Traumgärten

die nacht schlägt königsblaue falten
im balsamgarten plätschert der fluß.

der himmel atmet mondträume aus
das sternenzelt fängt mir ein lächeln ein.

im schirm der lampe
erkenne ich sanftträumende augen.

du hauchst herzen
auf das eis deines fensters .

du bist mir mein leben
tief in mir ist glück.

© Chr.v.M.

kein Gedicht.

GEDANKEN an Dich.

Glücksmomente

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In meinen Träumen bewahre ich
das Staunen und Lachen

wenn schlaftrunken alle Sterne
auf meine Märchendächer purzeln

und der Mond spitzbübisch
durch blühende Traumfenster blickt.

Bis die knarrende Türe des Morgens
in den neuen Tag fällt

und alle Lichtpunkte auf meiner Bettdecke
sich in Glückmomente verwandeln

damit ich sie festhalte am Saum
dieser verschwiegenen Nacht.

© Chr.v.M.

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Der Abend naht…

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Der Abend naht…

Ein langer Tag geht nun zu Ende
ein langer Tag voll Gottesnäh’ –
ich geb’ mein Sein in Seine Hände
und weiß, dass alles wohlgescheh’.

Ich weiß, daß er es schon wird richten
in seiner großen Gottesgüte –
geordnet alles nach Geschichten,
verwahret sie in gold’nen Tüten.

Das gibt dann uns’ren Tagen Licht,
und macht das Dunkel uns erträglich –
ohn’ das wär Mensch unscheinbar Wicht,
und würd’ verdorren wortlos kläglich.

©ee

Dorfnacht

Dorfnacht

Im Sternengarten steht der Mond
sein Licht zeichnet bizarre Schilder
gehauchte warme Sommernacht
begleitet dunkle stille Bilder

in Mondes Schein sieht man Bewegung
von lautlos stillem Eulenflug
des Kirchturms Kreuz steht ohne Regung
inmitten wilder Gänse Zug

gelber Kneipenfenster Flecken
zerfließen in der klaren Nacht
dahinter mag manch Elend stecken
von überall wohl hergebracht
von bieresfeuchter schwerer Zunge

Gemurmel füllt des Kruges Licht
manchesmal aus voller Lunge
jemand in lautes Lachen bricht
in rauchesschwangeren Lampenkreisen
am Tresen hocken noch Gestalten
sie woll’n der Welt die Zukunft weisen

und jedermann das Glück erhalten
nach zwanzig Glas Genever
von barschem Wort des Wirtes
in torkelnd Gang gebracht
verlassen sie den Ort
wo Schnaps wohl rosa Wolken macht

Sprechversuche bleiben schwaches Lallen
vom Wind verschluckt – wie weggewischt
mit schwerem Kopf in leere Betten fallen
das Schnarchen mit Geneverdunst vermischt
die Nacht spielt ihre alten Rollen


der Morgen durch dunklen Wolken bricht
.

©ee

Die Nacht

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Die Nacht ist Nacht

ist kalt und leer
irgendwie fehlen die Sterne
die Nacht ist heut so lichterleer
so mondenlos und seelenkalt
man hört kein Käuzchen sehnen

man fühlt kein Bäumchen
früchteschwer
sich unter lieb’ Gedanken dehnen
man spürt nicht Wärme sich verbreiten
nicht Hände suchend tasten

man ahnt nicht Mund
zum Munde gleiten
man hört nicht Herzen zitternd hasten
man sieht nur
dunkle schwarze Schwärze

dunkle Schwärze ohne Ränder
nichts, wonach man könnte greifen
kein warmes Licht
kein’ helle’ Bänder
man kann nur Finsternis durchstreifen

man kann nur irren blind umher
mit Hoffnung
auf den neuen Morgen
der Nacht ertränkt
im Sonnenmeer
.

© ee

Mondscheingärten.

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P lätschernde mondscheingärten
über sternen bestickter nacht
hängt aufgebläht
der mandarinenmond überreif
zwischen mondscheingärten.

im dunst der dunkelheit
ein schweben
flüsternde stimmen
luftleicht getragen
über tanzende kanalwellen .

ein celloton
dort im vibrierend
geballt in rosa schaumkronen
ertastetes
zwischen gefiltertem laternenlicht.

hier ist mir
wie engelsingen
körperloser stimmen

Dein zeh wippt nackt den takt.

© Chr.v.M.