverkehr,
dieweil es unbewohnt, sein Land.

Dabei haben wir man grade Ahnung
von einem Pünktchen aller Wahrheit –
von Tidenhub und Insellahnung,
bis hin zur Stein- und Eiseszeit.

Wir wissen um unsere Verdauung
und wie man Bomben baut und mehr –
dabei ist Menschens Weltanschauung
ein Furz – und der sitzt auch noch quer.

Du wirst jetzt deine Nase krausen,
du lieber bleicher Mondesmann
und sagen, lasst ihn einfach sausen –
im Weltall stört sich niemand dran.

© ee

Foto von Herrn Horst Dauth

dankeschön

Eine Frage bloß ….

.

Eine Frage bloß ….

H ast Du schon mal eine Münze
mit nur einer Seite geseh’n?
Nein, sagst Du – und fragst zugleich
wie, bitte, soll das denn auch geh’n.

Das kann doch nicht sein,
das gibt es doch nicht –
das leuchtet Dir ein,
da zweifelst Du nicht.

Beim Leben
da scheinst Du es anders zu halten –
da glaubst Du,
es gäbe nur Sonne und Licht.

Du siehst nicht
die wirkend’ Zerstörergestalten
an denen das Gute im Zeitlauf zerbricht.

Mit solcherart Denken fährst Du im Streben
mit Schlagseite ständig am Leben vorbei
erfährest kein Schenken, erreichest kein Geben
und segelst ganz schlicht das Erleben entzwei.

Halt ein, mal ein wenig,
und wende den Taler –
sieh’ an was sich da drunter all’s regt,
und ist es auch nicht der süßeste Honig,
so ist es doch das, was der Welt Tage prägt.© ee

ewaldeden©2013-01-29

.

.

bunte töne bei WorldOfOmnia

thanks