Merkel + Ich Teil 2

wer WIR sind.

ALSSSSSSOOOOOOOOOO:

ich bin Merkel. Echt. Ich heiße wirklich so. Ich bin auch nicht auf die Schnauze gefallen, Pekinesen sehen so aus !

Ich bin auch keine Fußhube, kein Flohdampfer und ein Schoßhund bin ich schon dreimal nicht.
Seit ich denken kann lebe ich bei meinem Frauchen im Bücherschrank.
Dritte Reihe links außen, direkt neben Schiller und Goethe, manchmal kippt Mörike um, aber nur manchmal, dann hat Wolke noch Platz. Meine Freundin , auch nur  manchmal ,
meine Freundin. 
Von dort aus habe ich eine Klasse Übersicht 

auf alle Geschehnisse die sich unten abspielen. Und da tut sich viel aber davon berichte ich Euch ein anderes Mal … 

Eure Merkel

Merkel und Ich Teil 2


Bald da, wo ist das ?

“ Wau “ sage ich und Frauchen  
“ Merkelchen sei still, wir sind bald da ! „ Also nochmal “ Wau “ die Landschaft fliegt an uns vorbei, flach wie ein Bügelbrett . Hier könnte ich nicht auf und davon, mein Dosenöffner würde mich  nach drei Tagen noch sehen. Neben mir beschwert sich der weisse Flokati lautstark . “ Sollen wir mal Pause machen “ kommt es von vorne. Zweimal bellen heißt  “Au ja !„ Frauchen hat begriffen, sie schwenkt das Fahrzeug rechts rum und zirkelt es auf den Rastplatz .
Dabei klappert das Geschirr im Schrank und alle Lehrbücher die auf dem Campingtisch lagen rutschen verdächtig nah in unsere Richtung. Doch da steht schon unser Reisebus und Frauchen dreht das Radio auf aus. Jetzt endlich Raus ! Bis sie uns von und  aus der Box befreit hat noch schnell den Kauknochen zwischen die Hauer. Man weiß nie was geschieht , wenn ich nicht gleich da bin und mitnehme was doch mir gehört. Oh Schreck, da kommt schon die Leine. Nebenan rumort es auch. Die weiße Wattelady will auch raus, aber erst bin doch ich dran , denke ich noch. Da tanzt sie mir schon vor der Nase rum und streckt ihre Krallen durchs Gitter. Die Klappe geht auf, ich mache einen Satz nach draußen und lande mit einem großen Satz direkt auf dem Picknickkorb. Zwei Minuten später bin ich daraußen, inclusiv des Inhalts vom Futterkorb , natürlich muß ich gleich an die Leine, leider. Es rollen Platikbecher  mit lautkappernden Geräusch Richtung Ausgang. Dann macht Frauchen mich mit dem „Lederhaltmichfestgestrippe„ am Türgriff fest.
Aber HALLO,  ich möchte doch nach der langen Autofahrt rennen , also ziehe ich wie ein Stier und was dann geschieht ist gigantisch, beinah  wie die Weiten da vor mir.
Das Halsband machte klack und ich bekam lange Füße und rannte, rannte und Frauchens Stimme wurde leiser und leiser und leiser …

das Leben hat was echt
Pfote drauf ,  eure Merkel.

Na das hatte mir grade noch gefehlt. Hinter mir furchteinflößend die Landstrasse,  mit rollenden Blechungeheuern , meine zeddernde Miau in der Katzenbox und ein fehlender Hund , meiner.

“ Merkel komm hier her sofort  ! “ Da konnte ich rufen so viel wie ich wollte. Sie dachte nicht im Traum daran. Also,  das Auto abschließen, vorher alles ausgekippte wieder rein, die Katze inclusiv und dem Hund hinterher.

Zwei Stunden Später.

Ich finde endlich zurück zu dem Parkplatz auf dem das Auto steht, mein Orientierungssinn funktioniert noch, stelle ich beruhigend fest, doch der Hund bleibt verschwunden. 
Also Katze aus der Box befreien, Geschirr überstülpen, Leine an und die mitgenommenen Doppeldeckerbrote  auf dem Rastplatz vertilgen. 
Schön das es hier Bank und Stühle gibt. Maunz gefällt es auch. 
Nur den Tisch muß ich abkehren mit dem Handfeger, also packe ich das Vesper auf die Bank die scheint einigermaßen sauber .

Mau  frißt genüsslich Gras während ich mir aus dem Auto noch schnell was zu trinken hole und den Kehrbesen. Minuten später zurück, stelle ich erstaunt fest, das mein komplettes Vesper unter dem Tisch liegt, samt Einwickelpapier,  aus dem ein buschiger Schwanz wedelt der die verblüffende Ähnlichkeit mit MERKELS hat. 
Sie ist wieder da, unter der Tüte laut schmatzend und ich kann nicht mal böse sein so froh bin ich. 

Das Frauchen wieder sauer ist , versteh ich nicht. 
Stundenlang diese Autofahrt „wer weiß wo hin“ und machen wir endlich Rast und ich könnte rennen nach Herzenslust , bindet sie mich einfach an die Autotüre an. Welch Glück für mich das es nicht hielt und ich endlich frei wieder rennen durfte , na ja , konnte…  bis ins nächste Dorf und wieder zurück. Das Essen hatte sie mir ja schon hergerichtet und auf die Bank gelegt so daß ich es nur noch runterziehen mußte. Ach waren die Wurstbrote genial für meinen leeren Magen, genau das Richtige. Dankeschön geliebtes Frauchen. 
Sie hat mich dann sang und klanglos ins Auto gesetzt  und kein einziges Wort gesagt , also doch sauer.

Angekommen , wo auch immer.

Das Geschunkel geht weiter. Frauchen stönt und schimpft ,

sie ruft laut : “ Verfahren ! “ Was das wieder heißt. Maunz passt das Alles auch nicht. Dann holpert es plötzlich und das Gefährt schwenkt nach links mit samt  dem klappernden Inhalt meiner Reisekiste , das das Trockenfutter nach rechts fliegt und ich grad noch in Deckung gehen kann. Dann Geldgeklimper , was die Menschen mit den Münzen immer wollen , Frauchen lacht und eine tiefe Männerstimme ruft :“ 
7 te Reihe ganz hinten, unter dem Baum ! “ Ah, das Geschunkel geht weiter . Dann steht unser Töff töff und die Türe wird laut auf die Seite geschoben. Wir sind da , endlich und WO ?

auf dem
Campingplatz * Immerfroh *

© Chr.v.M